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URN: urn:nbn:de:gbv:18-94882
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2019/9488/


Clostridium-non-difficile-Infektionen in der Intensivmedizin

Clostridium-non-difficile infections in intensive care

Walther, Sophie Marieke

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SWD-Schlagwörter: Clostridium , Clostridium difficile , Anaerobier , Intensivstation , Infektion , Wundinfektion , Sepsis , Septischer Schock , Clostridium perfringens
Freie Schlagwörter (Deutsch): Clostridium tertium , polimikrobielle Infektion , Clostridium-non-difficile
Basisklassifikation: 44.69
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Fuhrmann, Valentin (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.11.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 07.01.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Clostridium-non-difficile Infektionen spielen eine wichtige Rolle im klinischen Alltag. Auch wenn 205 Infektionen über den gesamten Zeitraum der Datenerhebung von 2008 bis 2014, darauf schließen lassen, dass es sich nicht um ein sehr häufiges Krankheitsbild handelt, ist dennoch festzuhalten, dass es ein Krankheitsbild von besonderer Schwere ist. Es ist geprägt von fulminanten Verläufen mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko insbesondere in der Akutphase, als auch von Langzeitschäden. Umso wichtiger sind in diesem Zusammenhang die frühzeitige Identifikation der Infektionsquelle und ihre Therapie. Intensivmedizinische Maßnahmen sind häufig indiziert.
Multimorbidität, gemessen am Charlson-Comorbiditiy-Index, und eine ICU Aufnahme waren in der Studie Risikofaktoren für eine Clostridium-non-difficile-Infektion und gingen mit einer erhöhten Mortalität einher.
Die Aufnahmediagnosen der meisten Patienten mit Clostridium-non-difficile Infektion waren abdominelle Akuterkrankungen, oder elektive Operationen.
Der häufigste Erreger war Clostridium perfringens. Die mikrobiellen Erregernachweise erfolgten meist als intraoperativer Abstrich. Clostridium innocuum Infektionen und Erregernachweise mittels Blutkultur waren mit einer erhöhten Mortalität assoziiert.
Eine Clostridium-non-difficile-Infektion geht aufgrund der vielseitigen, teils systemischen Ausbreitung mit Veränderungen der Laborparameter, Vitalparameter und weiteren Messgrößen einher. Diese können als Indikator für drohende Komplikationen wie Sepsis und Septischer Schock gewertet werden.
Die Studie umfasst einen der bislang ersten und größten Datensätze zu Clostridium-non-difficile Infektionen. Sie liefert viele Ansatzpunkte für zukünftige Forschungen. Insbesondere Clostridium innocuum Infektionen sollten aufgrund ihres erhöhten Mortalitätsrisikos bezüglich ihrer Pathogenese und Erregereigenschaften genauer analysiert werden.
Kurzfassung auf Englisch: Clostridium non-difficile infections play an important role in everyday clinical practice. Despite the fact that 205 infections over the entire period of data collection from 2008 to 2014 derive that Clostridium-non-difficile infections are not a very common clinical picture, it should be noted that it is one of particular severity. They are characterized by fulminant progression with an increased mortality risk, especially in the acute phase, as well as long-term damage. In this regard the early identification of the source of infection and its therapy is of utmost importantance. Intensive care treatments are often indicated.
Multimorbidity, as measured by the Charlson-Comorbiditiy-Index, and ICU intake were considered to be risk factors for Clostridium non-difficile infection in the study. These conditions were associated with increased mortality.
Reasons for hospital admission were often acute abdominal diseases, or elective surgeries.
The most common pathogen was Clostridium perfringens. E. coli was often additionally detectable in polymicrobial infections. Intraoperative samples were frequently taken for microbial pathogen proof. Clostridium innocuum infections and pathogen-proof through blood culture were associated with increased mortality.
Clostridium non-difficile infections are associated with changes in laboratory parameters, vital signs and other variables due to their versatile, systemic spread. These parameters can be seen as indicators of impending complications such as sepsis and septic shock.
The study includes one of the first and largest databases on Clostridium non-difficile infections. It provides many starting points for future research. Clostridium innocuum infections, their pathogenesis and characteristics should be further analyzed due to their increased mortality risk.

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