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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-95012
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2019/9501/


A typology of CI-reduplication in Niger-Congo and beyond

Typologie der CI-Reduplikation im Niger-Kongo und darüber hinaus

Ibirahim, Njoya

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Freie Schlagwörter (Englisch): Typology , CI-reduplication , Niger-Congo , Form , Function
Basisklassifikation: 18.94
Institut: Asien-Afrika-Institut
DDC-Sachgruppe: Sprache, Linguistik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kießling, Roland (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.09.2015
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 07.01.2019
Kurzfassung auf Englisch: CI-reduplication [hereafter CIR] is a process widespread in West African languages and it consists of prefixing to a given stem a copy of its onset followed by an underspecified high vowel for grammatical purposes. This dissertation fulfils two main goals. First, it provides a thorough description of CIR formal and functional types, and investigates the correlation between CIR forms and functions cross-linguistically. Second, it revisits previous analyses of CIR, provides support for some claims and suggests ways to ameliorate others towards a unified approach of CIR.
In relation to the first goal, it results from this investigation that CIR spreads over two phyla, Afroasiatic (West Chadic) and Niger-Congo. From a formal perspective, three patterns are identified cross-linguistically depending on the reduplicant [henceforth RED] allomorphy: languages with an invariable RED (CIR Type I); languages with a quasi-variable RED which assimilates roundedness optionally or in a restricted labial environement (CIR Type II); and languages with a variable RED depending on Yes/No the stem vowel is high and its onset grave, palatalized, labio-velarized or not (CIR Type III). Regarding the function, it is shown that CIR is used for marking various categories involving iconical motivation, e.g.: decrease and encrease of quantity or quality, or lacking iconical motivation as it is the case with lexicalization.
Regarding the second goal, it is argued that the analysis that best accounts for CIR as displayed across languages, is one in which CIR is considered as a morphophonological process affixing a prosodic underspecified CV[+high] morpheme. The analysis is essentially data based, and the approach combines typology with new trends in generative grammar (underspecification, feature theory, autosegmental phonology) to account for CIR. Using a purely descriptive approach proves more advantageous. It suggests a way of dealing with very rich and diverse varieties of CIR patterns without having to frame any new theoretical background or postulate any ad hoc rule that fails to apply in certain environments where the same conditions for application are met.
Above all, the present study faces few problems than former accounts of CIR where it is considered a purely phonological process. It has the potential of being generalized. It exploits frameworks already available in the grammar to account for CI-reduplication.
Kurzfassung auf Deutsch: Die CI-reduplikation [im Folgenden CIR] ist ein in den westafrikanischen Sprachen weit verbreiteter Prozess. Er besteht darin, einem Stamm zu grammatikalischen Zwecken die Kopie seines Silbenanlauts gefolgt von einem hohen Vokal zu präfigieren.
Diese Dissertation verfolgt zwei Ziele. Zum Ersten bietet sie eine gründliche Beschreibung der formellen und funktionalen CIR-Typen einschließlich einer sprachübergreifenden Untersuchung der Beziehung zwischen Formen und Funktionen von CIR. Zum Zweiten greift sie frühere Analysen der CIR wieder auf, bekräftigt einige der dort getroffenen Behauptungen und schlägt für andere Verbesserungen in Richtung einer vereinheitlichten Herangehensweise an das Thema CIR vor.
Im Hinblick auf das erste Ziel belegt die vorliegende Untersuchung die Verbreitung der CIR in den beiden Sprachphyla Afroasiatisch (Westtschadisch) und Niger-Kongo. Formal betrachtet lassen sich sprachübergreifend drei Muster in Abhängigkeit von der Allomorphie des Reduplikanten (RED) unterscheiden: Sprachen mit einem unveränderlichen RED (CIR Typ 1); Sprachen mit einem beinahe variablen RED, das die Rundung wahlweise oder in eingeschränkter labialer Umgebung anpasst (CIR Typ II); sowie Sprachen mit einem veränderlichen RED, in Abhängigkeit von der Hebungsstufe des Stammvokals und des sekudären Modifikationstyps des Silbenanlauts (CIR Typ III). Was die Funktion anbelangt, so wird gezeigt, dass die CIR zur Markierung verschiedener Kategorien dient, die ikonische Motivation beinhalten können (wie z.B. die Zu- oder Abnahme von Menge oder Qualität) oder sie vermissen lassen, wie beispielsweise im Falle der Wortbildung.
Hinsichtlich des zweiten Ziels wird argumentiert, dass die CIR als sprachübergreifendes Phänomen am besten analysiert warden kann, wenn man sie als morphophonologischen Prozess begreift, bei idem ein prosodisch unterspezifiziertes CV[+hoch] Morphem affigiert wird. Die Untersuchung beruht im Wesentlichen auf den Daten, wobei der gewählte Ansatz Typologie mit neuen Entwicklungen aus der Generativen Grammatik (Unterspezifizierung, Merkmalstheorie, autosegmentaler Phonologie) verknüpft, um die Reduplikation hoher Vokale zu erklären. Die Verwendung einer rein deskriptiven Herangehensweise hat sich als vorteilhafter erwiesen. Sie ermöglicht die Behandlung sehr reichhaltiger und unterschiedlicher Formen von CIR-Mustern ohne daran gebunden zu ein, einen neuen theoretischen Hintergrund erschaffen oder eine neue ad-hoc Regel aufstellen zu müssen, die dann in bestimmten Umgebungen keine Anwendung finden, auch wenn die Geltungskriterien an sich erfüllt sind.
Darüber hinaus ist die vorliegende Studie mit weniger Problemen konfrontiert als vorherige Beschreibungen der CIR, in denen sie als rein phonologischer Prozess aufgefasst wird. Sie besitzt das Potenzial zur Verallgemeinerung, indem sie die in der Grammatik bereits vorhandenen Strukturen für die Erklärung der Reduplikation hoher Vokale auswertet.

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