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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-92185
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9218/


Klinische Ergebnisse der Behandlung des Syndroms der Tuba aperta durch Augmentationdes epipharyngealen Tubenostiums mit Hyaluronsäure

Clinical results of the treatment of patulous Eustachian tube byaugmentation of the epipharyngeal tubal ostium with hyaluronic acid

Hartog, Franziska Juliane

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Basisklassifikation: 44.94
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Dalchow, Carsten (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.05.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 16.07.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Die Tuba Eustachii ist das Verbindungsglied zwischen dem Nasenrachenraum und dem Mittelohr und reguliert die Belüftung des Mittelohres und des Mastoids. Sie sorgt für einen Druckausgleich zwischen Paukenhöhle und Außendruck und drainiert das Mittelohrsekret. Das in dieser Arbeit betrachtete Syndrom der Tuba aperta zählt zu den Tubenventilationsstörungen und bringt für erkrankte Personen große physische und psychische Belastungen mit sich.
Die Tuba aperta lässt sich als chronisch geöffnete Tube mit dem Hauptsymptom der Autophonie beschreiben. Bisherige Therapieansätze umfassen medikamentöse Behandlungen, operative Eingriffe oder die minimal-invasive Verwendung von Substanzen mit dem Ziel einer Einengung. Die in der vorliegenden Arbeit untersuchte minimal-invasive Augmentation mit Hyaluronsäure zeigt in ihren Ergebnissen, dass dem Verfahren ein hoher Stellenwert als Alternative zu anderen Verfahren zukommt. Dies scheint auch unter der Einschränkung zutreffend, dass die Validität der erhaltenen Ergebnisse nicht mit solchen für größere Patientenkollektive vergleichbar ist.
Die Fallstudie von 21 Patienten mit insgesamt 27 Erkrankungen einer klaffenden Tube und 35 Eingriffen einschließlich Revisionseingriffen im Zeitraum von 2010 bis 2015 bezieht sich auf die Erfassung von Behandlungserfolgen nach Augmentation mit Hyaluronsäure in das Tubenostium und einer resultierenden Verengung der Tube. Weiteren klinischen Studien wird es überlassen bleiben, mit größeren Patientenzahlen und auch mit längeren Untersuchungszeiträumen zu noch stärker belastbaren evidenzbasierten Aussagen über den Therapieerfolg zu kommen.
Die Grundlage der Ermittlung bildeten zunächst die den bereitgestellten Patientenakten entnommenen Anamnese-, Diagnostik- und Operationsdaten. Im Rahmen der Arbeit wurden dazu Telefoninterviews mit den Patienten durchgeführt. Bei den Ermittlungen zu den Kontaktdaten ergab sich, dass zwei Patienten bereits verstorben waren. Zur Auswertung gelangten die in den Interviews gegebenen persönlichen Rückmeldungen zur Befindlichkeit sowie ggf. vorliegende Angaben in den Akten zu individuellen Beschwerden. Die Interviews fanden zwischen acht Monaten und viereinhalb Jahren nach der letzten Vornahme des Eingriffs statt. Die Symptome der Erkrankung waren zu diesem Zeitpunkt bei vier Patienten (zwei Frauen, zwei Männer) vollständig behoben, bei sechs Patienten (drei Frauen, drei Männer) dauerhaft oder zumindest ein Jahr lang verbessert. Bei neun Patienten zeigte sich kein andauernder Therapieerfolg, in Einzelfällen trat allerdings eine Besserung nach dem zweiten bzw. dritten Eingriff ein.
Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass eine Tubenaugmentation mit Hyaluronsäure ein geeignetes Therapieverfahren darstellt. Die untersuchte Fallzahl von 35 Eingriffen ermöglicht es nicht, belastbare statistische Auswertungen vorzunehmen, doch scheint es wegen der erhaltenen Ergebnisse nach Aktenlage und nach den Rückmeldungen der Patienten gut begründet, die prognostizierte Eignung der Tubenunterspritzung mit Hyaluronsäure als eine mögliche Standardtherapie bei Tuba aperta in größerem Umfang zu überprüfen. Allerdings ergibt die durchgeführte Literaturrecherche, dass hier ebenso wie bei den dargestellten alternativen Verfahren ein sog. Goldstandard für die Behandlung der Tuba aperta noch nicht in greifbare Nähe gerückt ist.
Kurzfassung auf Englisch: The tuba Eustachii is the connecting link between the nasopharynx and the middle ear and regulates the ventilation of the middle ear and mastoid. It compensates the pressure between the cavity and the external pressure and drains the middle ear secretion. The syndrome of the tuba aperta considered in this study is one of the tube ventilation disorders that cause severe physical and psychological stress for the sick.
The tuba aperta can be described as a chronically opened tube with the main symptom of autophony. Previous therapeutic approaches include drug treatments, surgical interventions or the minimally invasive use of substances that cause constriction. The results of the minimally invasive augmentation with hyaluronic acid examined in the present study show that this procedure is highly valued as an alternative to other procedures. This also seems to be true under the restriction that the validity of the obtained results is not comparable with those for larger patient groups.
The case study of 21 patients with a total of 27 diseases of a gaping tube and 35 interventions including revision surgery in the period from 2010 to 2015 refers to the recording of treatment successes with regard to a special minimally invasive form of therapy, the augmentation with hyaluronic acid in the tube ostium and the resulting constriction of the tube. It will be left to further clinical studies to come up with evidence-based statements on the success of the therapy based on larger patient numbers and longer examination periods.
Initially, the basis for the determination was formed by the anamnesis, diagnostic and surgical data taken from the files provided. Telephone interviews with patients were conducted as part of the work. In the investigation of the contact data. It turned out at the beginning that two patients had already died. The evaluation was based on the personal feedback given in the interviews on the patient's state of health and, if applicable, on written information on individual complaints. The interviews took place between eight months and four and a half years after the last intervention. The symptoms of the disease were completely repaired in four patients (two women, two men) and improved in six patients (three women, three men) permanently or for at least one year. Nine patients showed no lasting therapeutic success, but in individual cases an improvement occurred after the second or third revision.
The results suggest that tube augmentation with hyaluronic acid is a suitable therapy method. The number of cases of 35 interventions does not allow reliable statistical evaluations to be carried out, but the results obtained in accordance with the medical records and the positive feedback from the patients seem to justify a more extensive examination of the predicted suitability of tuba injection with hyaluronic acid as a possible standard therapy for tuba aperta. However, the literature research carried out reveals that a so-called gold standard for the treatment of tuba aperta will not be achieved, and so it is with the alternative methods described above.

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