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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-92061
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9206/


Untersuchung der Emigration von Leukozyten in der experimentellen Glomerulonephritis

Investigation of the emigration of leukocytes in experimental glomerulonephritis

Koyro, Tobias Fabian

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Basisklassifikation: 44.88
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Panzer, Ulf (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 05.07.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 06.07.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Glomerulonephritiden stellen eine der häufigsten Ursachen für eine terminale Niereninsuffizienz dar. Die dabei beobachtete Infiltration von Leukozyten ist ein wichtiges Kennzeichen der humanen und experimentellen Glomerulonephritiden. In den letzten Jahren konnte in mehreren Arbeiten die Infiltration von Neutrophilen, Makrophagen, dendritische Zellen und unterschiedlichen T Zell Populationen in die Niere funktionell charakterisiert werden. Allerdings ist der Verbleib von infiltrierenden Entzündungszellen ist weitestgehend unbekannt.
Mit Kaede-transgenen Mäusen stehen genetisch modifizierte Mäuse zur Verfügung, die es erstmalig erlaubt haben, Zellen in der Niere über einen Fluoreszenzfarbstoff zu markieren. In renalen Zellen kann ein Fluoreszenzprotein (Kaede) mit einer Lichtquelle von grüner in rote Fluoreszenz umgewandelt werden. Mit Hilfe dieser Maus haben wir die Migration von Leukozyten aus der Niere heraus in sekundär lymphatische Gewebe untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass die Emigration von dendritischen Zellen in den drainierenden renalen Lymphknoten sowohl in der Homöostase als auch im Inflammationsmodell der nephrotoxischen Nephritis (NTN) elementar vom Chemokinrezeptor CCR7 abhängig ist.
Die Emigration von CD4+ T Zellen ließ sich nur während der Inflammation nachweisen, in der Homöostase ließ sich keine T Zell Emigration nachweisen.
Die Emigration von dendritischen Zellen hing sowohl in der Homöostase als auch in der Inflammation elementar vom Chemokinrezeptor CCR7 ab, dieser Befund deckt sich mit der bekannten Literatur und spricht für die Validität des etablierten Modells.
Unerwarteterweise hing die Emigration von CD4+T Zellen aus der Niere in den drainierenden Lymphknoten (im Gegensatz zu anderem peripherem Gewebe, wie z.B. der Haut) während der Inflammation nicht vom Chemokinrezeptor CCR7 ab. Obwohl die Analyse der emigrierten Zellen im lokoregionären Lymphknoten eine starke Expression des Chemokinrezeptors CXCR3 zeigte, hatte auch dieser Rezeptor keinen signifikanten Einfluss auf die Emigration von CD4 positiven T Zellen. Wir gehen daher von einem komplexeren, bisher unverstandenen Mechanismus der T Zell Emigration im Rahmen der Inflammationsreaktion der Niere im NTN Modell aus.
Kurzfassung auf Englisch: Glomerulonephritides are one of the most common causes of end stage renal failure. The observed infiltration of leukocytes is an important hallmark of human and experimental glomerulonephritis. In recent years, the infiltration of neutrophils, macrophages, dendritic cells and various T cell populations into the kidney has been functionally characterized. However, the whereabouts of infiltrating inflammatory cells is largely unknown.
Kaede transgenic mice are genetically modified mice that have for the first time allowed to mark cells in the kidney via a fluorescent dye. In the kidney, infiltrating cells containing a fluorescent protein (Kaede) can be converted with a light source from green to red fluorescence. Using this mouse, we studied the migration of leukocytes from the kidney into secondary lymphoid tissues. It has been shown that the emigration of dendritic cells in draining renal lymph nodes is fundamentally dependent on the chemokine receptor CCR7 in both the homeostasis and the inflammatory model of nephrotoxic nephritis (NTN).
The emigration of CD4+ T cells could only be detected during the inflammation, in the homeostasis we did not detect T cell emigration.
Emigration of dendritic cells in both homeostasis and inflammation depended on the chemokine receptor CCR7, which is consistent with known literature and supports the validity of the established model.
Unexpectedly, the emigration of CD4+ T cells from the kidney in draining lymph nodes (unlike other peripheral tissues, such as the skin) during inflammation did not depend on the chemokine receptor CCR7. Although analysis of the emigrated cells in the locoregional lymph node showed strong expression of the chemokine receptor CXCR3, this receptor also had no significant influence on the migration of CD4+ T cells. We therefore assume a more complex, as yet misunderstood, mechanism of T cell emigration as part of the kidney inflammatory response in the NTN model.

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