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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-91668
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9166/


Gebärdensprachen als bewegte Bilder? : Eine Untersuchung zur Anwendbarkeit von Filmbeschreibungsbegriffen auf bildliche Diskursphänomene in Deutscher Gebärdensprache (DGS)

Müller, Anke

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Gebärdensprache , Visuelle Kommunikation , Kognitive Linguistik , Filmanalyse
Freie Schlagwörter (Deutsch): Ikonizität , Diskursstrukturen , Deutsche Gebärdensprache (DGS)
Freie Schlagwörter (Englisch): sign language , cognitive linguistics , iconicity , film analysis , film studies
Basisklassifikation: 05.12 , 05.37 , 24.30 , 18.09
Institut: Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Sprache, Linguistik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Fischer, Renate (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.12.2015
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 08.06.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Gebärdensprachen weisen einen hohen Anteil ikonischer Diskursstrukturen auf, welche sich durch einen szenischen und anschaulichen Charakter auszeichnen und darin an filmische Sequenzen erinnern. Diese lassen sich aufgrund ihrer produktiven Bildhaftigkeit und Kombinierbarkeit nicht befriedigend mit traditionellen linguistischen Begriffen beschreiben. Die Dissertation greift den Topos der Filmähnlichkeit von Gebärdensprachen auf und untersucht systematisch und anhand von Sprachaufnahmen verschiedener Textsorten in Deutscher Gebärdensprache (DGS), wie und mit welchem Erfolg sich filmwissenschaftliche Beschreibungsmittel auf spezifisch gebärdensprachliche Strukturen wie Constructed Action und so genannte Klassifikatorkonstruktionen anwenden lassen. Die Fundierung einer Basisanalogie zwischen filmischen und gebärdensprachlichen Bildern ermöglicht eine Bestimmung und Operatio¬nalisierbarkeit der Filmbegriffe. Der strukturvergleichende Untersuchungsansatz nimmt die ikonischen Diskursstrukturen in Gebärdensprachen aus einer neuen deskriptiven Perspektive in den Blick und stellt filmtheoretische Beschreibungsbegriffe für eine Analyse von gebärdetem Diskurs bereit. Im Fokus liegen die zentralen Beschreibungsparameter der Einstellungs¬größe, Kamerabewegung und Kameraperspektive. Diese Kategorien lassen sich anwenden und passen zum Teil sehr gut auf gebärdensprachliche Gegebenheiten. Grenzen der Anwendung liegen dort, wo der gebärdensprachliche Bildaufbau nicht dem des Films entspricht. Im Ergebnis werden durch diesen begrifflich organisierten Vergleich die gebärdensprachlichen Spezifika in den ikonischen Strukturen deutlich.

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