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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-91302
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9130/


Der Einfluss der vom Operateur definierten, während der radikalen Prostatektomie auftretenden Kapselinzision auf die biochemischen Rezidivraten

Hagner, Christoph Michael Werner

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Prostatakarzinom , radikale Prostatektomie , Kapselinzision , Rezidiv , DaVinci
Basisklassifikation: 44.47 , 44.81
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schlomm, Thorsten (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.03.2018
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 22.05.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Die Forschungsarbeit hat den Einfluss der intraoperativen, vom Operateur definierten Inzision der Prostatakapsel (Kapselinzision) auf das Auftreten eines Rezidivs anhand eines großen Datensatzes der Martiniklink mit dem Ziel untersucht, Risikofaktoren für die vom Operateur dokumentierten Kapselinzisionen zu identifizieren.
Die Nachbeobachtungszeit der Studie betrug im Median 36,2 Monate und hat folgende Ergebnisse gezeigt: Bei 22,2 % bzw. 12,1 % der Patienten kam es zu einer unilateralen bzw. einer bilateralen Kapselinzision. Die Kapselinzision tritt häufiger während einer offenen RP (p < 0,0001) und einer nervenerhaltenden Operation (p = 0,0004) auf. Das biochemisch rezidivfreie drei-Jahres-Überleben lag für Patienten ohne Kapselinzision, mit unilateraler bzw. mit bilateraler Kapselinzision bei 78,8 %, 79,9 % bzw. 82,1 % (p = 0,13). In einer multivariaten Analyse fand sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen einem biochemischen Rezidiv und dem pT-Stadium (p < 0,0001), dem Gleason-Grad (p < 0,0005) und dem Lymphknotenstatus (p < 0,0005). Die Kapselinzision hatte jedoch keinen unabhängigen Einfluss auf das Auftreten eines biochemischen Rezidivs (unilaterale Kapselinzision versus keine Kapselinzision, p = 0,55; bilaterale Kapselinzision versus keine Kapselinzision, p = 0,32).
Die vom Operateur definierte Kapselinzision kommt bei einer relevanten Anzahl von RPs vor und tritt den Studienergebnissen zu Folge häufiger während einer nervenerhaltenden RP als einer nicht-nervenerhaltenden RP. Des Weiteren wird sie bei einer offenen RP häufiger beobachtet als bei einer roboterassistierten RP. Die Kapselinzision und das Ausmaß der Kapselinzision scheinen die Inzidenz des frühzeitigen biochemischen Rezidivs jedoch nicht zu beeinflussen.
Es konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen der vom Operateur definierten und während einer RP auftretenden Kapselinzision und dem biochemischen rezidivfreien Überleben festgestellt werden.

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