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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-90955
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9095/


Bedeutung des endogenen NO-Synthase-Inhibitors asymmetrisches Dimethylarginin für das perioperative Risiko bei elektiven abdominalen und thorakalen Eingriffen

Heinze, Gina

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SWD-Schlagwörter: Dimethylarginin <N,N-> , Stickstoffmonoxid , Operation
Freie Schlagwörter (Deutsch): perioperatives Risiko , kardiovaskuläres Risiko , NO-Synthase-Inhibitor
Basisklassifikation: 44.85 , 44.66 , 44.38 , 44.14
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Böger, Rainer H. (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.03.2018
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 13.04.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel dieser Arbeit war es, die Bedeutung des endogenen NO-Synthase-Inhibitors ADMA und des perioperativen Risikos bei elektiven abdominalen und thorakalen Eingriffen zu untersuchen. Obgleich sich ein Zusammenhang zwischen hohen ADMA-Plasmakonzentrationen und einem erhöhten kardiovaskulären Risiko zeigen ließ, konnten in dieser Studie keine signifikanten Werte erzielt werden.
Es handelte sich um eine klinisch prospektive randomisierte Studie. Insgesamt wurden 313 Patienten nach vordefinierten Ein- und Ausschlusskriterien in die Studie eingeschlossen. Die Einteilung der Patienten erfolgte in zwei Gruppen: eine Gruppe, die den primären kombinierten Endpunkt erreichte, und eine zweite Gruppe ohne diese vordefinierten Ereignisse. Die Bestimmung der ADMA-Plasmawerte wurde präoperativ, am Operationstag, am ersten und dritten postoperativen Tag durchgeführt. Alle Patienten wurden bis zum 30. Tag nach ihrer Operation weiter beobachtet und die in diesem Zeitrahmen auftretenden Komplikationen, insbesondere der primäre kombinierte Endpunkt (Todesfall, Myokardinfarkt oder akutes Koronarsyndrom, dekompensierte Herzinsuffizienz, schwere Arrhythmie, Schlaganfall, symptomatische Thrombose oder Embolie), dokumentiert. Der primäre kombinierte Endpunkt trat bei insgesamt 38 Patienten (12,1 % des Gesamtkollektivs) auf. Die präoperative ADMA-Plasmakonzentration unterschied sich in beiden Gruppen leicht, jedoch nicht signifikant (0,62 ± 0,12 µmol/l vs. 0,64 ± 0,15 µmol/l; p = 0,95). In den uni- und den multivariaten Cox-Regressionsmodellen konnte ADMA nicht als unabhängiger Risikomarker für unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse in der perioperativen Phase identifiziert werden. Allerdings konnten in den Cox-Regressionsmodellen Hazard Ratios von 1,75 und 2,38 erzielt werden. Zudem konnte durch die Odds Ratio gezeigt werden, dass die Chance, den primären kombinierten Endpunkt zu erreichen, bei erhöhten ADMA-Werten um das 1,6-fache gesteigert war. Der perioperative Verlauf der ADMA-Plasmawerte ließ außerdem die Annahme zu, dass es sich bei ADMA um einen indirekten Indikator für oxidative Belastungssituationen des menschlichen Körpers handelt, obwohl der Einfluss der Stoffwechsellage auf diesen Trend nicht quantifizierbar ist.
Obgleich die Studienergebnisse das Signifikanzniveau verfehlt haben, zeigt sich ein Trend, welcher nicht ausschließen lässt, dass es sich bei ADMA um einen kardiovaskulären Risikomarker handelt, wie es in vielen bedeutenden Studien beschrieben wird. Zukünftige Studien sollten demnach ein größeres Patientenkollektiv beinhalten und der postoperative Beobachtungszeitraum sollte in seiner Dauer verlängert werden. Des Weiteren bleibt abzuwarten, inwiefern sich in Zukunft die Evaluation des symmetrischen Dimethylarginin (SDMA) als kardiovaskulärer Risikomarker entwickelt.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of this study was to evaluate the importance of the endogenous NO-synthase-inhibitor ADMA and the perioperative risk concerning abdominal and thoracic surgeries. Although a correlation between a high concentration of ADMA and an increased cardiovascular risk could be observed, no statistical significance could be determined.
Within this clinical prospective and randomized study, 313 patients were included by predefined in- and exclusion criteria. The patients were divided into two groups: one group reached the combined primary endpoint, the other group did not. The ADMA plasma concentration was determined preoperatively, on the day of the surgery as well as on the first and the third postoperative day. All patients were observed until the 30th day after the surgery. All complications, occurring within this time frame, were documented. Particular attention was paid to the combined primary endpoint (death, myocardial infarction or acute coronary syndrome, decompensated cardiac insufficiency, severe arrhythmia, stroke as well as symptomatic thrombosis or embolism). The combined primary endpoint occurred with 38 patients (12,1 % of the overall collective). The preoperative ADMA plasma concentration was slightly different in both groups, however not statistically significant (0,62 ± 0,12 µmol/l vs. 0,64 ± 0,15 µmol/l; p = 0,95). Within the uni- and multivariate Cox regression analysis, ADMA could not be identified as an independent risk marker for unwanted cardiovascular incidents during the perioperative phase. However, hazard ratios of 1,75 and 2,38 were determined in the Cox regression analysis. Furthermore, the odds ratio showed that the chance of reaching the combined primary endpoint with a higher ADMA plasma concentration was increased by the factor 1,6. The perioperative development of the ADMA plasma concentrations allows the assumption, that ADMA is an indirect indicator for oxidative stressful situations of the human body, even though the influence of the metabolic state on this trend is not quantifiable.
A statistical significance could not be proved through this study. However, a trend became apparent, which cannot exclude the fact that ADMA is a cardiovascular risk marker, as already described in many significant studies. Therefore, future studies should contain a larger patient collective as well as a longer postoperative observation period. Moreover, it remains to be seen, how the evaluation of the SDMA as a cardiovascular risk marker will develop in the future.

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