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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-94292
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9429/


Die Bedeutung von CD73-Genpolymorphismen für die akute zelluläre Abstoßung nach Lebertransplantation

Onken, Lena Elisabeth

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Basisklassifikation: 44.61
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Koch, Martina (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.10.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 29.11.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Die Transplantation ist für viele Lebererkrankungen die einzige kurative Therapiemöglichkeit. Dabei sind akute Abstoßungsreaktionen (AA) häufig, welche bei wiederholtem Auftreten das Outcome verschlechtern. Um sie zu verhindern, ist bei jedem Patienten eine lebenslange Immunsuppression notwendig, die mit schweren Nebenwirkungen einhergehen kann. Ziel muss es sein die Dosis der Medikamente in einem individuellen Therapieprotokoll gering zu halten, ohne das Risiko der Transplantatabstoßung zu erhöhen. Dafür ist es notwendig das Abstoßungsrisiko (AR) der Personen präoperativ abschätzen zu können. Neben anderen Einflüssen auf das AR werden auch genetische Faktoren, z.B. in Form von Single Nucleotide Polymorphismen (SNP) diskutiert. Da diese Biomarker von prognostischem Wert für die Einschätzung des individuellen AR sein könnten, sind SNPs auf der DNA der Organempfänger von großem Interesse. In der vorliegenden Arbeit werden drei SNPs (rs9450279, rs4458647 und rs6922) analysiert, die in der Region der DNA liegen, die für das Protein CD73 kodieren. Es ist bekannt, dass Adenosin als Produkt des Enzyms CD73 in Zusammenhang mit der Regulation des Immunsystems und der Regulation von Entzündungsmechanismen steht und auf diese Weise die AA nach Lebertransplantation beeinflussen könnte. Die drei SNPs werden hinsichtlich eines Zusammenhangs mit der AA untersucht. Erstlebertransplantierte Patienten mit AA (n=70) und Patienten ohne AA (n=138) werden miteinander verglichen. Es handelt sich um ein retrospektives Studiendesign mit einem Beobachtungszeitraum von 365 Tagen. Mit der isolierten DNA aus den Blutproben der Patienten werden die SNPs durch Endpunktgenotypisierung bestimmt. In Form einer explorativen, multivarianten Analyse wurden für die SNP rs9450279 und rs4458647 im dominanten Vererbungsmodel (rs9450279TTàCC+CT p=0,569, rs4458647CCàCT+TT p=0,569), im rezessiven Vererbungsmodell (rs9450279CCàCT+TT p=0,585, rs4458647TTàCC+CT p=0,533) als auch im kodominanten Vererbungsmodell (rs9450279CTàCC+TT p=0,751, rs4458647CT=CC+TT p=0,692) keine signifikanten Unterschiede in der Verteilung der SNPs gefunden. Für den SNP rs6922 ergab sich im dominanten Vererbungsweg ein leicht signifikantes Ergebnis (rs6922TTàGG+GT p=0,046). Beim rezessiven (rs6922GGàGT+TT p=0,733) und kodominanten (rs6922GTàGG+TT p=0,079) Vererbungsweg ergaben sich keine Signifikanzen. Die Ergebnisse geben für rs9450279 und rs4458647 keinen Hinweis auf eine Assoziation mit der AA. Diese SNPs sind deshalb ungeeignet das Risiko einer AA präoperativ zu kalkulieren. Für rs6922 ergibt sich ein Hinweis auf eine Assoziation und möglicherweise einen Biomarker zur Anzeige des AR.

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