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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-89750
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/8975/


Ermittlung der Inzidenz und Analyse der Ergebnisqualität außerklinischer Herz- Kreislaufstillstände mit und ohne durchgeführter Reanimation im Einsatzgebiet der Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein im Jahr 2013

Detection of incidence and analysis of the outcome of out of hospital cardiac arrest with and without cardiopulmonary resuscitation in the area of service of the Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein in the year 2013

Junge, Benjamin

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SWD-Schlagwörter: Wiederbelebung , Herzstillstand , Überleben , Häufigkeit , Rettungswesen
Basisklassifikation: 44.66 , 44.69 , 44.80 , 44.52
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.12.2017
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 12.02.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Während eines Herz-Kreislaufstillstandes beginnen innerhalb kürzester Zeit die ersten Organe, allen voran das Gehirn, schwerste irreversible Schäden zu nehmen. Daher verlangt ein außerklinischer Herz-Kreislaufstillstand einen optimalen Wirkungsgrad der einzelnen Glieder der Rettungskette und eine hervorragende Zusammenarbeit.
Dabei modulieren nicht zu beeinflussende Variablen, wie z.B. das Patientenalter und zu beeinflussende Variablen, wie z.B. die Laienreanimationsquote und die Eintreffzeit des Rettungsdienstes das Reanimationsergebnis.
Jeder Rettungsdienst ist angehalten, seine Ergebnisqualität zu messen, um die von ihm abhängigen Variablen gegebenenfalls zu verbessern.
In unserer Studie bewegte sich die Inzidenz der leblos angetroffenen Patienten im unteren und die Inzidenz der Reanimationen leblos angetroffener Patienten im mittleren Erwartungsbereich des Deutschen Reanimationsregisters.
Die Reanimationssituation ist mit einem Anteil von 0,5% der Alarmierungen nichtärztlicher Rettungsmittel im Versorgungsgebiet der Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein ein extrem seltenes Einsatzszenario. Eine häufigere Konfrontation eines Rettungsdienstmitarbeiters mit der Reanimationssituation kann die Ergebnisqualität verbessern. Eine Trennung der Bereiche Notfallrettung und Krankentransport durch separate Mitarbeiter und damit eine weitere Spezialisierung des Rettungsdienstpersonal wäre zu diskutieren.
Gemessen an der Wiederherstellungsrate der Spontankreisläufe (ROSC) und den überlebten Ereignissen bewegt sich die Ergebnisqualität der Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein verglichen mit der Literatur im Mittelfeld.
Eine große Limitation erfährt unsere Studie durch die lückenhafte Dokumentation. So wäre es möglich, dass die Ergebnisqualität höher läge, allerdings nicht dokumentiert wurde. Da bei lediglich 5% der Reanimationen durch die vollständige Dokumentation ein RACA-Score zu berechnen war, konnten wir ein zentrales Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit nicht erreichen. Ob eine elektronische Dokumentation die Dokumentationsqualität verbessern könnte, muss geprüft werden.
In dieser Untersuchung konnte die höhere Wiederherstellungsrate an Spontankreisläufen (ROSC) und die höhere Rate an überlebten Ereignissen in Bezug auf die Anwesenheit eines Zeugen während des Kollaps, den erstanalysierten Herzrhythmus und die durchgeführte Laienreanimation rekonstruiert werden.
Beobachtet kollabierte, laienreanimierte Patienten, die einen erstabgeleiteten defibrillationswürdigen Herzrhythmus hatten, konnten signifikant am häufigsten, mit einem Anteil von 65,4% (p-Wert 0,000), in einen Spontankreislauf überführt werden. Im Durchschnitt konnte bei allen reanimierten Patienten in dieser Studie bei 28,7% ein Spontankreislauf wiederhergestellt werden.
Ein Ziel muss es daher sein, eine möglichst hohe Rate an Laienreanimationen und kurze Eintreffzeiten des Rettungsdienstes zu realisieren. Wir konnten in dieser Untersuchung zeigen, dass mindestens 4,3% aller reanimierter Patienten aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Gerade 0,8% der Patienten mit initialer Asystolie konnten entlassen werden.
Kurzfassung auf Englisch: After cardiac arrest organs, primary the brain, suffer an irreversible damage in a very short time intervall.
That is why in the case of an out of hospital cardiac arrest (OHCA) the single links of the chain of survival have to achieve an optimal efficiency and an outstanding cooperation.
Outcome following cardiopulmonary resuscitation (CPR) depends on a number of non influenceable variables, like age, and depends on influenceable variables like rate of bystander CPR and arrivaltime after collaps of the emergency medical services team.
Every emergency medical service is required to measure its performance quality to improve the influenceable variables.
In our study the incidence of patients with cardiac arrest on arrival was in the lower and the incidence of patients with cardiac arrest on arrival and following cardiopulmonary resuscitation was in the middle expectancy range oft the „German Resuscitation Registry“.
With a fraction of 0,5% of the alertings non physician staffed rescue devices in the service area of the „Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein“ the event of an cardiopulmonary resuscitation is very occasionally.
Outcome after out of hospital cardiac arrest significantly increases with the enhanced exposure out of hospital cardiac arrest that paramedics have previously treated.
Separation of emergency medical service and non-emergency medical service by separate paramedics and a following specialisation of this paramedics should be discussed.
Measured by the rate of return of spontaneous circulation and rate of survived events the performance of the „Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein“ is moderate compared to the literature.
In this study there is an enormous limitation caused by the incomplete documentation. It is possible, that the performance would be better but could not be shown in this analysis because of the missing documentation.
Because entirely 5% of the cardiopulmonary resuscitation cases were completly documented to calculate the RACA-score, we could not achieve a main aim of this study. In the future it should be analysed if an electronical documentation could improve the documentation-quality.
In this study we could reproduce a higher rate of returns of spontaneous circulation and survived events in relation to winessed collapses, initial ECG and bystander cardiopulmonary resuscitation.
Patient with witnessed collaps, receiving bystander cpr and shockable heartrythm as initial ECG had signicantly the highest rate of return of spontaneous circulation (65,4%; p 0,000).
The average rate of return of spontaneous circulation in our analysis was 28,7%. Concluding it is a task to achieve preferably highest rate of bystander cpr and a shortest EMS (emergency medical service) arrival times.
We could show in our study, that at least 4.3% of all patients receiving a cpr could be discharged from hospital. Only 0.8% of patient with Asystolie as initial rhythm could be discharged.

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