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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-92314
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9231/


Charakterisierung der 5q-Deletion beim Prostatakarzinom

Ahmed, Malik Mudabar

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Prostatakarzinom , 5q-Deletion , 5q13 , 5q21 , TMPRSS2:ERG-Fusion
Basisklassifikation: 44.51 , 44.46
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Sauter, Guido (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.06.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 19.07.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Die Deletion des Chromosom 5q ist mit einer aggresiven ERG-negativen Teilmenge der Prostatakarzinome verknüpft. Globale Kopienzahlstatistiken weisen auf zwei Deletionsherde hin, nämlich 5q13 und 5q21, die (5q21) bereits vormals analysiert wurde. Um mehr über den Beitrag dieser Deletionsherde für die Biologie des Prostatakarzinoms zu erfahren, haben wir eine ergänzende FISH-Analyse von 5q13 und 5q21 in einer breiten TMA mit 12,427 Prostatakarzinomen, welche einer klinischen und molekularen Datenbank angeschlossen sind. Die Deletion von 5q13 wurde in 926 (13.5 %) von 6,866 und die Deletion von 5q21 in 793 (10%) von 7,932 erfolgreich analysierten Karzinomen gefunden. Beide Deletionen waren mit einem fortgeschrittenen Tumorstadium, einem hohen Gleasongrad und einer frühen biochemischen Rekurrenz verknüpft (P<0.0050 jeweils). Deletionen von 5q13 traten unabhängig von 5q21 Deletionen bei der weiten Mehrheit der 5q alterierenden Karzinomen auf: 81% (926/1137) aller 5q deletierten Karzinome wiesen entweder isolierte Verluste am 5q13 (49,4%) oder am 5q21 (32%) auf. Isolierte 5q21-Deletionen oder Ko-Deletionen beider loci waren stark verknüpft mit ERG-negativen Karzinomen (P<0.0001). In Kontrast dazu war die isolierte 5q13-Deletion unabhängig vom ERG-Status (49.4% in ERG-negativen und 50.1% in ERG-positiven). Karzinome mit Ko-Deletionen von 5q13 und 5q21 hatten eine schlechtere Prognose als Karzinome mit isolierten 5q13- oder 5q21-Deletionen (P=0.0080). Multivariate Statistiken mit prognostischen Parametern, die zum Zeitpunkt der initialen Biopsie zur Verfügung stand, weisen darauf hin, dass die Analyse der 5q- (q13 oder q21) Deletion hilfreich für die Identifikation von hochrisiko Patienten sein könnte, die eine umfangreiche Behandlung benötigen. Zusammenfassend identifizieren unsere Ergebnisse zwei Arten von 5q-Deletionen, die bezüglich der klinischen Relevanz vergleichbar sind, aber verschiedenen Untergruppen von Prostatakarzinomen angehören. Die Bestimmung des Status der 5q-Deletion könnte nützlich für die Einschätzung der Aggressivität des Karzinoms zum Zeitpunkt der Biopsie sein.

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