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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-94816
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2019/9481/


Auswertung des Studienzweigs E-HIT2000 – Therapie von Kindern mit Ependymom in der prospektiven multizentrischen HIT2000 Studie

Analysis of the branch of study E-HIT2000 - Therapy of Children with ependymoma in the prospective multicentric HIT2000 study

Wening, Janna

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SWD-Schlagwörter: Ependymom , Kinderonkologie , Hirntumor
Freie Schlagwörter (Deutsch): HIT2000 Studie
Freie Schlagwörter (Englisch): epedymoma , braintumor , pediatric oncology , HIT2000 study
Basisklassifikation: 44.67
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Rutkowski, Stefan (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.11.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 07.01.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ependymom stellt die pädiatrische Onkologie weiterhin vor eine therapeutische Herausforderung. Ziel der vorliegenden prospektiven, multizentrischen Therapieoptimierungsstudie war es, sich einer dem Rezidiv- und Spätfolgenrisiko angepassten Therapie mittels einer Gruppenstratifzierung nach Alter, Histologie und Resttumor zu nähern. Zwischen 2001 und 2011 wurden insgesamt 344 Patienten mit Ependymom registriert, hiervon wurden 291 als Studienpatienten zur Endauswertung eingeschlossen. Patienten unter 4 Jahren oder mit verbliebenem Tumor wurden vor Bestrahlung mittels Chemotherapie behandelt. Patienten älter als 4 Jahre erhielten postoperativ eine hyperfraktionierte Bestrahlung. Patienten mit anaplastischem Ependymom und Resttumorpatienten erhielten anschließend eine Erhaltungstherapie, die sich bei den Patienten mit Resttumor nach dem Ansprechen auf die Primärtherapie richtete. Die Überlebensraten in den drei Studienarmen liegen für das Gesamtüberleben nach 5 Jahren zwischen 60,6% und 84,9% sowie für das progressfreie Überleben zwischen 36,0% und 67,6%.
Damit konnten die in der Studie erreichten Langzeitergebnisse die Werte der Vorgängerstudien halten bzw. insbesondere bei den jungen Patienten verbessern.
Die vorliegende Studie bestätigte erneut den Stellenwert einer Bestrahlung in der Primärtherapie - auch bei noch sehr jungen Patienten. Weitere Konzepte die Therapie zu optimieren wie Hyperfraktionierung und vorausgehende Chemotherapie konnten keinen klaren Nutzen zeigen. Als einziger unabhängiger Prognosefaktor stellte sich wie schon in vorausgegangenen Studien die Komplettresektion heraus, die weiterhin erstes Behandlungsziel darstellen sollte. Die Möglichkeit einer oder mehrerer Re-Operationen sollte somit im Verlauf der Therapie wiederholt geprüft werden.
Weiterhin elementarster Bestandteil der Behandlung wird vorerst die operative Resektion und die Radiotherapie bleiben; die umstrittene Rolle der Chemotherapie wird sich durch bereits angelaufene, randomisierte Studien bald neu diskutieren lassen. Die Diagnostik wird sich bei steigender Qualität insbesondere in der Bildgebung weiter verbessern, sollte aber in allen weiteren Studien über Referenzzentren ablaufen, wie in der HIT2000-Studie gezeigt.
Weiterhin interessant zu untersuchen wäre, wie die radiotherapeutischen Optionen zu optimieren sind, z.B. ein Vergleich von Protonen- und Photonentherapie oder die Möglichkeit einer Deeskalation der Therapie für Subgruppen mit niedrigem Risiko. Insgesamt wird zukünftig jedoch vor allem die umfangreiche Erforschung der Heterogenität der Ependymome auf molekular-biologischer Ebene von größtem Interesse sein und zum besseren Verständnis der Krankheit führen.
Kurzfassung auf Englisch: The therapy of ependymoma remains a challenge for pediatric oncology. This prospective, multicentric therapy optimisation study was ment to adjust therapy to the risk of relapse and late effects stratificated by age, histology and residual tumor. 344 patients had been registered between 2001 and 2011, of which 291 patients were included in the final evaluation. Patients younger than 4 years or with residual tumor were treated with chemotherapy before irradiation. Patients aged 4 years or older were treated with postoperative hyperfractionated radiotherapy. Patients with anaplastic ependymoma or with residual tumor were treated with a maintenance therapy, which was chosen by the response to the primary chemotherapy. The achieved survival rates for the overall survival in the three study groups are between 60,6% and 84,9% after 5 years, depending on residual tumor. The progressive free survival rates after 5 years were between 36,0% and 67,6%.
The long-term results of this study were similar or in the case of young patients improved to the precending studies. The importance of irradiation in primary therapy was confirmed once again, even upon very young patients. Other concepts for optimising therapy, like hyperfractation or postoperative chemotherapy, could not prove a significant benefit. The only independent prognostic factor as shown in previous studies was complete tumor resection – therefore this should be the primary treatment goal. The option of second or further surgeries should be reconsidered throughout therapy.
Surgery and irradiation will remain the elementary therapy, whereas the controversial role of chemotherapy will have to be re-evaluated on the results of further, already running randomised studies. Diagnostics will improve, especially with rising imaging quality but should be proceeded by reference centers in upcoming studies, as shown in the HIT2000 study.
A further interesting research objective would be the optimisation of radiotherapeutic options. This could include the comparison of proton and photon therapy or the possibility of therapy de-escalation for subgroups with low risk. Overall, the heterogeneity of ependymoma on a molecular-biological level will be of high interest in the future of research and will also lead to better insight of the disease.

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