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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-86620
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8662/


Manufaktur und Manufakturkünstler : über das porzellankünstlerische Werk von Emil Paul Börner (1888 - 1970)

Manufactory and manufactory's artist : about the artistic work in porcelain of Emil Paul Börner (1888 - 1970)

Lechelt, Christian

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SWD-Schlagwörter: Porzellan , Meißen , Porzellanmanufaktur , Produktgestaltung , Design , Dresden , Porzellanplastik , Vase , Notgeld , Münze , Medaille , Plakette
Freie Schlagwörter (Deutsch): Meisteratelier , Börner , Hutschenreuther , KPM
Basisklassifikation: 20.30 , 20.00
Institut: Kulturgeschichte und Kulturkunde
DDC-Sachgruppe: Künste, Bildende Kunst allgemein
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Jarchow, Margarete (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 21.11.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 04.09.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Porzellan und die daraus hergestellten Produkte wurden seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zur Aufgabe moderner (Massen-) Industrien. Dennoch blieben einige Manufakturen aus dem 18. Jahrhundert aktive und erfolgreiche Produktionsorte. Ein Widerspruch? Ist das Manufakturporzellan im 20. Jahrhundert gar ein Anachronismus? Welche Relevanz besitzen die Produktionsweisen im zeitgenössischen kunstindustriellen Kontext? Ausgeh- end von diesen Fragen wird untersucht, welchen Anforderungen, Bedingungen und Vorstellungen das Neuschaffen in einer historischen Porzellanmanufaktur unterworfen war und wie diese sich auf die künstlerische Gestaltung der Produkte im 20. Jahrhundert auswirkte.
Emil Paul Börners porzellankünstlerisches Werk ist besonders gut geeignet, im Sinne einer Fallstudie diese Fragen zu untersuchen. Sein Schaffen erstreckt sich über vier Epochen vom späten Kaiserreich bis in die junge DDR und es deckt alle Gattungen der Porzellankunst ab: Geschirrmodelle, Plastiken von der Miniatur bis zum überlebensgroßen Denkmal, Kleinreliefs, Glocken und Malereidekore, vom Unikat bis zum Serienprodukt. Sein Arbeitsschwerpunkt war die Porzellanmanufaktur Meissen, deren Neuschaffen er in der Zeit von 1910 bis 1937 bedeutend prägte.
Die Promotionsschrift untersucht Börners porzellankünstlerisches Werk im Kontext der Entwicklung des deutschen Porzellans in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei werden"Manufaktur" und "Manufakturkünstler" als konzeptuelle Begriffe herausgearbeitet, aus denen die Kriterien für die Entwurfsaufgabe "Manufakturporzellan" abgeleitet worden sind. Ein Entwurfsverzeichnis mit ca. 1200 Katalognummern basiert die wissenschaftliche Analyse.
Die Einbeziehung der Technik und der Materialien als Elemente, die Kunst konstituieren, meint die Untrennbarkeit des künstlerischen Entwurfs von seiner Umsetzung im Produktionsprozess. Das heißt, die Kalkulierung der Herstellungstechniken und des Materialverhaltens sowie deren teilweise bewusstes Sichtbarmachen sind gleichrangige Bedingungen zu dem nach Individualität strebenden Wollen des Künstlers. Damit gelingt es, den Nachweis eines künstlerischen Programms zwischen individuellem Künstleranspruch und den Forderungen serieller Manufakturfertigung zu erbringen, das als grundlegendes Konzept maßgeblich von Börner entwickelt worden ist.
Kurzfassung auf Englisch: Porcelain and the products made from it have been the task of modern (mass) industries since the middle of the 19th century. Nevertheless, some manufactories from the 18th century remained active and successful production sites. A contradiction? Is the manufacturing of porcelain in the 20th century an anachronism? What is the relevance of the production methods in the contemporary art-industrial context? Based on these questions, it is examined what requirements, conditions and conceptions the new design was subjected to in a historical porcelain factory and how this affected the artistic design of the products in the 20th century.
Emil Paul Börner's porcelain-artistic work is particularly well suited to investigate these questions in the sense of a case study. His work spans four epochs from the late imperial empire to the young GDR, and covers all types of porcelain art: tableware, sculptures from the miniature to the more than lifesize monument, small reliefs, bells and mural decoration, from one a kind to the serial product. His main focus was the porcelain manufactory Meissen, whose new design he significantly influenced in the period from 1910 to 1937.
The doctoral thesis examines Börner's porcelain-artistic work in the context of the development of German porcelain in the first half of the 20th century. "Manufaktur" and "Manufakturartist" are worked out as conceptual concepts from which the criteria for the design task "Manufakturporzellan" have been derived. A design catalog with about 1200 catalog numbers is based on scientific analysis.
The inclusion of technology and materials as elements constituting art means the inseparability of the artistic design from its implementation in the production process. This means that the calculation of the production techniques and the material behavior as well as their partial conscious visualization are equally important conditions for the individual's aspiration to individuality. In this way it is possible to prove the artistic program between an individual artist's claim and the requirements of serial manufacturing, which has been decisively developed by Börner as a basic concept.

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