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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-88612
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8861/


Der Einfluss des Fms-like tyrosine kinase 3-Liganden (Flt3L) im mütterlichen Blut in der Schwangerschaft und im Nabelschnurblut auf die Reife des kindlichen Immunsystems zum Zeitpunkt der Geburt

The influence of the Fms-like tyrosine kinase 3-Ligand (Flt3L) in maternal blood in pregnancy and in cord blood on the maturity of the immune system of children at birth

Jahn, Franziska

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Immunsystem , Schwangerschaft , Nabelschnurblut , Flt3L
Freie Schlagwörter (Englisch): immune system , pregnancy , cord blood , Flt3L
Basisklassifikation: 44.92 , 44.45
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Arck, Petra (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.05.2017
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 28.11.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Die Entwicklung des kindlichen Immunsystems beginnt bereits früh in der Schwangerschaft und dauert über diese hinaus an. Während dieser Zeit wird es fortwährend mit diversen Einflussfaktoren konfrontiert. Eine wichtige Komponente für die Entwicklung und Funktionalität des kindlichen Immunsystems ist der Wachstumsfaktor Flt3L und sein Rezeptor. Er reguliert nicht nur die Hämatopoese und damit die Differenzierung der hämatopoetischen Stammzellen sondern hat gleichsam einen großen Stellenwert in der T-Zell-Entwicklung inne. Verschiedene Forschungsarbeiten mutmaßen darüber hinaus, dass der Flt3L und sein Rezeptor an der Pathogenese allergischer und atopischer Erkrankungen beteiligt ist und deren Verlauf beeinflusst. Die vorliegende Arbeit untersuchte den Einfluss des Flt3L auf die Reife des kindlichen Immunsystems im Verlauf der Schwangerschaft und zum Zeitpunkt der Geburt. Die Rekrutierung der Studienteilnehmerinnen erfolgte im Rahmen der ‚Prince-Studie‘ (Prince – Prenatal Identification of Children´s Health), die in Zusammenarbeit zwischen der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin mit dem Labor für Experimentelle Feto-Maternale Medizin am Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg durchgeführt wurde. Durchflusszytometrische Analysen des Nabelschnurblutes der Studienpopulation bildeten die Grundlage für die Einschätzung der Reife des kindlichen Immunsystems. Unterschiedlich ausdifferenzierte hämatopoetische Stammzellen und regulatorische T-Zellen wurden untersucht. Mütterliche und kindliche Flt3L-Serumkonzentrationen wurden mittels ELISA bestimmt. Darauf folgten die statistischen Berechnungen der Zusammenhänge unter Berücksichtigung denkbarer Einflussfaktoren. In den Ergebnissen deutete sich zum einen ein Zusammenhang zwischen kindlichem Flt3L im Nabelschnurblut und unterschiedlich differenzierten Stammzellen an. Zum anderen bestanden Zusammenhänge zwischen den mütterlichen Flt3L-Konzentrationen in der Schwangerschaft und Subpopulationen der hämatopoetischen Stammzellen und der regulatorischen T-Zellen. Der mütterliche und der kindliche Flt3L schienen darüber hinaus zueinander in Beziehung zu stehen. Bezüglich der untersuchten Einflussfaktoren zeigte sich der kindliche Flt3L im Nabelschnurblut abhängig vom Gestationsalter und vom kindlichen Ponderalindex. Der mütterliche Flt3L hingegen schien durch die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft beeinflusst zu werden. Die Ergebnisse lassen außerdem einen Einfluss von mütterlichem Stress in der Schwangerschaft auf die Flt3L-Konzentrationen im Nabelschnurblut vermuten. Insgesamt zeichnete sich in den Ergebnissen ein Einfluss des Flt3L während der Schwangerschaft auf die Ausreifung des kindlichen Immunsystems ab. Es liegt die Vermutung nahe, dass eine Bestimmung des Flt3L in der Schwangerschaft bereits einen Ausblick auf das Zellprofil des Nabelschnurblutes und damit die Reife des kindlichen Immunsystems zum Zeitpunkt der Geburt geben könnte. Sollten sich diese Tendenzen in weiterführenden Studien bestätigen lassen, könnte gegebenenfalls schon früh in der Schwangerschaft das Risiko für die Entstehung von immunologischen Erkrankungen abgeschätzt werden und im Rahmen dessen relevante Risikofaktoren vermieden oder durch präventive Maßnahmen gegengesteuert werden.
Kurzfassung auf Englisch: The development of the immune system of children initiates in early pregnancy, continues until birth and lasts furthermore during childhood. During its development the immune system is constantly exposed to various influencing factors. One important component for the development and functionality of the immune system of children is the growth factor Flt3L and its receptor. Not only does it regulate haematopoiesis and thereby the differentiation of the haematopoietic stem cells, but it also plays an important role in the development of T cells. Various research works further suggest that the Flt3L and its receptor are involved in the pathogenesis of allergic and atopic diseases and that they influence their course of disease. The present work examined the influence of Flt3L on the maturation of the foetal immune system during pregnancy and at the time of birth. Recruitment of study participants took place within the ‚Prince-Studie‘ (Prince – Prenatal Identification of Children´s Health) which was carried out as a cooperation with the Department of Obstetrics and Fetal Medicine and the research group for Experimental Feto-Maternal Medicine at the University Medical Centre Hamburg-Eppendorf. Flow-cytometric analyses of cord blood samples of the study participants were performed to assess the maturation of the immune system of children. Various states of differentiated haematopoiectic stem cells and regulatory T cells were analysed. Maternal and cord blood Flt3L serum concentrations were measured via ELISA. Statistical analyses were performed to examine the correlations considering possible influencing factors. The results suggest a correlation between Flt3L in cord blood and varied differentiated stem cells. Also correlations between maternal Flt3L serum concentrations in pregnancy and subpopulations of haematopoietic stem cells and regulatory T cells have been recognized. Maternal and children´s Flt3L further seemed to correlate with each other. Concerning the influencing factors, Flt3L in cord blood appeared to depend on gestational age and children´s Ponderal Index. Besides, maternal Flt3L seemed to be influenced by weight gain in pregnancy. The results also hypothesize an influence of maternal stress experience in pregnancy on Flt3L concentrations in cord blood. In summary the results suggest an influence of the Flt3L on the maturation of the immune system of children during pregnancy. It seems likely that measuring Flt3L in pregnancy could present an outlook on the cell profiles in cord blood and therefore on the maturity of the immune system of children at birth. Could this idea be confirmed by further studies, the risk for developing immunologic diseases might be estimated in early pregnancy already and subsequently relevant risk factors might be avoided or preventive measures initiated.

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