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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-95319
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2019/9531/


Zusätzlicher Nutzen einer Ganzhirnbestrahlung nach chirurgischer Resektion bzw. stereotaktischer Radiotherapie von Hirnmetastasen bei Patientinnen mit Mammakarzinom

Thiesen, Aenne Marie

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SWD-Schlagwörter: Brustkrebs , Hirnmetastase
Freie Schlagwörter (Deutsch): Ganzhirnbestrahlung
Basisklassifikation: 44.81 , 44.92
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Müller, Volkmar (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.12.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 21.01.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Zielsetzung: Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung des Nutzens einer Ganzhirnbestrahlung (WBRT) nach chirurgischer Resektion (OP) bzw. stereotaktischer Radiotherapie (SRT) von Hirnmetastasen bei Patientinnen mit Mammakarzinom. Analysiert wurden das Gesamt- und progressionsfreie Überleben sowie die Veränderungen des Allgemeinzustands und des Beschwerdebildes.
Materialien und Methoden: Es erfolgte die Erhebung der Daten von 122 Patientinnen. Die Überlebenszeiten der mit und ohne WBRT Behandelten wurden anhand einer Kaplan-Meier-Analyse verglichen. Die Untersuchung der Veränderung des Allgemeinzustands fand durch Erhebung des ECOG-Status statt. Die Auswertung des Beschwerdebildes erfolgte deskriptiv durch Erfassung der vorliegenden Symptome.
Ergebnisse: Das Gesamtüberleben unterschied sich nicht signifikant zwischen den mit OP und/oder SRT sowie den zusätzlich mit WBRT behandelten Patientinnen (Median 14,0 M. vs. 25,0 M.; p=0,169). Auch in Bezug auf das progressionsfreie Überleben konnte zwischen beiden Kohorten kein signifikanter Unterschied festgestellt werden (Median 17,0 M. vs. 15,0 M.; p=0,391).
Während 38,5% der Patientinnen nach OP und 33,3% der Patientinnen nach SRT eine Verschlechterung des ECOG-Status aufwiesen, betrug die Zahl in den WBRT-Kohorten 37,5% und 40,0%. Eine Verbesserung oder ein Gleichbleiben des ECOG-Status wiesen 61,5% der operierten und 66,7% der stereotaktisch bestrahlten Patientinnen auf. In den WBRT-Kohorten lagen die Ergebnisse bei 62,5% und 60,0%. Die Veränderungen erwiesen sich als statistisch nicht signifikant.
Sowohl nach alleiniger OP als auch nach OP und WBRT reduzierte sich die Prävalenz von Cephalgien und Schwindel. In der Kohorte mit einer zusätzlichen WBRT stieg die Prävalenz von Erschöpfungszuständen nach der Therapie.
Sowohl nach alleiniger SRT als auch kombinierter SRT und WBRT sank die Prävalenz von Fallneigung bzw. Gang- und Standunsicherheiten. In der Kohorte mit einer zusätzlichen WBRT kam es zum Neuauftreten von Alopezie und Sehstörungen. Auch die Prävalenz von Cephalgien stieg nach der Therapie.
Schlussfolgerung: In der untersuchten Kohorte konnte keine signifikante Verlängerung des Gesamt- und progressionsfreien Überlebens durch eine zusätzliche WBRT gezeigt werden. Prospektive Studien mit großen homogenen Patientenkohorten sind notwendig, um die Risiko-Nutzen Konstellation der WBRT nach lokalen Therapien beurteilen zu können.

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