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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-95111
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2019/9511/


Bedeutung des intrarenalen plasmazellulären Infiltrates in der ANCA-assoziierten Glomerulonephritis

Wardenburg, Markus Joachim von

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SWD-Schlagwörter: ANCA , Glomerulonephritis , Vasculitis , Plasmazelle , Niere
Freie Schlagwörter (Deutsch): RPGN , Vaskulitis, nekrotisierende Glomerulonephritis, Halbmond
Basisklassifikation: 44.47 , 44.88
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Wiech, Thorsten (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.12.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 21.01.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Glomerulonephritiden sind eine häufige Ursache für eine terminale Niereninsuffizienz mit folgender Dialysepflichtigkeit von Patienten. Dabei ist die rapid progrediente Glomerulonephritis eine häufig auftretende und eine der gefürchtetsten Folgen einer ANCA-assoziierten Vaskulitis, die mit einem negativen Outcome für die Patienten einhergeht. In dieser Arbeit geht es um die Untersuchung der Nierenbiopsate von Patienten mit gesicherter ANCA-assoziierter Glomerulonephritis, insbesondere in Hinblick auf ihr Plasmazellinfiltrat, um den Einfluss der Plasmazellen auf die Entzündung zu bestimmen und einen möglichen prädiktiven Faktor für das Outcome zu definieren.

Dabei wurde in einem ersten Schritt mit Hilfe von IgA-, IgG-, und IgM-Färbungen der periglomeruläre und der tubulointerstitielle Raum getrennt voneinander betrachtet und die relative Dichte von Plasmazellen berechnet. In einem zweiten Schritt wurde dann das Plasmazellinfiltrat im Verhältnis zur glomerulären Schädigung und zur Nierenfunktion, dargestellt durch die GFR, untersucht, um zu ergründen, wie sich die Plasmazelldichte in den jeweiligen Schädigungsgraden darstellt und ob sie sich damit als prädiktiver Faktor eignet. Quasi in allen Stadien war die IgG-Plasmazelldichte die Höchste. Die Daten zeigen, dass Plasmazellen schon in frühen Schädigungsstadien zu finden sind und sich die Dichte der Zellen mit zunehmender Schädigung im periglomerulären Raum erhöht. Am höchsten ist sie dort, wo es aufgrund eines starken Entzündungsgeschehens zur Ruptur der Kapsel kam. Ebenfalls sehr hoch stellt sie sich bei Patienten dar, die im Verlauf versterben oder eine terminale Niereninsuffizienz ausbilden. In einem dritten und letzten Schritt wurden Rebiopsate nach dem beschriebenen Schema untersucht, um Aussagen über die bei der ANCA-assoziierten Glomerulonephritis häufig auftretenden Rezidiverkrankungen zu treffen. Dabei zeigt sich, dass bei Patienten mit einem Rezidiv die Plasmazelldichte in Relation zur Dichte in den Initalbiopsien signifikant erhöht ist.

Somit zeigt diese Arbeit, dass sich ein erhöhtes intrarenales Plasmazellinfiltrat negativ auf das Outcome der Patienten auszuwirken scheint.
Kurzfassung auf Englisch: In ANCA-associated vasculitis, renal involvement is a severe complication with great impact on morbidity and mortality of patients. The aim of this study was to determine the influence of intrarenal plasma cells on the local inflammation. We examined renal biopsies of patients with ANCA-associated glomerulonephritis investigating the plasma cell infiltration for a clinical correlation. The first step was to examine the periglomerular and the tubulointerstitial areas separately using IgA-, IgG- and IgM-staining. Then, we analyzed the plasma cell infiltration in relation to the glomerular damage and the renal function (measured as eGFR). The IgG-concentration was the highest. The highest density of intrarenal plasma cells was found in renal biopsies with a rupture of the Bowman’s capsule. The plasma cell density was associated with the clinical outcome. Patients developing end stage renal disease had a higher density of plasma cells in their biopsy. Biopsies of patients who died during follow up showed a higher density of plasma cells than biopsies of patients who survived. Therefore, the plasma cell infiltration seems to be an element of the acute inflammation correlating with worse outcome. Finally, re-biopsies were examined. It appeared that the renal plasma cell concentration in patients with a relapse was increased in relation to the concentration of their initial biopsies. Hence, the data shows that an increased intrarenal infiltration of plasma cells is associated with a poor outcome in these patients. The density of intrarenal plasma cells could therefore be a useful predictor of renal insufficiency, relapse and mortality in these patients.

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