FAQ
© 2018 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-93669
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9366/


Neomaterialismus und die Operativität des Sozialen

New Materialism and the Operativity of the Social

Beutler, Adrian

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (1.668 KB) 


SWD-Schlagwörter: Soziologie , Ontologie , Systemtheorie , Materialismus , Materialität
Freie Schlagwörter (Deutsch): Sozialtheorie , Praxistheorie , Neomaterialismus
Basisklassifikation: 71.02
Institut: Sozialwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Stäheli, Urs (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.10.2016
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 23.10.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Die Arbeit beschäftigt sich mit dem sozialtheoretischen Potential aktueller neomaterialistischer Theorien. Sie argumentiert, dass der entscheidende Beitrag der Neomaterialisten für die Sozialtheorie darin besteht, dass sich bei ihnen die Elemente eines konsequent operativen (d.h. von Ereignissen ausgehenden) ontologischen Vokabulars finden, für welches ein sozialtheoretischer Bedarf besteht.
Die Arbeit gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil zeigt auf, dass sich neomaterialistische Ansätze als Radikalisierung einer Tendenz verstehen lassen, die sich in ganz unterschiedlichen Bereichen der sozial- und kulturwissenschaftlichen Theoriebildung feststellen lässt: dem Interesse an einer operativen Konzeption von Sinn, die zugleich auf dessen konstitutive Materialität stößt. Anhand der Diskussion von Praxistheorie und (Luhmannscher) Systemtheorie wird der Bedarf an einer solchen Radikalisierung im Bereich der Sozialtheorie aufgezeigt.
Im zweiten Teil werden anschließend in Auseinandersetzung mit vier neomaterialistischen Autoren (Bruno Latour, Manuel DeLanda, Gilbert Simondon und Brian Massumi) die begrifflichen Kernelemente eines „operativen Materialismus“ identifiziert: einer Ontologie, die auf jegliche Voraussetzung transzendenter Formen verzichtet, und deshalb gleichsam vom Ereignis des „Geschehens“ der Welt ausgehen muss.
Der dritte Teil schließlich wendet das im zweiten Teil erarbeitete ontologische Vokabular gewissermaßen an und nutzt es unter Rückbezug auf die Diskussion des ersten Teils für die Skizzierung eines Vorschlags für eine operativ-materialistische Sozialtheorie. Dabei wird eine Art Konvergenz von Systemtheorie und Praxistheorie sichtbar: Eine operativ radikalisierte Theorie der Praxis lässt sich verbinden mit einer materialistischen Reformulierung von Luhmanns Kommunikationstheorie. Diese ontologisch-sozialtheoretischen Umstellungen eröffnen zugleich neue analytische Perspektiven: es werden die Umrisse einer Soziologie sichtbar, die zugleich die Eigendynamik ihres Gegenstandes wie dessen konstitutive ökologische Verstricktheit in die Welt für empirische Beschreibungen/Erklärungen zu berücksichtigen vermag.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende