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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-93559
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9355/


Wissen und Einstellungen zur Palliativmedizinischen Versorgung und Lehre bei Medizinstudierenden

Knowledge and attitudes of medical students about palliative medicine and teaching

Stodieck, Jochen

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Hochschullehre , Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf , Sterbehilfe , Würde , Patientenverfügung , Palliativmedizin
Freie Schlagwörter (Deutsch): bedside teaching , Studierendenbefragung
Basisklassifikation: 44.07
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Mehnert, Anja (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.08.2018
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 22.10.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Die Palliativmedizin beschäftigt sich mit Fragen der Schmerzlinderung, wie Lebensqualität und die Würde des Patienten aufrecht erhalten werden können und wie unsere Gesellschaft generell mit Sterbenden umgehen möchte. Bestehende Studien begleiten dieses relativ junge Fach seit der Etablierung an medizinischen Fakultäten. Welches Wissen zur Palliativmedizinischen Versorgung Studierende der Humanmedizin haben und welche Einstellungen und Meinungen die Mediziner von morgen vertreten, dazu gibt es nur wenige Untersuchungen. So ist es das zentrale Forschungsinteresse der vorliegenden Arbeit, Humanmedizin-Studierende des Klinischen Abschnitts am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf dahingehend zu untersuchen.
Hierfür ist eine Befragung mit selbst entwickelten Fragebögen durchgeführt worden, die ebenfalls eine Vergleichsgruppe von Studierenden der Zahnmedizin berücksichtigt. Insgesamt sind 121 Fragebögen ausgefüllt und ausgewertet worden. Es zeigt sich, dass viele Studierende der Humanmedizin bereits vor dem Studium Erfahrungen mit dem Tod gemacht haben. Sie haben beispielsweise in Pflegeeinrichtungen oder bei Rettungsdiensten gearbeitet (83%). Humanmedizin-Studierende kennen sich generell nicht besser mit dem Thema Palliativmedizin aus als die Vergleichsgruppe. Es fehlt teilweise an Definitions- und juristischem Grundlagenwissen. Dennoch besteht ein hohes Interesse der angehenden Humanmediziner am universitären Lehrfach Palliativmedizin (38%). Der Mediziner von morgen erwartet in seinem Studium ein besonderes Training zur Kommunikation im Rahmen der universitären Lehre (67%). Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die universitäre Lehre den Anforderungen der Jungmediziner noch nicht vollkommen gerecht wird. Eine weitere Festigung und Etablierung des Fachs an deutschen Fakultäten ist notwendig. Um die Weiterentwicklung der Lehre und den aktuellen Wissensstand der Humanmediziner fortlaufend zu überprüfen, kann die vorliegende Arbeit Grundlage für künftige Untersuchungen sein.
Kurzfassung auf Englisch: Palliative Medicine concerns itself with topics of pain relief, how quality of life and the dignity of patients can be assured and how our society in general wants to confront itself with dying patients. Existing studies try to accompany the process of this emerging subject at medical faculties. Only a few studies highlight what knowledge about palliative medicine medical students possess and what predispositions and opinions these physicians of tomorrow might have. The primary research topic of this paper will therefore be to interview medical students at the clinical section of the University Hospital Hamburg-Eppendorf about the mentioned subjects.
A survey with self-developed questionnaires examined one group, while a control group, comprised of dental students, covered another data set. In total, 121 questionnaires were filled out. Many students of human medicine already have experiences with death. For example, some of them have worked in patient-care facilities or with emergency medical services (83%). Human medicine students generally do not possess more knowledge about palliative medicine than the control group. To some extent, there is a lack of basic and legal knowledge. Nevertheless, a high interest for the university courses concerning palliative medicine can be shown by these prospective physicians (38%). The health professional of the future expects a particular training for communication during university teachings (67%).
The results of this study show that most university curriculums fail to adequately cover the requirements of these young doctors. A further consolidation and establishment of this subject is necessary. This study can be used as a foundation for future research into university developments and the knowledge of medical students.

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