FAQ
© 2018 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-92839
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9283/


Evaluation der Attraktivität und Alterseinschätzung nach ästhetischen Gesichtsbehandlungen mit Botulinumtoxin A und dermalen Fillern

Evaluation of perception of attractiveness and age after non-invasive aesthetic facial treatments with botulinum toxin type A and dermal fillers

Davids, Miriam

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (12.430 KB) 


Freie Schlagwörter (Deutsch): Attraktivität , Attraktivitätsforschung , Alterseinschätzung , Botulinumtoxin A , dermale Filler
Freie Schlagwörter (Englisch): Facial attractiveness , perception of age , aesthetic medicine , botulinum toxin type A , hyaluronic acid filler
Basisklassifikation: 77.99 , 70.99 , 71.99 , 44.99
Institut: Chemie
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kerscher, Martina (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.08.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 31.08.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Die Vorteile physischer Attraktivität in sozialen Interaktionen werden von der sozialpsychologischen Attraktivitätsforschung für nahezu alle Lebensbereiche bestätigt, aus evolutionsbiologischer Perspektive sind vor allem junge Gesichter attraktiv. Mit dem biologischen Alterungsprozess bilden sich jugendliche Gesichtsmerkmale zurück. In einer Gesellschaft, in der immer mehr ältere Menschen mit einer hohen Lebenserwartung bei einem guten Gesundheitszustand und der Orientierung an einem „active aging“ leben, wächst der Wunsch nach einem dem gefühlten Alter entsprechenden jüngeren, attraktiven Aussehen.
Durch den Fortschritt der ästhetischen Medizin scheinen die Prävention altersbedingter Veränderungen und die Wiederherstellung eines jugendlichen Erscheinungsbildes nicht länger allein durch plastisch-chirurgische Eingriffe, sondern auch mittels nicht-invasiver ästhetischer Interventionen möglich. Die Anzahl minimalinvasiver Gesichtsbehandlungen mit Botulinumtoxin A und hyaluronsäurehaltigen Dermalfillern ist in den letzten 15 Jahren exponentiell gewachsen. Dabei bilden Frauen im mittleren Alter von 35 bis 50 Jahren die größte Patientengruppe. Die Motivation der Patientinnen ist, jünger und, damit impliziert, attraktiver auszusehen. Zahlreiche Studien zu ästhetischen Injektionsbehandlungen des Gesichtes mit Botulinumtoxin A, Hyaluronsäure und Calcium-Hydroxylapatit zeigen eine hohe Patientenzufriedenheit mit positiven Auswirkungen auf die Lebensqualität, die Selbsteinschätzung der Attraktivität und das gefühlte Alter und weisen deren faltenreduzierende Effektivität bei guten Sicherheitsprofilen nach.
Bislang existieren nur wenige Studien, die die Attraktivitäts- und Alterseinschätzung mittels Fremdwahrnehmung evaluieren und somit eine verjüngende und attraktivitätssteigernde Wirkung minimalinvasiver ästhetischer Verfahren objektivieren können. Zielsetzung der Dissertation war es, diese Lücke zu schließen.
Die Evaluation der Attraktivitätsbewertung und Alterseinschätzung erfolgte mittels Ratings von in randomisierter Reihenfolge gezeigten, standardisierten Portrait-Fotoaufnahmen und Videoaufzeichnungen von Patientinnen vor und vier Wochen nach ästhetischen Injektionsbehandlungen mit Botulinumtoxin A, Hyaluronsäure- und Calcium-Hydroxylapatit-Fillern.
Im Ergebnis weisen die Beurteilungen der Attraktivität und des Alters der Patientinnen eine sehr hohe Raterübereinstimmung auf, es kann jedoch anhand der durchgeführten empirischen Untersuchungen keine verallgemeinernde Aussage getroffen werden, dass jedes Individuum von einer minimalinvasiven Behandlung mittels Botulinumtoxin-A-Injektionen, Unterspritzungen mit Hyaluronsäure oder einer Volumenaugmentation mit Calcium-Hydroxylapatit-Filler profitiert und eine verjüngende und attraktivitätssteigernde Wirkung erzielt wird.
Eindeutig bestätigt wird hingegen die Hypothese „jung = attraktiv“. Die Attraktivitätsbewertung der Patientinnen sinkt mit zunehmendem Lebensalter und zwar unabhängig von den durchgeführten minimalinvasiven Behandlungen.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende