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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-92739
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9273/


Einfluss der ATG-induzierten Hyperbilirubinämie auf das Überleben von Patienten nach allogener Blutstammzelltransplantation

Influence of the ATG-induced hyperbilirubinemia on the survival of patients who underwent allogeneic hematopoietic stem cell transplantation

Janson, Dietlinde

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SWD-Schlagwörter: Bilirubin , Knochenmarktransplantation
Basisklassifikation: 44.86
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Ayuketang, Francis (PD. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.03.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 16.08.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Die allogene hämatopoietische Stammzelltransplantation stellt eine kurative Behandlungsform bei vielen hämatologischen Erkrankungen dar.
Neben dem Rezidiv der Grunderkrankung ist die Transplantations-assoziierte Mortalität (TRM) die häufigste Todesursache nach Transplantation. Durch die Einführung dosis-reduzierter Regime konnten die Rate an Transplantations-assoziierten Toden reduziert werden und die Transplantation kann heutzutage auch bei älteren und komorbiden Patienten eingesetzt werden.
Im Rahmen dieser retrospektiven Arbeit wurde ein aus 725 erwachsenen Patienten (Grunderkrankungen AML, MDS, MPN) bestehendes Kollektiv hinsichtlich des Einflusses einer Bilirubinwerterhöhung von ≥2 mg/dl auf das Ein-Jahres-Gesamtüberleben zu verschiedenen Zeitpunkten vor und nach Transplantation als primärer Endpunkt untersucht. Die Rate an einem Transplantationsbedingtem Versterben (TRM) und auch das Auftreten eines Krankheitsrezidives sowie einer akuten GvHD an Tag 100 nach Transplantation waren sekundäre Endpunkte.
Der Einfluss des Bilirubinanstieges wurde zu den folgenden Zeitpunkten untersucht: vor Konditionierungsstart, während den Tagen -2 bis +2 vor/nach Transplantation (Phase der ATG-bedingten Hyperbilirubinämie), ab Tag 4 nach Transplantation und zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten (ATG-Phase und erneut ab Tag +4).
Eine Bilirubinerhöhung zum Zeitpunkt der ATG-Phase hatte keinen signifikanten Einfluss auf das Gesamtüberleben und die TRM-Rate. Hingegen hatten Patienten, die beginnend ab Tag 4 nach Transplantation einen Bilirubinanstieg aufwiesen, ein signifikant schlechteres Ein-Jahres-Gesamtüberleben (p<0,001, RR 1,99) und eine erhöhte TRM-Rate (p=0,003). Patienten mit einem Bilirubinanstieg ≥2 mg/dl zu zwei verschiedenen Zeitpunkten (ATG-Phase und auch dann erneut ab Tag 4) hatten ebenfalls ein signifikant schlechteres Gesamtüberleben nach einem Jahr (p<0,001, RR 1,62) und eine erhöhte TRM-Rate (p=0,007) wobei sich hier auch eine höhere Rezidivrate zeigte (p=0,003).
Die kumulative Inzidenz einer akuten GvHD an Tag 100 war zu keinem Zeitpunkt erhöht.
Die Ursache der Hyperbilirubinämie war nach Aktenlage in 93,2% der Fälle eine akute Toxizität. Eine Lebervenenverschlusserkrankung (VOD) und eine akute GvHD der Leber wurden nur in 3,6 bzw. 3,2% der Fälle bestätigt, wobei Leberbiopsien nur selten durchgeführt wurden.
Für die genauere Differenzierung der Ursachen einer Hyperbilirubinämie wären regelmäßige Leberbiopsien nötig. Diese können jedoch aufgrund der hohen Blutungsbedingten-Komplikationsrate nicht standardmäßig durchgeführt werden.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of this retrospective study (725 adult patients with AML, MDS and MPN, who underwent allogeneic haematopoietic stem cell transplantation) was to analyse the impact of hyperbilirubinemia on the one-year overall-survival (primary endpoint) and the incidence of TRM (transplant related mortality), relapse and acute GvHD (secondary endpoints) at different time-points of the peri- and early post-transplant period, especially during days -2 until +2 (ATG-induced hyperbilirubinemia).
Hyperbilirubinemia during the ATG-phase had no impact on the one-year-overall survival after stem cell transplantation, whereas hyperbilirubinemia beginning from day 4 after transplantation had a negative impact on the overall-survival (p<0,001, HR 1,99). Patients, who showed hyperbilirubinemia at two different time-points (during day -2 until +2 and again from day +4 on) also showed an inferior overall-survival (p<0,001, HR 1,63).

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