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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-93002
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9300/


Examining the factors affecting foreign direct investment inflows in Pakistan : an empirical analysis of three individual models

Untersuchung der Faktoren, die ausländische Direktinvestitionen in Pakistan beeinflussen : eine empirische Analyse von drei individuellen Modellen

Serfraz, Ayesha

Originalveröffentlichung: (2018) European Journal of Business and management, Asian Journal of Economics and Empirical Research
pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: FDI inflow , Pakistan , terrorism , education , labor productivity , sector productivity
Freie Schlagwörter (Deutsch): FDI-Zuflüsse , Pakistan , Terrorismus , Bildung , Produktivität
Freie Schlagwörter (Englisch): FDI inflows , Pakistan , terrorism , education , productivity
Basisklassifikation: 83.40 , 83.39 , 83.46 , 83.31
Institut: Wirtschaftswissenschaften
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Arne, Heise (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.09.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 20.09.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Besonders für ein Entwicklungsland sind Ausländische Direktinvestitionen (ADI) sehr wichtig, um ausreichend Ressourcen zu erhalten, welche den Wachstums- und Entwicklungsprozess beschleunigen können. Es existieren jedoch viele Faktoren, welche ein Hindernis für mehr ausländische Direktinvestitionen darstellen. Im Falle Pakistans sind die ADIs zwar sehr hoch, diese reichen jedoch nicht aus, um die doppelten Lücken von Ersparnisse im Verhältnis zu Investitionen und Exporte im Verhältnis zu Importen zu beseitigen. Eines der wichtigsten Hindernisse bei Direktinvestitionen ist der Terrorismus. Anstatt sich auf externe Faktoren zu konzentrieren, verwendet das erste Papier religiöses Sektierertum oder sektiererischen Terrorismus als Auslöser für den Terrorismus in Pakistan. Die internen, in Pakistan vorherrschenden Bedingungen sind extrem feindselig in Bezug auf Direktinvestitionen, primär wegen Morden im Namen verschiedener Sekten; insbesondere durch die schiitisch-sunnitische Unruhen. Ehrenmorde und Unterschiede in der Religionsauslegung heizen die Unruhen weiter an. Diese Probleme führen nicht nur zu einer Fehlallokation von Ressourcen, sondern auch zu einer Abschreckung ausländischer Investoren, was wiederrum zu geringen Zuflüssen von ausländischen Direktinvestitionen führt. Daraus resultierend wird das Wirtschaftswachstum negativ beeinflusst, welches empirisch durch Kointegrationsanalyzen und Error Correction Modelle gezeigt wurde.

Im zweiten Papier wurde die Beziehung zwischen ADI-Zuflüssen, Arbeitsproduktivität und Bildung empirisch analysiert. Zweifellos ist Arbeitskraft der wichtigste Produktionsfaktor des Landes, allerdings ist die Mehrheit der Bevölkerung nicht gut genug ausgebildet, um direkt von den ADIs zu profitieren.
Die hierdurch übertragene Technologie bietet aufgrund mangelnder Bildung sowie mangelnder produktiver Arbeit keine ausreichenden Verbesserungen für die Bevölkerung. In dieser zweiten Dissertationsarbeit wurde festgestellt, dass ADI-Zuflüsse definitiv die Arbeitsproduktivität durch neue Technologien und Innovationen steigern, aber auch zu Arbeitslosigkeit führen, da Arbeit durch Kapital ersetzt wird und nur sehr wenige Menschen mit dem notwendigem technischen Know-how ausgestattet sind. Auch Multinationale Unternehmen schaffen Ungleichheit, indem sie gebildete Leute einstellen und ihre Fähigkeiten durch weitere Ausbildung verbessern, wodurch sich die Unterschiede in Lohnsatz und Lebensstandard weiter vergrößern.
Die Bereitstellung von allgemeiner Bildung liegt dagegen in der Verantwortung der einheimischen Regierung, deren Investitionen in diese zu gering sind. Die Ergebnisse des Breitung-Candelon-Tests und des Breitung-Schrieber-Granger-Kausalitäts-Tests zeigen auch, dass ADI-Zuflüsse zwar zu einem Anstieg der Arbeitsproduktivität in Pakistan führen, aber dieser Anstieg aufgrund der geringen Bildungsausgaben der Regierung sowie der niedrigen, vorher vorhandenen Arbeitsproduktivität zu gering ist.

In der dritten Abhandlung der Dissertation wurden Sektoren-bezogene Studien durchgeführt, in denen die Verbindungen zwischen ADI-Zuflüssen und sieben verschiedenen Sektoren der Pakistanischen Wirtschaft zusammen mit den in diesen Sektoren beschäftigten Arbeitskräften analysiert und geprüft wurden.
Obwohl Pakistan ein Agrarland ist, in dem die Mehrheit der Bevölkerung in diesem Sektor beschäftigt ist, gehen mehr ADIs in Industrie- und Dienstleistungssektoren (einschließlich der damit verbundenen Teilsektoren) als in den Agrarsektor. Dennoch werden in diesen beiden Sektoren (Industrie und Dienstleistungen) nicht die maximal möglichen Vorteile durch ADIs genutzt, da die Arbeit nicht produktiv genug ist.
Die empirische Analyze hat gezeigt, dass Sektoren mit einer hohen Anzahl an qualifizierten Arbeitskräften nicht nur mehr ausländische Direktinvestitionen anziehen, sondern auch durch Spillover Effekte von den ausländischen Direktinvestitionen in anderen Sektoren profitieren und gleichzeitig die Arbeitsproduktivität steigt. Diese Spillover Effekte finden sich in Form von Abhängigkeiten zwischen Sektoren. Wenn z.B. der Textilsektor von Baumwolle abhängig ist, die im Agrarsektor hergestellt wird, wird der Textilsektor ebenfalls betroffen sein, wenn weniger ADIs in den Agrarsektor fließen.

Wenn Pakistan mehr ADI-Zuflüsse anziehen will, müssen solche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die inneren Frieden und Stabilität bringen können. Auch ohne produktive, gebildete und qualifizierte Arbeitskräfte können die Direktinvestitionen nicht in vollem Umfang genutzt werden. Zu diesem Zweck muss die Regierung dem Bildungssektor mehr Aufmerksamkeit widmen, um so einen Bildungsgrundstock zu schaffen, der es den Arbeitern ermöglicht, von den ADIs zu profitieren. Darüber hinaus benötigen einzelne rückständige Sektoren wie die Landwirtschaft mehr Aufmerksamkeit der Regierung, um sie mithilfe des extensiven Einsatzes moderner Technologien zur Steigerung ihrer Produktivität zu mechanisieren.
Kurzfassung auf Englisch: Foreign direct investment inflows are very important especially for a developing country in order to get enough resources which could accelerate the process of growth and development. However, there are many factors which act as an obstacle to attract more FDI inflows. In the case of Pakistan, although a large sum of FDI is being attracted but it is not enough to remove the dual gaps of saving-investment and exports-imports. One of the most important obstacles is terrorism, but instead of focusing on external factors, the first paper uses sectarianism or sectarian terrorism as a catalyst for terrorism in Pakistan. The internal conditions are extremely hostile due to killings in the name of different sects; most importantly Shia-Sunni riots. Honor killings and differences in dogmatic beliefs add fuel to fire. The issue of sectarianism is not only leading to misallocation of resources but also discouraging foreign investors, resulting in low FDI inflows.This has also been proved by empirical findings of Cointegration analysis and error correction models.
Moving down to narrow factors, in the second paper, the relationship between FDI inflows, labor productivity, and education has been empirically analyzed. Undoubtedly, labor is the most important factor of production in the country since Pakistan is a labor abundant country and majority of the population is not educated enough to have proper knowledge and skills to obtain maximum gains from FDI inflows. The technology being transferred due to FDI is not providing sufficient benefits due to lack of educated and productive labor. Provision of education, on the other hand, is the responsibility of the domestic government which is not investing enough in the field of education. The results of Breitung-Candelon and Breitung-Schrieber Granger Causality test also indicate that though FDI inflows lead to an increase in labor productivity in Pakistan but full gains are not being obtained due to low labor productivity because of low spending on education by the government.
Analyzing the bottom relationships and impacts, in the third paper of dissertation, a sector-wise study has been conducted where the nexus between FDI inflows and a panel of seven major sectors of Pakistan’s economy along with labor employed in those respective sectors, has been tested. Pakistan despite being an agricultural country, having a majority of the population employed in the said sector, is having more gains from FDI inflows in industrial and services sectors (including their related sub-sectors) as compared to the agriculture sector. The empirical analysis proved that sectors which have a high number of educated workers are not just attracting more FDI inflows, but are also gaining spillover benefits from FDI along with an increase in labor productivity. The spillover effects are also found in the form of one sector benefitting the other. If Pakistan wants to attract more FDI inflows, it must devise such policies which can bring internal peace and stability. Also without having productive, educated and skilled labor, it is not possible to reap full benefits from FDI inflows. For this purpose, the government must give more attention to education so that labor is educated enough to absorb the gains from FDI inflows. In addition, individual backward sectors like agriculture also need more government attention to mechanize it through extensive use of modern technology for increasing its productivity.

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