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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-90010
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9001/


Calcium-Sensitizer reduzieren den gastrointestinalen und hepatischen Gewebeschaden im experimentellen septischen Schock

Ehrenfort, Michael

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Basisklassifikation: 44.69 , 44.66
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kubitz, Jens (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.02.2018
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 06.03.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Diese Untersuchung befasste sich mit der Fragestellung, ob Levosimendan einen Einfluss auf die abdominelle Gewebeperfusion und Organfunktionen hat.
Hierfür wurde eine prospektive, randomisierte, kontrollierte, doppelblinde Studie an 48 juvenilen Hausschweinen durchgeführt. Diese wurden mit kontinuierlich intravenös appliziertem LPS in einen endotoxämischen Schock gebracht (mittlerer arterieller Blutdruck < 60 mmHg bei Schlagvolumenvariation <12%). Die Tiere wurden für die weitere Kreislaufstabilisierung in drei Gruppen randomisiert: Dobutamin (10 μg/kg/min), Levosimendan (0,5 μg/kg/min) oder Placebo. Das Herzzeitvolumen wurde mittels Pulmonalarterienkatheter gemessen. Der portalvenöse Fluss wurde mit einer Messsonde und die portalvenöse Sauerstoffsättigung mit einem einliegenden Katheter über Blutgasanalysen bestimmt. Des Weiteren wurden eine Tonometrie und eine intraabdominelle Druckmessung über einen Blasenkatheter durchgeführt. Für die Beurteilung des intestinalen Gewebeschadens wurde am Ende des Beobachtungszeitraums (10 Stunden nach septischem Schock) bzw. bei vorzeitigem Versterben des Versuchstieres eine Gewebeprobe aus dem Jejunum entnommen. Die Daten wurden mittels gemischtem Modell analysiert.
Es konnte bei 25 Tieren ein vollständiger Datensatz gemäß Studienprotokoll erhoben werden. Die Tiere der Gruppe Levo erreichten bei höherer Herzfrequenz ein höheres HZV bei niedrigerem Katecholaminbedarf. Es fand sich ein erhöhter Pfortaderfluss, geringere mikroskopische Schädigung des Darmepithels und ein verbesserter CO2-Transport verglichen mit den anderen beiden Gruppen. Ebenso mussten die Tiere später relaparotomiert werden.
Levosimendan führte zu einer verbesserten Splanchnikusperfusion, die wiederum zu einer besseren Oxygenierung des Darms führte. Dies zeigte sich in der häufiger erhaltenen Darmintegrität dieser Gruppe. Ob diese Ergebnisse auch auf Patienten übertragbar sind, müssen entsprechende klinische Studien zeigen.
Kurzfassung auf Englisch: This randomized, controlled, prospective and doubleblind study investigated if Levosimendan can influence the splanchnic perfusion and organ function.
Forty-eight landrace pigs received a continuous intravenous infusion of LPS until they met the criteria for endotoxaemic shock (MAP < 60 mmHg, SVV < 12%) and, subsequently, they were randomized into three groups: dobutamine (10 μg/kg/min), Levosimendan (0,5 μg/kg/min) or placebo. Cardiac output was measured with pulmonalis catheter. The flow of the portal vein was measured with a flow probe and portal venous oxygen saturation was measured with blood gas analysis taken from the portal vein. Further on, the intraabdominal pressure was measured with a bladder catheter. To analyse the intestinal tissue damage of the jejunum, a biopsy was taken after deceasing or the end oft he observation time of 10 hours. Data were analysed by mixed models.
Twenty-five animals could be enrolled reaching the criteria of the protocol. Pigs in the group Levo reached an increased cardiac output with a higher heart rate and needed less katecholamines. There was a higher flow in the portal vein, a lower microscopic damage of the bowel tissue and an improved transport of CO2 compared tot he other groups. The need for relaparotomy was also later.
Levosimendan led to an improved splanchnic perfusion and a better oxygenation of the bowel. This could be shown by the increased integrity oft the bowel tissue. Clinical studies are needed to show if these results could be transmitted to human beings.

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