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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-100435
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2019/10043/


Intraindividueller Vergleich von Patienten mit akuter und akut auf chronischer Pankreatitis hinsichtlich CT-basierten Schweregraden, Laborparametern und Outcome

Smagarynska, Alla

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Pankreatitis , CT , Schweregrade
Basisklassifikation: 44.64
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Yamamura, Jin (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.09.2019
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 23.10.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Ziele/Fragestellung: Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung der Subgruppen einer akuten Pankreatitis (AP) bezüglich CT-graphischer Schweregrade, deren Korrelation mit dem Outcome (s.u.), dem Verkalkungsgrad und möglichen Einflussfaktoren.
Patienten und Methoden: Diese retrospektive Analyse untersuchte 272 CT-Studien (186 Männer, 86 Frauen). Einschlusskriterien waren einzelne (SAP), rezidivierende (RAP) oder akut auf chronische Verläufe (ACP). Der Schweregrad wurde mittels CRP 48h nach Auf-nahme sowie anhand drei CT-basierter Scores (CTSI, mCTSI, EPIC) ausgewertet. Als Outcome-Parameter galten die Gesamthospitalisierungsdauer, Aufenthaltsdauer auf einer Intensivstation (ITS), Erforderlichkeit einer Intervention sowie eingetretene Todesfälle.
Ergebnisse: 61,4% der Patienten hatten eine SAP, 21,3% eine RAP und 17,3% eine ACP. Alkohol war der häufigste Auslöser einer AP. 159/272 (58%) hatten eine interstitielle AP (iAP) und 113/272 (42%) eine nekrotisierende AP (nAP). In beiden Gruppen dominierten SAP-Patienten (p<0,001). Bei der CT-basierten Schweregradeinteilung bestanden beim CTSI und mCTSI hoch signifikante Unterschiede zwischen der SAP und ACP (jeweils p<0,001) sowie der RAP und ACP (p=0,001 bzw. p=0,002). Beim EPIC waren der SAP-RAP-, (p=0,02) sowie SAP-ACP-Vergleich (p<0,001) (hoch) signifikant. Die Gesamthospi-talisierungsdauer und ITS-Aufenthaltsdauer bei iAP-Patienten (SAP>RAP=ACP; p=0,13) war deutlich kürzer als bei der nAP (ACP>RAP>SAP; p=0,32). Todesfälle bei Multiorganversagen nach nSAP waren signifikant häufiger als bei der ACP (p=0,02). Bei der Vorhersagekraft der Interventionsnotwendigkeit der SAP zeigte der CTSI (AUC: SAP vs. RAP: p=0,049; SAP vs. ACP: p=0,02) eine bessere Trennschärfe als der mCTSI (p=0,03) und EPIC (p<0,001). Es bestand kein Einfluss der Kalzifikationenzahl auf das Outcome. Das mediane Parenchymvolumen war bei der iSAP (89 cm3) größer als bei der RAP (64 cm3; p=0,002) und der ACP (56 cm3; p<0,001).
Schlussfolgerungen: Das Pankreasvolumen ist ein geeigneter Parameter für die Unterscheidung zwischen einer interstitiellen RAP und SAP. Gleichzeitig erfüllt das Pankreasvolumen auch eine prognostische Wertigkeit bei der RAP. Bei der SAP hatten lediglich der CTSI und der mCTSI eine Vorhersagekraft hinsichtlich der Notwendigkeit einer Intervention sowie Mortalität. Der EPIC war von allen CT-Scores der beste CT-basierte Parameter zur sicheren Differenzierung der 3 unterschiedlichen AP-Subgruppen.
Insbesondere bei Patienten mit einem milderen extrapankreatischen Ausprägungsgrad, die sich mit einer entsprechenden abdominellen Symptomatik, aber ohne dreifach oberhalb der Norm erhöhten Lipase-Werten präsentieren, ist die Durchführung eines CTs erforderlich. Alternativ sind diese Patienten besonders gefährdet, fehl- oder unterdiagnostiziert zu werden.

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