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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-90109
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9010/


283 Fälle von Vergewaltigung und schwerer sexueller Nötigung : Retrospektive Analyse der Sexualdelikte eines 2-Jahreszeitraumes in Hamburg

283 cases of rape and severe sexual assault : Retrospective analysis of sexual offenses during a 2-year period in Hamburg

Kammal, Anna Lena

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SWD-Schlagwörter: Vergewaltigung , Sexuelle Nötigung , Rechtsmedizin , Strafmaß , Verurteilung , Spurensicherung , Asservate
Basisklassifikation: 44.72
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Sperhake, Jan (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.02.2018
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 26.02.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Laut polizeilicher Kriminalstatistik kam es in Hamburg in den Jahren 2008 und 2009 zu insgesamt 459 (249 in 2008 und 210 in 2009) angezeigten Fällen von Vergewaltigung und besonders schwerer sexueller Nötigung. Dies sind 0,11 % bzw. 0,09 % aller erfasster Straftaten [Polizeiliche Kriminalstatistik der Bundesrepublik Deutschland (Berichtsjahr 2008 und 2009)]. Das Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) bietet eine 24-stündige Beratung sowie rechtsmedizinische und gynäkologische Versorgung und Begutachtung für Opfer sexueller Gewalt an, auch wenn diese vorerst von einer polizeilichen Anzeige absehen.
Insgesamt 283 Fälle wurden in dem oben genannten Zeitraum im Institut für Rechtsmedizin untersucht. Nicht jeder dieser Fälle wird nach der rechtsmedizinischen Untersuchung und der Dokumentation der festgestellten Befunde juristisch weiter verfolgt.
Eine standardisierte Rückmeldung von Seiten der Polizei oder Staatsanwaltschaft bezüglich der polizeilich-kriminaltechnischen Untersuchungsergebnisse der angefertigten Abstriche und des weiteren Ermittlungsverlaufes gibt es derzeit nicht.
Im Hinblick auf die Aussagekraft und den Beweiswert der rechtsmedizinischen Begutachtung und Beurteilung ist die Überprüfung des derzeitigen Untersuchungsstandards somit nicht wirklich möglich.
Das Ziel dieser Studie ist es den juristischen Ausgang der untersuchten Fälle von Vergewaltigungen oder schwerer sexueller Nötigung zu ermitteln und Zusammen-hänge mit demographischen und sozialen Merkmalen der Geschädigten und Beschuldigten, sowie den dokumentierten Befunden der rechtsmedizinischen Untersuchung aufzuzeigen. Dabei wurde ein Schwerpunkt auf den Einfluss der forensischen Dokumentation sowie der Spuren- und Beweismittelsicherung im Rahmen der Untersuchung auf das weitere Ermittlungsverfahren bzw. den Verfahrensausgang gelegt.
Kurzfassung auf Englisch: According to police crime statistics, there were 459 reported cases of rape and particularly severe sexual assault in Hamburg in 2008 and 2009 (249 in 2008 and 210 in 2009). This is 0.11% or 0.09% of all recorded offenses [police crime statistics of the Federal Republic of Germany (reporting year 2008 and 2009)]. The Institute of Legal Medicine of the University Medical Center Hamburg-Eppendorf (UKE) offers a 24-hour consultation as well as forensic and gynecological care and assessment for victims of sexual violence, even if they refrain from a police report for the time being.
A total of 283 cases were examined in the above-mentioned period at the Institute of Legal Medicine. Not every one of these cases will be prosecuted legally after the forensic examination and documentation of findings.
There is currently no standardized feedback from the police or the prosecution regarding the police-forensic investigation results of the prepared smears and the further course of investigation.
In view of the informative value and the evidential value of the forensic examination and assessment, the review of the current examination standard is therefore not really possible.
The purpose of this study is to determine the legal outcome of the investigated cases of rape or severe sexual assault and to highlight links with the demographic and social characteristics of the victims and the accused, as well as the documented findings of the forensic medical examination. Emphasis was placed on the influence of forensic documentation as well as evidence and evidence in the context of the investigation on the further investigation and the outcome of the proceedings.

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