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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-91483
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9148/


The materiality of non -financial information – evidence from the interaction of firms and capital market participants with the special focus on the chemical sector

Die Wesentlichkeit nicht-finanzieller Informationen - Belege aus der Interaktion von Unternehmen und Kapitalmarktteilnehmern mit einem speziellen Fokus auf den Chemiesektor

Schmiedchen, Eric

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Basisklassifikation: 83.50 , 85.99
Institut: Wirtschaftswissenschaften
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schiemann, Frank (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.11.2017
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 18.06.2018
Kurzfassung auf Englisch: Financial outcomes alone do not present a true and fair view of companies’ business success. In recent years companies and users of corporate information have recognized that, besides traditional financial information, they also have to consider material non-financial information. Both financial and non-financial information indicate companies’ current performance and are necessary to determine their future prospects. Especially investors, as one of the most important stakeholder groups for companies, have increased their use of nonfinancial information in their decision-making processes in recent years. This development is not surprising given that 1) the percentage of an entity’s market value that is attributed to tangible assets has decreased sharply in the last decades and 2) non-financial information can provide a better understanding of risks, opportunities, and resource constraints beyond access to capital.
However, little is known about whether and to what extent users of company reports are actually influenced by non-financial information. Therefore, this dissertation investigates the following research question: Do capital market participants consider material nonfinancial information; if they do, how does this information influence their decision-making process? The focus on capital market participants is based on the fact that 1) this stakeholder group is one of the most important interest groups of companies and 2) this group should be the most familiar with reading and utilizing financial and non-financial information for their investment-related decisions.
The dissertation tackles this topic with three research papers. Based on a systematic literature review, the first paper investigates the current state of research on materiality within the accounting literature. The second paper analyzes the question and answer sessions of the quarterly result conference calls of ten globally operating chemical companies using a comprehensive three-step coding scheme. Based on the findings, an online experiment is conducted in the third paper to investigate whether capital market participants consider nonfinancial information in their processes.
This dissertation provides a comprehensive overview of the current state of research on materiality in the accounting literature. The results of the dissertation contribute to the current research on materiality regarding non-financial information, because it is the first study to use chemical companies’ quarterly conference calls with a focus on the non-financial information requested by analysts. The dissertation shows the added value and the importance of conference calls for companies and capital market participants as one of the most important communication tools. Environmentally and socially related topics, which would rather be considered as non-financial, were noticeably linked to financially related questions. This implies that analysts are able to transform these types of information into financial terms. Finally, the dissertation is the first to conduct an experiment to analyze how non-financial information influences investment decisions. The results provide the first evidence that capital market participants within the chemical sector consider non-financial information in their valuation and decision-making processes and that they react to information about nonfinancial company performance by adjusting their judgments.
Kurzfassung auf Deutsch: Finanzielle Ergebnisse allein präsentieren kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Diese Tatsache hat über die vergangenen Jahre hinweg bei Unternehmen und Nutzer von Unternehmensinformationen zur Erkenntnis geführt, dass neben traditionellen finanziellen Informationen auch wesentliche nicht-finanzielle Informationen berücksichtigt werden müssen. Sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Informationen zeigen die aktuelle Entwicklung von Unternehmen und sind notwendig zur Bewertung der zukünftigen Entwicklung von Unternehmen. Vor allem Investoren, als eine der wichtigsten Anspruchsgruppen von Unternehmen, haben in den vergangenen Jahren verstärkt nicht-finanzielle Informationen in ihre Entscheidungsfindungsprozesse einbezogen. Diese Entwicklung ist aus zwei Gründen nachvollziehbar: 1) der prozentuale Anteil am materiellen Unternehmensmarktwert ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken und 2) nicht-finanzielle Informationen können ein besseres Verständnis von Risiken, Chancen sowie Beschränkungen über die reine Kapitalbeschaffung hinaus vermitteln.
Dennoch ist wenig darüber bekannt, ob – und in welchem Umfang – Nutzer von Unternehmensberichten durch nicht-finanzielle Informationen beeinflusst werden. Die vorliegende Dissertation untersucht daher folgende Forschungsfrage: Berücksichtigen Kapitalmarktteilnehmer nicht-finanzielle Informationen? Wenn ja, inwiefern beeinflussen solche Informationen den Entscheidungsfindungsprozess? Die Fokussierung auf Kapitalmarktteilnehmer ist wie folgt zu begründen: 1) Kapitalmarktteilnehmer sind eine der wichtigsten Anspruchsgruppen von Unternehmen und 2) diese Gruppe ist vertraut mit dem Lesen sowie der Verwendung und Bewertung finanzieller und nicht-finanzieller Informationen.
Die Dissertation bearbeitet dieses Thema mit drei Forschungsarbeiten. Basierend auf einer systematischen Literaturrecherche untersucht die erste Forschungsarbeit den aktuellen Stand der Forschung zur Thematik Wesentlichkeit im Bereich Accounting. Die zweite Forschungsarbeit analysiert die im Rahmen der Quartalsberichterstattung abgehaltenen Telefonkonferenzen mit Analysten von zehn weltweit agierenden Chemieunternehmen. Die Analyse der von Analysten gestellten Fragen basierte auf einem umfangreichen drei-stufigen Kodierungsschema. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wurde in der dritten Forschungsarbeit ein Online-Experiment durchgeführt, welches untersuchte, ob Kapitalmarktteilnehmer nichtfinanzielle Informationen in ihrer Entscheidung berücksichtigen.
Zum einen liefert diese Dissertation einen umfangreichen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zur Thematik Wesentlichkeit im Bereich Accounting. Zum anderen tragen die Ergebnisse der Dissertation zum aktuellen Forschungsstand der Thematik Wesentlichkeit nicht-finanzieller Informationen bei, da zum ersten Mal die von Analysten gestellten Fragen in – im Rahmen der Quartalsberichterstattung durchgeführten – Telefonkonferenzen von Chemieunternehmen Gegenstand der Untersuchung sind. Die Dissertation stellt den Mehrwert und die Wichtigkeit dieser Telefonkonferenzen mit Analysten, als eines der wichtigsten Kommunikationsinstrumente für Unternehmen und Kapitalmarktteilnehmer, dar. Umwelt- und sozialorientierte Themen, welche eher mit nichtfinanziellen Fragen in Verbindung gebracht werden, wurden jedoch eher in Verbindung mit finanziell orientierten Fragen gestellt. Das lässt darauf schließen, dass Analysten in der Lage sind, solche Informationen in finanzielle Aspekte zu transformieren. In dieser Dissertation wird auch zum ersten Mal ein Experiment genutzt, um zu untersuchen, wie nicht-finanzielle Informationen den Investitionsprozess von Kapitalmarktteilnehmern beeinflussen. Die Ergebnisse sind ein erster Beleg dafür, dass Kapitalmarktteilnehmer innerhalb des Chemiesektors nicht-finanzielle Informationen in ihren Bewertungs- und Entscheidungsfindungsprozessen berücksichtigen sowie ihre Entscheidungen entsprechend der nicht-finanziellen Leistung des Unternehmens anpassen.

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