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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-97756
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2019/9775/


Die fetoskopische Gastroschisisdeckung am Schafsmodell : eine Machbarkeitsstudie

Fetoscopic bag placement for gastroschisis in a sheep model : a pilot study

Georgi, Carla Carina Monika

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SWD-Schlagwörter: Bauchspalte , Fetoskopie
Freie Schlagwörter (Deutsch): fetale Chirurgie , Gastroschisis
Freie Schlagwörter (Englisch): Fetal surgery , fetoscopy , gastroschisis
Basisklassifikation: 44.65 , 44.67 , 44.92
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Hecher, Kurt (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.05.2019
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 06.06.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich mit der Etablierung einer fetoskopischen Beutelabdeckung der Gastroschisis am Schafsmodell. Ziel ist ein verbessertes outcome betroffener Patienten durch eine Minimierung der intestinalen Dysmotilität und somit reduzierter Notwendigkeit für wiederholte Operationen, parenterale Ernährung und lange Krankenhausaufenthalte.
An 30 Feten von Schwarzkopfschafen wurde in einem ersten Schritt eine Gastroschisis angelegt, diese wurde nach durchschnittlich 18 Tagen fetoskopisch mit einem geeigneten Beutel minimalinvasiv bedeckt. Der Beutel wurde an die fetale Bauchwand fixiert. Zum Ende der Schwangerschaft wurden die Feten per Sectio caesarea entbunden und das Ergebnis der Abdeckung wurde post mortem sowohl makroskopisch als auch mikroskopisch ausgewertet.
In 73 % der Fälle gelang die fetoskopische Abdeckung. Die Fixierung war in 33,33 % erfolgreich. Die zweite Operation hatte eine fetale Letalität von 32,14 %. In allen Fällen hatte sich der Beutel zum Zeitpunkt der Sectio wieder von der fetalen Bauchwand dissoziiert. Makroskopisch zeigte sich bei der Gruppe mit vorerst komplett abgedeckter Gastroschisis ein weniger verschwollenes und kleineres extrakorporales Darmkonvolut.
Die prinzipielle Machbarkeit der fetoskopischen Beutelabdeckung bei Gastroschisis sowie deren protektiver Effekt im Hinblick auf eine ausgeprägte Darmschädigung konnten dargestellt werden. Mit den zur Verfügung stehenden Materialien konnte bisher keine persistierende Fixation des Beutels an der fetalen Bauchwand erreicht werden. Eine Weiterentwicklung von Materialen und Technik ist somit erforderlich. Wenn dies gelingt, könnte die pränatale fetoskopische Chirurgie komplexer Gastroschisisfälle eine Chance auf Minimierung von Mortalität und Morbidität betroffener Patienten bieten.
Kurzfassung auf Englisch: A significant number of gastroschisis patients suffer from intestinal dysmotility and require multiple surgical interventions, long-term parenteral feedings and prolonged hospital stays. The aim of this study was to establish a fetoscopic bag placement and fixation technique in a sheep model to improve the outcome of patients with complex gastroschisis.
At a median time of 18 days after the creation of a gastroschisis, the fetuses underwent a fetoscopy to evaluate the prolapsed organs, cover them with a bag and fix the bag on the fetal abdomen. The fetuses were left in utero until the end of gestation. After c-section the fetal intestines were evaluated macro- and microscopically.
In 73 % of all cases the bag placement was performed successfully, while in 33.33 % it was also possible to attach the bag to fetal abdomen. The fetal mortality rate of the fetoscopic procedure was 32.14 %. There was no successful anchoring of the bags persistent until the end of term. However, macroscopical results show a positive effect of complete bag coverage, comparable to histological findings in healthy fetuses.
Fetoscopic bag insertion, placement and attachment on to the fetal abdominal wall is highly demanding. When achieved, a positive effect on the pathological changes in gastroschisis intestines can be found. The main obstacles were corioamniotic separation (CAS) und insufficient instruments and materials. Improvement of surgical technique and materials is required before applying this method to human fetuses. If this could be achieved, it may be possible to reduce morbidity and mortality in complex gastroschisis cases significantly.


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