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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-91993
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9199/


Einfluss der Nahrungsaufnahme auf Kolonsensitivität und -motilität bei Patienten mit therapierefraktärer chronischer Obstipation

Schulz, Sebastian

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Kolonsensitivität, Kolonmotilität, Obstipation, Nahrungsaufnahme
Basisklassifikation: 44.87 , 44.61
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Keller, Jutta (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.05.2018
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 06.07.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund: Die postprandiale Zunahme der Sensitivität gegenüber rektaler Distension bei Patienten mit RDS ist ein bekanntes Phänomen. Unklar ist demgegenüber, ob auch bei Patienten mit therapierefraktärer Obstipation die viszerale Sensitivität postprandial zunimmt und ob dies auch für kolonische Distension gilt.
Zielsetzung: Ziel der vorliegenden Studie war es, bei Patienten mit therapierefraktä-rer Obstipation die Wahrnehmungsschwellen gegenüber Dehnung im linksseitigen Kolon prä- und postprandial zu bestimmen und diese mit Änderungen der phasi-schen und tonischen Kolonmotilität sowie mit Nebendiagnosen und demographi-schen Parametern zu korrelieren.
Methodik: Retrospektive Analyse der Daten von 91 Patienten mit standardisierter Kolonmanometrie-/Barostat-Untersuchung zwischen 2007 und 2015. Ermittlung der Wahrnehmungs- und Schmerzschwellen bei kontrollierter Dehnung im linksseitigen Kolon im Nüchternzustand sowie nach Gabe einer Testmahlzeit (TM, 1000 kcal), Quantifizierung der phasischen Motilität (Motilitätsindex, MIX), sowie der tonischen Antwort auf die TM.
Ergebnisse: Postprandial kam es zu einer hochsignifikanten Steigerung der Sensitivität (gekennzeichnet durch Absenkungen der Wahrnehmungs- und der Schmerzschwellen, p<0,0001) sowie zu einer hochsignifikanten Steigerung der phasischen und tonischen Motilität (p<0,0001). Es bestand keine Korrelation zwischen Änderungen der Sensitivität und der Motilität und kein geschlechtsspezifischer Unterschied bezogen auf Sensitivitätsschwellen oder Motilität. Die Subgruppenanalyse zeigte signifikant erniedrigte interdigestive Schmerzschwellen sowie eine verminderte tonische Motilitätsantwort auf die TM bei Patienten mit zusätzlichen gastrointestinalen Motilitätsstörungen an weiter proximalen Abschnitten des GIT (jeweils p=0,03).
Schlussfolgerung: Die Sensitivität des Kolons wird auch bei Patienten mit therapierefraktärer Obstipation durch die Nahrungsaufnahme erhöht. Dies kann zum Auftreten bzw. zur Aggravierung abdomineller Beschwerden postprandial beitragen. Die Sensitivitätsänderungen sind unabhängig von der Kolonmotilität und vom Geschlecht. Hingegen können zusätzliche Motilitätsstörungen proximaler Abschnitte des GIT nicht nur mit Kolonmotilitätsstörungen assoziiert sein, sondern auch mit einer gesteigerten Sensitivität.

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