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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-94327
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9432/


Über den Einfluss der Perioperativen Allogenen Bluttransfusion auf das Onkologische und Gesamtüberleben nach Radikaler Zystektomie

Impact of Perioperative Blood Transfusion on Oncological and Overall Survival after Radical Cystectomy

Gild, Philipp August Eberhard

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SWD-Schlagwörter: Zystektomie , Bluttransfusion , Überleben , Urothelkrebs
Freie Schlagwörter (Englisch): Cystectomy , blood transfusion , survival
Basisklassifikation: 44.81 , 44.65 , 44.88 , 44.52
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Aziz, Atiqullah (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 18.10.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 28.11.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Der Einfluss der PBT auf das Überleben von Patienten, die sich einer RZE in kurativer Intention unterziehen war bis ca. 2013 kaum untersucht, hiernach bietet sich eine sehr heterogene Datenlage. Diese Tatsache, sowie die in der Vergangenheit geäußerten methodologischen Einschränkungen und ausschließlich in retrospektivem Studiendesign an mitunter nicht zeitgenössischen Patientenkohorten durchgeführten Arbeiten veranlassten uns zur Durchführung der hier vorliegenden Arbeit. In unserer prospektiven, zeitgenössischen und multizentrischen Kohorte konnten wir zeigen, dass die Gabe von PBT einen negativen Einfluss in der unadjustierten Überlebensanalyse hat, sich dieser aber aufhebt, wenn Unterschiede in den Patientencharakteristika von Patienten die eine PBT erhalten versus nicht erhalten mittels IPTW abgeschwächt bzw. ausgeglichen werden. Diese Daten interpretieren wir so, dass in unserem Patientenkollektiv nicht die eigentliche PBT, sondern die Umstände, die diese bedingen, also ein fortgeschrittenes Tumorleiden, ausgeprägte Komorbidität, weibliches Geschlecht, Ursache des verringerten Überlebens von Patienten die eine PBT benötigen, sind.
Obwohl wir durch unser Studiendesign und statistische Methodik eine Minimalisierung möglicher Confounder zu erreichen versuchten, bieten sich weiterhin zahlreiche mögliche Störquellen (s.o.). Da eine abschließende Klärung der Frage mittels idealerweise randomisiert kontrolliertem Studiendesign ethisch nicht vertretbar sein kann, sollten sich zukünftige Studienvorhaben neben einer genauen Erkundung der Ursachen und möglicher Prävention von TRIM insbesondere um eine verbesserte Prävention der PBT richten. Beispiele hierfür sind aktuelle Arbeiten, die über das perioperative Volumenmanagement, bzw. Gabe von Hämostyptika eine signifikante Reduzierung des perioperativen Blutverlusts bzw. der Gabe von PBT bei Patienten die eine RZE unterlaufen, erreichen konnten.
Kurzfassung auf Englisch: The impact of PBT on survival in patients that undergo curatively intended radical cystectomy (RC) had received only limited study up to 2013. Studies published thereafter were inconclusive and partly contradictory. Notably, the majority of these studies relied on retrospective study design, patient cohorts that spanned several decades and possibly methodological inconsistencies. These shortcomings let us to propose the current work. Using a contemporary, multi-institutional cohort of prospectively enrolled patients, we were able to demonstrate that PBT have a significant impact in unadjusted survival analyses. However, after mitigating imbalances in patient characteristics via IPTW, we found that this association no longer held true. Our interpretation of these data is that in our patient cohort, the circumstances necessitating PBT, such as advanced disease stage, comorbidities, or female gender are the cause of inferior survival, regardless of PBT.
Even though we attempted to minimize confounding (i.e. relying on prospective data collection; multicentre, contemporary patient cohort; IPTW and competing-risk regression) our study is subject to multiple sources of remaining bias. However, a conclusive assessment of the question at stake, optimally via randomized controlled study design appears technically and moreover ethically impossible. Therefore, future avenues of research may be exploring the causation leading to TRIM as well as measures to minimize PBT. Examples of such approach are recent works that utilized perioperative hydration volume management, as well as use of hemostatic agents to significantly reduce perioperative blood loss in patients undergoing RC.

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