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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-89908
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/8990/


Effektivitäts- und Zufriedenheitsanalyse von presbyopen und nicht presbyopen Patienten nach Implantation von multifokalen Intraokularlinsen (MIOL)

Effectiveness and satisfaction analysis of presbyopic and non-presbyopic patients after implantation of multifocal intraocular lenses (MIOL)

Fischer, Mario

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SWD-Schlagwörter: Medizin , Augenlinse , Zufriedenheit , Effektivität , Kunststofflinse , Alterssichtigkeit , Fehlsichtigkeit , Implantat
Basisklassifikation: 44.95
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Linke, Stephan J. (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.01.2018
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 26.02.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass AA (Akkommodierende Ametrope) und PHH (Presbyope stark hyperope Patienten) Patienten von der Implantation von MIOL mit asphärischer, bifokaler, bikonvexer, refraktiv-diffraktiver Intraokularlinse profitieren. Mindestens 80% aller Patienten berichten postoperativ eine vollständige Unabhängigkeit von Sehhilfen und die generelle Zufriedenheit ist hoch. Jedoch zeigten sich zwölf Monate postoperativ bei etwa 50% der Patienten visuelle Symptome wie Halos bei Autofahrten bei Nacht, die als störend beschrieben werden.
Auf die in Relation schlechteren Werte bei UIVA, die auf das Design der MIOL zurückzuführen ist, haben viele Hersteller von MIOL mit der Einführung von trifokalen Modellen und mit nicht-diffraktiven Linsen mit verstärkter Tiefenschärfe reagiert (Enhanced Depth of Vision, EDOV).

Die Patientenzufriedenheit in dieser Studie ist als hoch anzusehen. Wichtig ist aber, besonders bei nicht indizierten Behandlungen, wie sie hier vorliegen, dass eine gute und ausführliche Aufklärung durch das Behandlungsteam geschieht. Der Patient muss sowohl über mögliche Komplikationen, zusätzlich notwendig werdende Eingriffe, als auch über zu erwartende oder unerwartete Probleme unterrichtet werden. Dies kann die simple, postoperative Applikation von künstlichen Tränen beinhalten, aber auch die Notwendigkeit einer weiteren refraktiven Operation. Weiterhin sollte der Patient über die unklare Entwicklung der Sehfähigkeit mit fortschreitendem Alter aufgeklärt werden und es sollten Alternativen aufgezeigt werden. Einem Patienten zum Beispiel, der beruflich LKW-Fahrer ist und viel nachts arbeitet, sollten die zu erwartenden, speziell bei Nacht auftretenden Nebeneffekte, ausreichend erklärt werden und im Zweifelsfall ist von einer Behandlung mit MIOL abzuraten.
Etwa die Hälfte der behandelten Patienten dieser Studie berichten von erwarteten störenden photopischen Phänomenen, meist Halos. Jedoch ist die Mehrheit mit dem Behandlungsergebnis zufrieden. Der patientenrelevante Nutzen der Behandlung scheint höherwertig einzustufen zu sein als die Nachteile und Nebeneffekte. Dies wäre eventuell ohne hinreichende präoperative Aufklärung nicht der Fall.
Hauptmotivationsfaktor der behandelten Patienten war es, eine Unabhängigkeit von Sehhilfen zu erlangen. Da die Behandlung nicht medizinisch indiziert ist, wird sich die Patientenzufriedenheit an diesem Faktor messen müssen.
Kurzfassung auf Englisch: In conclusion, AA (Accommodating Ametropic) and PHH (Presbyopic High Hyperopic) patients benefit from the implantation of MIOL with a aspheric, bifocal, biconvex, refractive-diffractive intraocular lens.
At least 80% of all patients report postoperative a full independence of visual aids and general satisfaction among patients is high. However twelve months postoperative, about 50% of all patients report visual symptoms like halos while driving at night, which are being described as bothersome.
In reaction to the relative bad results of UIVA, which is due to the design of the MIOL, many manufacturers have developed trifocal models and non-diffractive lenses with enhanced depth of vision (EDOV).
The patient satisfaction is regarded high in this study. An important factor when performing treatment which is not indicated, as it is the case here, is the consultation with the surgery team. The patient must be well informed about possible complications, additional treatment which might be necessary, as well as expected and unexpected problems. This can be a simple application of artificial tear fluid postoperative but also the necessity of another refractive operation. Furthermore it should be made clear to the patient during the consultation that vision will change with the aging process and this is not predictable. Therefore alternative treatment options should be outlined to the patient. A patient who is a professional lorry driver for example who works often at night should be made aware of the expected side effects especially while driving at night and in case of doubt should not be advised to proceed with the MIOL treatment.
About half the patients report disturbing photopic phenomena, mostly halos. However the overall patient satisfaction is high. The patient relevant benefit of the treatment seems to outweigh the disadvantages and side effects. Without a complete preoperative consultation this might not be the case.
The main motivational factor of the patients was to achieve the independence of visual aids. Since there is no medical indication for the treatment the patient satisfaction is mainly being judged by this factor.

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