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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-86772
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8677/


Crossing the borders of climate change : an analysis of cultural framings of climate change among migrants in Hamburg

Jenseits der Grenzen des Klimawandels : eine Analyse der Kulturellenwahrnehmung des Klimawandels durch Migranten in Hamburg

de Guttry, Corinna

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SWD-Schlagwörter: Klimaänderung , Wahrnehmung , Kultur , Zuwanderer
Freie Schlagwörter (Englisch): Climate change , Cultural perception , Cross-cultural method , Construal Level Theory
Basisklassifikation: 74.00
Institut: Geowissenschaften
DDC-Sachgruppe: Geowissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Ratter, Beate M. W. (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.01.2017
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 01.09.2017
Kurzfassung auf Englisch: Climate change is considered as one of the greatest threat to this planet. In the last decades, a number of scientific efforts have been dedicated to observe, measure and investigate its effects at both global and local levels. Climate change also got the attention of media, which covered this issue employing a wide range of narratives, ranging from sceptic to more alarmistic ones. Whilst climate change has been predominantly framed as a topic belonging to the realm of natural sciences, in recent years social sciences have increasingly and greatly contributed to the debate on this subject. Within this tradition, recent studies have highlighted the crucial importance of looking at climate change from the perspective of societies and of individuals in order to implement adaptation and mitigation strategies that are appropriate at local scale.
In a similar vein, the present work employs a focus on the local scale and on individuals and it adds on previous literature by bringing to light the variety of climate change meanings within the same physical space. In particular, the subjects of this research are migrants in Hamburg and their cultural understandings of climate change. In this dissertation, I discuss the conceptual framework and the implications of focusing on migrants and more broadly on cultures. From an empirical point of view, I present the results of in-depth interviews with Chinese and Italian migrants living in Hamburg, Germany. Furthermore, I draw on Construal Level Theory to analyse statements on climate change elicited by university students from Taiwan and Germany. Such theoretically based approach allows to investigate the ways that psychological distances (geographical, temporal and social) and construal levels inform climate change meanings across cultures.
The empirical findings disclose the role that culture plays in climate change´s perception in terms of values, experiences, understandings of nature and trust in the self and in others as agents of change. By doing so, this study conceptually challenges the idea that climate change is uniquely a matter of numbers, scientific data and graphs, and it acknowledges the importance of individuals, emotions and cultural experiences. In sum, this study highlights the relevance of taking into account society and individuals in the climate change debate and of recognizing the role of culture in individuals´ climate change meanings. Only by doing so, it will be possible to effectively tackle climate change and to convert it from threat into social opportunity.
Kurzfassung auf Deutsch: Der Klimawandel gilt als einer der größten Bedrohungen dieses Planeten. In den letzten Jahrzehnten wurden vielfältige wissenschaftliche Anstrengungen unternommen, seine Auswirkungen auf der globalen und lokalen Ebene zu beobachten, zu messen und zu untersuchen. Auch in den Medien ist der Klimawandel präsent, wo unterschiedliche Narrative von skeptischen bis hin zu panikmachenden präsentiert werden. Während der Klimawandel immer noch vorrangig als naturwissenschaftliches Thema behandelt wird, haben insbesondere die Sozialwissenschaften in den letzten Jahren verstärkte und wichtige Beiträge geliefert. Neue Studien haben auf die entscheidende Notwendigkeit verwiesen, den Klimawandel auch aus einer gesellschaftlichen und individuellen Perspektive zu betrachten, um somit lokal angemessene Anpassungs- und Risikominderungsstrategien entwickeln und umsetzen zu können.
Die vorliegende Arbeit knüpft an diese Erkenntnis an. Sie konzentriert sich auf die lokale Perspektive und auf Individuen und erweitert die bestehende Literatur, indem sie Unterschiede in den Bedeutungszuschreibungen des Klimawandels im gleichen geographischen Raum diskutiert. Im Zentrum stehen dabei Migranten in Hamburg und ihr kulturelles Verständnis des Klimawandels. Die Dissertation diskutiert einen konzeptionellen Rahmen und die Implikationen eines verstärkten Fokus auf Migranten und Kulturen im weiteren Sinne. Empirische Ergebnisse gründen sich auf Tiefeninterviews, die mit in Hamburg lebenden Migranten aus China und Italien geführt wurden. Aussagen zum Klimawandel, die durch Studenten aus Taiwan und Deutschland gewonnen wurden, werden mit Hilfe der Construal Level Theory analysiert. Dadurch kann untersucht werden, inwieweit sich psychologische Distanzen (geographische, zeitliche und soziale) auf die mentale Abstraktion des Klimawandels in unterschiedlichen Kulturen auswirken.
Die empirischen Ergebnisse verweisen auf die Rolle der Kultur in der Wahrnehmung des Klimawandels im Bezug auf Werte, Erfahrungen, Naturverständnisse und Vertrauen in die eigene Person und andere als Agenten des Wandels. Dadurch stellt die Arbeit die gängige konzeptionelle Vorstellung in Frage, dass sich der Klimawandel alleine naturwissenschaftliche Daten reduzieren lässt, und betont stattdessen die Rolle von Individuen, Emotionen und kulturellen Erfahrungen. Insgesamt verdeutlicht die Arbeit die Relevanz von Gesellschaft und Individuen in der Debatte zum Klimawandel und die Rolle der Kultur in individuellen Bedeutungszuschreibungen. Nur aus dieser Perspektive wird es möglich sein, mit dem Klimawandel effektiv umzugehen und ihn von einer Bedrohung in eine soziale Chance zu verwandeln.

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