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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-89395
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/8939/


Einfluss von psychosozialem Stress auf maternale T-Zellen und T-Zell-spezifische Glucocorticoid-Sensitivität in der humanen Schwangerschaft

Ludwigs, Eva

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Basisklassifikation: 44.45
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Arck, Petra (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.11.2017
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 17.01.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Hypothese/Fragestellung: Eine Homöostasis der T-Zell-Antworten ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft, die eine einzigartige Herausforderung für das mütterliche Immunsystem darstellt, da es immunologische Toleranz gegenüber dem Fötus entwickeln muss, der als semiallogen bezeichnet werden kann aufgrund der Expression von paternalen Antigenen. Hoher maternaler Stress kann diese stören, was durch Glucocorticoide (GC) vermittelt werden kann abhängig von der GC-Sensitivität von T-Zellen. Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen maternalem wahrgenommenem Stress, Frequenzen verschiedener T-Zell-Phänotypen und der GC-Sensitivität von T-Zellen. Inwiefern dies Auswirkungen auf den Erfolg der Schwangerschaft hat, wurde ebenfalls eruiert.
Methodisches Vorgehen: Im Rahmen der PRINCE-Studie wurde mit Hilfe der Perceived Stress Scale (PSS) subjektiver, wahrgenommener Stress von 80 schwangere Frauen zu jeweils drei Zeitpunkten der Schwangerschaft erhoben. Zusätzlich erfolgte die durchflusszytometrische Bestimmung von Phänotypen und Frequenzen peripherer CD4+, insbesondere regulatorischer T-Zellen (Treg), und CD8+ T-Zellen sowie die Messung der GC-inhibierten T-Zell-Proliferation mit Hilfe von Thymidin-Inkorporations-Assays. Gestationslänge und das fetale Geburtsgewicht dienten zur Beurteilung des Schwangerschaftserfolgs.
Ergebnisse: Subjektiv empfundener Stress zeigte keinen signifikanten Einfluss auf die Frequenzen maternaler peripherer T-Zellen in dieser Arbeit. Jedoch konnte eine signifikant höhere Varianz der Treg innerhalb der gestressten Gruppe nachgewiesen werden korrelierend zu zuvor empfundenem Stress, möglicherweise hinweisend auf eine verzögerte T-Zell-Proliferation nach Stressexposition. Eine erhöhte T-Zell-Proliferation in Anwesenheit von GC innerhalb der gestressten Gruppe vor allem im Niedrigdosisbereich konnte gezeigt werden im Sinne einer verminderten GC-Resistenz unter Stresseinfluss. Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied in Geburtsgewicht und Gestationsdauer beim Vergleich von schwangeren Frauen mit hohem und niedrigem wahrgenommenem Stress in dieser Arbeit.
Ausblick: Die Mechanismen der Modulation der fetomaternalen Toleranz durch pränatalen Stress bleiben weiterhin unklar. Jedoch konnte in dieser Arbeit erneut die Wichtigkeit der Fortführung prospektiver, klinischer Studien unter Einbeziehung einer großen Studienpopulation mit Fokus auf neuroimmunologische Vorgänge nachgewiesen werden zur weiteren Untersuchung des Einflusses von Stress auf den Verlauf der Schwangerschaft und die fetale Entwicklung zur Identifikation von Risikofaktoren und Biomarkern sowie zur Entwicklung präventiver und therapeutischer Maßnahmen.
Kurzfassung auf Englisch: Hypothesis: A tailored T cell response to pregnancy plays a key role in maintaining tolerance towards the fetus which can be compared to an allograft due to the expression of paternal antigens. High maternal stress perception can interfere with this T cell response which can be mediated by Glucocorticoids (GC). This mediation is dependent on GC sensitivity of T cells controlling T cell proliferation. Our objective was to examine if higher stress perception affects GC sensitivity in T cells and thereby altering T cell frequencies and pregnancy outcome.
Methods: Within the PRINCE study stress levels of 80 pregnant women were assessed employing the Perceived Stress Scale (PSS) at three timepoints during pregnancy. T cell phenotypes and frequencies of CD4+, regulatory T cells and CD8+ T cells were detected by flow cytometry and the GC-inhibited T cell proliferation was investigated by using thymidine incorporations assays. Fetal birth weight and pregnancy length served as parameter to evaluate pregnancy outcome.
Results: High levels of perceived stress had no significant influence on maternal T cell frequencies in this work. Interestingly, a significantly higher variance in Treg cells was observed in stressed women correlating with earlier high stress levels maybe indicating a deferred T cell proliferation after stress exposition. A significantly reduced GC resistance in low dose GC ranges resulted in higher T cell proliferation in stressed women. No significant differences in pregnancy outcome could be shown in this work.
Perspective: Mechanisms of Stress-related modulation of fetomaternal tolerance still remain not completely understood. Ongoing research in the field of neuroimmunology of pregnancy in prospective, clinical studies with a high number of participants is necessary for the identification of biomarkers and the implication of preventive as well as therapeutical interventions thereby improving maternal and fetal health.

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