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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-91497
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9149/


Climate Change Vulnerability of Socio-Ecological Systems in Coastal Areas of River Basins in Mexico and South Africa - from Assessment to Management

Klimawandelvulnerabilität sozial-ökologischer Systeme in Küstenregionen von Flusseinzugsgebieten in Mexiko und Südafrika - von der Bewertung bis zum Management

von der Forst, Ellinor

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SWD-Schlagwörter: Klimaänderung , Verwundbarkeit , Ressourcen , Anpassung , Systemtheorie , Fluss , Mexiko , Südafrika , Beurteilung , Umwelt , Landbevölkerung
Freie Schlagwörter (Deutsch): Klimawandel , Vulnerabilität , sozial-ökologische Systeme
Freie Schlagwörter (Englisch): climate change , assessment
Basisklassifikation: 38.82 , 43.00 , 74.26 , 74.23 , 74.00
Institut: Geowissenschaften
DDC-Sachgruppe: Natürliche Ressourcen, Energie und Umwelt
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Scheffran, Jürgen (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.02.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 12.06.2018
Kurzfassung auf Englisch: Climate change vulnerability of socio-ecological systems in coastal areas of river basins in Mexico and South Africa – from assessment to management is the ambitious plan with which the journey started. The aim is to reach a generally applicable vulnerability assessment framework, offering a realistic structure to similar assessments of coastal river basins and producing regional results to be directly implemented in local decision making in Mexico and South Africa. In other words, this work supports finding an answer to the question: “how can effects of climate change on socio-ecological systems be grasped?”

A geographical focus is set to two coastal riverine areas in Mexico and South Africa, offering the possibility of testing conceptual ideas in application. Further, a specific look was taken on rural livelihoods, suspecting a close interaction between the human and natural environmental sphere. Semi-structured, qualitative interviews were applied using a participatory modelling approach. This choice was based on the assumption that understanding the components determining rural livelihoods will on the one hand help define the socio-ecological system itself and on the other hand include local values forming behaviour. Participatory modelling combines capturing local perceptions and ad hoc modelling simultaneously in one interview.

Information on what resources are used to maintain people’s daily lives, which major threats and changes are experienced and how they react to it, were obtained. These are used in a first step to define the central components and processes of the respective local socio-ecological system. In a second step this model of a socio-ecological system can be used as a basis for further analysis and interpretation, suggestions on potential future adverse effects due to climate change as well as possibilities for human reactions. Recognizing the complexity of processes in socio-ecological systems and the limited causal understanding of them, it immediately becomes clear that there is still a long way to go until climate change vulnerability can be assessed realistically. However, already a structuring framework and a first estimate of the situation in each case study region, as has been achieved here, offer a good basis for further steps. Motives of human behaviour are seen as key, both to understand current climate change vulnerability as well as to estimate potential future adaptation pathways.

Further steps to add to this work are identified mainly in evaluating the correctness and robustness of the established models, adding weighting factors and applying combined future scenarios. Beyond this work the suggested framework can be applied to similar case studies to verify and adapt the structure. On the conceptual side this work attempts to encourage everyone engaging in the field of vulnerability assessments to thoroughly define the core problem and necessary preconditions to achieve an appropriate result.
Kurzfassung auf Deutsch: Klimawandel Verwundbarkeit von sozio-ökologischen Systemen in küstennahen Regionen von Flusseinzugsgebieten in Mexiko und Südafrika – von der Beurteilung bis zum Management ist der anspruchsvolle Plan mit welchem diese Reise begann. Das Ziel ist es einen allgemein anwendbaren Rahmen für eine Verletzbarkeitsbeurteilung zu erreichen, welche eine realistische Struktur für ähnliche Beurteilungen von küstennahen Flussgebieten bietet und direkt anwendbare regionale Ergebnisse für lokale Entscheidungsträger in Mexiko und Südafrika hervorbringt. In anderen Worten unterstützt diese Arbeit das Finden einer Antwort auf die Frage: „wie können Klimawandelauswirkungen auf sozio-ökologische Systeme begriffen und erfasst werden?“

Ein geografischer Schwerpunkt liegt auf zwei küstennahen Flussregionen in Mexiko und Südafrika und ermöglicht so konzeptionelle Ideen in der Anwendung auszuprobieren. Weiterhin wurde ein konkreter Blick auf ländliche Lebensgrundlagen geworfen, mit der Annahme, dass dort ein enger Austausch zwischen dem menschlichen und dem natürlichen Umweltbereich stattfindet. Semi-strukturierte, qualitative Interviews wurden unter Verwendung eines partizipativen Modellierungsansatzes verwendet. Diese Wahl basierte auf der Annahme, dass das Verständnis der Komponenten welche ländliche Lebensgrundlagen bestimmen einerseits die Definition des sozio-ökologischen Systems selbst unterstützen und andererseits verhaltensformende lokale Werte mit einbeziehen wird. Partizipative Modellierung kombiniert in einem Interview das Erfassen lokaler Wahrnehmung und die gleichzeitige Modellierung.

Informationen über die zur Erhaltung des täglichen Lebens der Bevölkerung benötigten Rohstoffe, bedeutende, erlebte Bedrohungen und Veränderungen sowie die Reaktionen darauf wurden eingeholt. Diese werden in einem ersten Schritt verwendet um zentrale Komponenten und Prozesse der entsprechenden sozio-ökologischen Systeme zu definieren. In einem zweiten Schritt kann dieses Modell eines sozio-ökologischen Systems als eine Grundlage für weitere Analysen und Interpretationen, Vorschläge zu möglichen, zukünftigen, nachteiligen Auswirkungen des Klimawandels sowie Möglichkeiten für menschliche Reaktionen genutzt werden. Betrachtet man die Komplexität der Prozesse in sozio-ökologischen Systemen und das begrenzte Verständnis der kausalen Zusammenhänge, wird klar, dass es noch ein weiter Weg ist Verwundbarkeiten infolge des Klimawandels realistisch zu beurteilen. Allerdings konnte mit dem strukturierenden Rahmen und einer ersten Einschätzung der Situation in den Beispielregionen bereits eine gute Grundlage für weitere Schritte erreicht werden. Beweggründe menschlichen Verhaltens werden als Schlüssel, sowohl um die aktuelle Klimawandelverletzbarkeit zu verstehen als auch um mögliche Anpassungspfade einzuschätzen, angesehen.

Als weitere, diese Arbeit ergänzende, Schritte werden hauptsächlich die Evaluierung der Korrektheit und Belastbarkeit der entwickelten Modelle, die Ergänzung von Gewichtungsfaktoren und die Anwendung kombinierter Zukunftsszenarien bezeichnet. Über diese Arbeit hinaus kann der vorgeschlagene Rahmen auf ähnliche Beispielstudien angewendet werden um die Struktur zu überprüfen und anzupassen. Auf der konzeptionellen Seite möchte diese Arbeit jeden in diesem Feld der Verletzbarkeitsbeurteilung Beschäftigten dazu ermutigen das Kernproblem und notwendige Voraussetzungen sorgfältig zu definieren um ein angemessenes Ergebnis zu erreichen.

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