3.1.1.3. Die Rezeption des Königsgrabes

 

Im einführenden Kapitel zu Phrygien wurde schon darauf hingewiesen, daß die Grabform Tumulus innerhalb des Landes eine weite Verbreitung fand. Im folgenden werden die Hauptfundorte vorgestellt und untersucht, ob die für Gordion, d. h. die phrygische Hauptstadt herausgearbeiteten Merkmale für Tumulusbestattungen von der phrygischen Elite allgemein übernommen wurden oder ob man auf diesem Gebiet getrennte Wege ging.

 

Die Tumuli von Ankara unterscheiden sich in vielfacher Hinsicht von den gordischen Beispielen. Insgesamt weist die Nekropole eine geringere Anzahl von Grabhügeln auf (Taf. 26). Die zeitliche Verteilung der bisher vorgelegten acht Gräber reicht vom späten 8. Jahrhundert bis ins frühe 6. Jahrhundert v. Chr., wobei der Schwerpunkt in der 1. Hälfte des 7. Jahrhunderts v. Chr. anzusetzen ist. Eine große Schwierigkeit bei der Datierung der Denkmäler ergibt sich aus ihrer lückenhaften Publikation und dem weitgehenden Fehlen von aussagekräftigen Importen. Die Einordnung erfolgt daher durch einen Vergleich der Funde mit dem gordischen Material.

Als ältester Tumulus ist der Büyük Tümülüs (B.T.) anzusprechen (Taf. 29.30,1). In seiner Grabkammer fanden sich 38 anatolische Bogenfibeln, die Caner der gleichen Stilstufe wie die Exemplare aus KIII zuordnet.[1] Hieraus ergibt sich eine Zeitstellung im späten 8. Jahrhundert v. Chr. Es folgen zeitlich im frühen 7. Jahrhundert die beiden Grabhügel vom Mausoleumshügel (Taf. 27.28). Den Bestatteten in Anittepe I war ein à-jour gearbeiteter Gürtel beigegen worden, dessen beste datierte Parallele Gürtelfragmente aus S1 sind.[2] Das Inventar des Grabes entsprach seinem Charakter nach dem jüngeren „Kriegergrab“ J.[3] Entgegen der von Akurgal[4] vorgeschlagenen Datierung von Anittepe II ins späte 7. Jahrhundert wird das Grab hier, in Wiederaufnahme der Datierung der Ausgräber, dem Jahrhundertbeginn zugewiesen. Ausschlaggebend hierfür ist die starke Ähnlichkeit der Funde (Rotellenhenkel, Bronzebeschläge, Bronzeschalen und Keramik) mit Stücken aus den frühen gordischen Tumuli S1 und MM.[5]

Ungefähr gleichzeitig sind auch die Holzkammergräber METU I und II. Die Inventare aus Bronzekessel, Kellen, Schalen, Gürtel und Fibeln finden ihre besten Entsprechungen in den frühen Tumuli aus Gordion. So läßt sich ein à-jour gearbeiteter Bronzegürtel gut mit dem Gürtelfund aus S1 verbinden.[6] Die Einordnung der drei übrigen Gräber Makridi II und III und dem Tumulus aus der Baumschule (türk. Fidanlik) in die 1. Hälfte des 7. Jahrhunderts v. Chr. beruht auf dem Vergleich der Funde aus vergoldeter Bronze mit den Beigaben aus Anittepe I. Der jüngste Tumulus ist Makridi III, den Özgüc unter Berücksichtigung der Keramik, die Funden aus KII, Bogazköy und Alisar vergleichbar ist, ins frühe 6. Jahrhundert v. Chr. datiert.[7]

Es ergibt sich das Bild einer schnellen Folge von Tumulusbestattungen in Ankara, die vom ausgehenden 8. Jahrhundert bis in die 1. Hälfte des 7. Jahrhunderts reichen und aus der allein Makridi III als Nachzügler ausschert. Die Gräber liegen alle im Westen der Stadt, an den Hängen einer Reihe von natürlichen Hügeln, in Sichtweite der Siedlung. In ihren Dimensionen sind sie durchweg kleiner als die gordischen Grabhügel. Die Folge wird von B.T. eröffnet, der mit über 154.000 Kubikmetern der bei weitem größte jemals in Ankara errichtete Tumulus ist. Er entspricht damit neben der Zeitstellung auch im Materialaufwand ungefähr KIII. Ihm folgen Makridi II, 15.000 Kubikmeter, und METU I, der aus nur wenig über 10.000 Kubikmeter Erde und Steine aufgeschüttet ist. Wie bei den frühen gordischen Gräbern bestehen die Tumuli in Ankara größtenteils aus Erde über einer Steinschüttung. Makridi II enthielt zudem noch einen hohen Sandanteil.

Die wenigen Angaben über die gewählte Beisetzungsart verraten eine Mischung von Körper- und Urnenbestattungen zu einer Zeit, in der in Gordion das Körpergrab vorherrschte. Das Grab selbst ist exzentrisch unter dem Hügel angelegt (Taf. 27,1 Detail). Die beiden Tumuli vom Mausoleumshügel enthielten darüber hinaus Mehrfachbestattungen. Pro Hügel fanden sich zwei Urnen mit menschlichen Knochen.[8] Dieses Phänomen läßt sich mit dem Fund von Aschenurnen in der Nähe des Bahnhofs von Ankara verbinden, die von Özgüc als zeitgenössisch mit der Keramik aus den Tumuli vom Anittepe beurteilt worden sind.[9] Özgüc interpretiert dieses Terrain als das Urnengräberfeld des „einfachen Volkes“, das im Gegensatz zu den Grabhügeln der Herrscher steht.[10]

Zweifel an dieser Deutung entstehen durch die Forschungen von Caner, der die anatolischen Fibeln untersuchte. Er hat herausgearbeitet, daß die Kontexte des Fibeltyps S I mit doppelter Nadel darauf hinweisen, daß diese Fibel als Attribut hochrangiger Personen anzusprechen sind.[11] Eine derartige Fibel wurde in der Unterstadt von Bogazköy aber auch in einer Urne gefunden.[12] Das Fehlen von bedeutenden Tumulusbestattungen einer wie auch immer geordneten Oberschicht in Bogazköy und Midasstadt[13] - zweier Fundorte, die sicher bedeutende phrygische Siedlungen gewesen sind - belegt, daß die phrygische Aristokratie nicht nur das aufwendige Hügelgrab für standesgemäß gehalten hat und man das weniger anspruchsvolle Urnengrab nicht a priori als Unterschichtengrab ansprechen sollte. 

In Ankara sind drei Holzkammergräber sicher nachgewiesen: B.T., METU I und II. Die übrigen Gräber enthielten eine eigentümliche Mischform. Es wurde zwar eine Grube, wie zur Aufnahme einer Holzkonstruktion, ausgehoben, in diese aber anschließend nur ein Holzrahmen (Anittepe I) oder ein rund (Makridi II, Fidanlik) oder eckig (Anittepe II) umlaufendes Steinmäuerchen eingepaßt. Nachdem die Beigaben und der Leichnam bzw. die Urnen in die Grube gestellt worden waren, ist für Anittepe I und II belegt, daß man die Holzkonstruktion mit Sand auffüllte.

Einzig das Skelett in METU I konnte einer anthropologischen Untersuchung unterzogen werden.[14] Es handelte sich bei der Bestatteten um eine 30- bis 35jährige Frau.

Die Natur der Beigaben entspricht den Funden aus den frühen gordischen Tumuli. Einzig der Umfang der Ausstattung ist hier viel geringer. Es fanden sich phrygische Bogenfibeln, Metallgürtel, Symposiongeschirr, Holzarbeiten und Textilien. Interessant ist das Vorkommen vergoldeter Bronzegefäße in Ankara, ein Fund, für den es in den gordischen Gräbern keine Parallele gibt.[15] Darüber hinaus enthielten Anittepe I und II Waffen, auch dies ein Element, das in Gordion erst im ausgehenden 7. Jahrhundert v. Chr. aufkommt. Im jüngsten Grab, Makridi III, fand der Ausgräber eine primäre Brandbestattung, in deren Nähe ein Pferd niedergelegt worden war.[16]

Über den weiteren Verlauf des Bestattungsrituals, jenseits der eigentlichen Niederlegung des Leichnams innerhalb der Grabkammer, ist auch in Ankara wenig bekannt.

Hierunter sind zum einen Fragen nach Gedenkfeiern für den Toten zu fassen, die sich durch Opferplätze in der Nähe des Grabes oder eine mehrphasige Aufhöhung des Tumulus belegen ließen. Zum anderen sind hier Riten gemeint, die der Bestattung vorausgehen oder sie begleiten. Wie kommt der Leichnam zum Grab? Wird der Sarkophag, bzw. das Totenbett, getragen oder gefahren? Einen Hinweis bieten hier Funde, die 1989 in der Nekropole von Ankara bei einer Notgrabung gemacht worden sind.[17] Beim Ausbau eines Sportplatzes wurde die Aufschüttung eines phrygischen Tumulus angeschnitten, wobei im Bereich der Ostböschung auf antikem Gehniveau ein Verbrennungsplatz zutage trat. Hier fanden sich die Knochen zweier Ochsen, Keramikkännchen, quadratische, rechteckige und sichelförmige Bronzeappliken, Bronzescheiben, runde Holzteile, Ringe, ein Joch und Teile eines Wagens. Die Knochen wiesen Schnittspuren auf, die darauf schließen lassen, daß die Tiere verspeist worden sind. Da eine umfassende Publikation der Funde aussteht, läßt sich hier nur vermuten, daß es sich bei dem Ochsenkarren um das Gefährt handelt, mit dem der Tote zur Bestattung gefahren und das im Anschluß verbrannt wurde.

Kombiniert man die Erkenntnisse, die sich aus den Tumulusbestattungen von Ankara und Gordion über die jeweiligen Oberschichten gewinnen lassen mit dem geringen historischen Wissen über die Phryger, läßt sich folgender Ablauf konstruieren: Zur Zeit des expansionsfreudigen Königs Midas, dessen Bestattung wir mit dem Tumulus MM vor uns haben, wird das in Gordion entwickelte Tumulusgrab von Aristokraten aus Ankara übernommen und dort auch in einigen wenigen Exemplaren gebaut, wobei schon früh Mischformen aus dem in Ankara eigentlich heimischen Urnengrab und dem Holzkammergrab entstanden. Auch ein kriegerischer Aspekt, der in Gordion erst später auftritt, zeichnete sich in Ankara schon früh ab. Während der Tumulus bis ins 6. Jahrhundert für die gordischen Oberschichtbestattungen verbindlich blieb und auch mit den neuen Brandbestattungen gekoppelt wurde, gab man diese Grabform in Ankara relativ schnell wieder auf. Die Elite von Ankara orientierte sich während der Herrschaft von Midas offenbar an den Gepflogenheiten Gordions um anschließend wieder zu einer eigenständigen Bestattungsform zurückzukehren.

 

Über die weitere Verbreitung von phrygischen oder phrygisch anmutenden Tumulusgräbern in Kernland selbst und jenseits der Landesgrenzen ist man nur bruchstückhaft informiert, da von einer flächendeckenden Erforschung der kleinasiatischen Tumuli keine Rede sein kann. Die als phrygisch apostrophierten Fundkomplexe reichen vom phrygisch-lydischen Grenzland über Nordlykien bis nach Kappadokien. Im folgenden werden die einzelnen Fundorte genannt, da sie einen guten Einblick in die Problematik der kulturellen Zuordnung anhand von Fundstücken bieten können.

 

Ein ganz ähnlicher Befund wie der Holzrahmen im Tumulus Anittepe I von Ankara ist im Bereich Kizlarkayasi (Provinz: Ankara, Kreis: Polatli) zutage gekommen (Taf. 30,2).[18] Der größte Grabhügel einer Dreiergruppe erwies sich als in der Antike geplündert und erbrachte nur wenig phrygische Keramik (bemalte und schwarze Exemplare). Die zwischen den Scherben verteilten Knochenteile deuten möglicherweise auf eine Urnenbestattung hin, wie sie uns für Ankara in Anittepe I und II vorliegen. Im Süden des Grabes stießen die Ausgräber auf sandige Erde, auch dieser Befund stimmt mit den in Ankara auf dem Museumshügel gemachten Erfahrungen überein. Die Abmessungen des Grabes betrugen in der Länge 2, 07 m, in der Breite 0, 95 m und in der Höhe 0, 43 m.[19] Die kurzen Seiten waren in die Balken der Langseite durch Nut und Feder (engl. „housed joint“) eingelassen.[20] Auch die Tumuli in Kizlarkayasi können mit großer Wahrscheinlichkeit als phrygische Elitegräber angesprochen werden.

 

Erheblich schwieriger ist die Deutung bei Fundkomplexen, die sich in großer Entfernung des phrygischen Kernlandes befinden. Die häufigste Interpretation ist die als Bestattung von phrygischen Würdenträgern, die im „Ausland“ gestorben sind und dort nach Sitte ihres Heimatlandes beigesetzt wurden.

Gerade das Prunkgrab gibt jedoch Anlaß dazu, sich von der Vorstellung, daß die Grabsitten ein statischer Bereich seien zu verabschieden und hier im Gegenteil einen Ort der gesellschaftlichen Interaktion zu sehen. Die Art und Weise nach der ein Mitglied der Oberschicht (und nur um die geht es hier) bestattet wird, kann dann als eine gesellschaftliche Aussage verstanden werden, die aus einem konkreten sozialen Umfeld entstanden ist und auch nur in diesem Rahmen voll verstanden werden kann. Die Idee der „Verpflanzung“ eines so aufwendigen Grabtyps wie des Tumulusgrabes durch eine Einzelperson (oder eine kleine Gruppe), die dann die alte „Grabsprache“ entfernt von dem beschriebenen Verständnisrahmen ausüben läßt, ist ungeeignet.

 

Das chronologisch älteste Beispiel für „phrygische“ Bestattungen außerhalb des phrygischen Kernlands ist ein Tumulusgrab, das sich in der Nähe des türkischen Dorfes Kaynarca, Provinz Nigde, befindet und durch eine Notgrabung bekannt gemacht worden ist.[21] Der Ausgräber Akkaya geht davon aus, daß keine Plünderung des Grabes stattgefunden habe. Die Aufschüttung des Tumulus war zum Zeitpunkt des Eintreffens der Archäologen bereits planiert. Das Inventar befand sich zwischen zwei Steinplatten und setzte sich aus sieben Bronzegefäßen und einem Bronzegürtel zusammen. Keramik- oder Holzbeigaben konnten nicht geborgen werden, die Art der Beisetzung ist unbekannt. Alle vertretenen Gefäßtypen, Kessel mit Stierkopfattaschen, Omphalosschalen, eine Schale mit Rotellenhenkeln, eine Kleeblattkanne und ebenso der Bronzegürtel sind mit Parallelstücken aus gordischen Kontexten (P, KIII, W und MM) zu belegen.[22] Der Tumulus wird dementsprechend noch ins ausgehende 8. Jahrhundert v. Chr. datiert. Akkaya interpretiert den Grabhügel als die Bestattung eines Königs von Tyana. Die Beigaben seien ein weiteres Indiz für die guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern, die ja bereits durch die assyrischen Annalen Sargons, in denen von der Waffenbrüderschaft Phrygiens und Tyanas die Rede ist, und das Felsrelief von Ivriz, auf dem König Warpalawas von Tyana eine „phrygische“ Bogenfibel mit Bronzebuckeln trägt, manifest geworden sind.[23] Obwohl die archäologische Erforschung des Königreichs Tyana, dessen Bewohner nach Auskunft hethitischer Quellen dem luwischen Volksstamm angehörten, noch an ihrem Anfang steht, ist das gute Verhältnis zwischen Midas und Warpalawas auch durch phrygische Inschriften und Importe in Tyana recht gut zu fassen.[24]

Über die Bestattungssitten der luwischen Könige sind wir hingegen noch nicht informiert. Es ist sehr wohl möglich, daß die archäologische Untersuchung einer Gruppe von Tumuli in der Nähe der Stadt Tyana hier Klarheit schaffen könnte.[25] Dennoch erstaunt es, daß ein luwischer König ausschließlich phrygisch konnotierte Beigaben in seinem Grab haben soll. Es ist hierbei zu berücksichtigen, daß ausländische Wertgegenstände auf vielerlei Wegen ins Land kommen konnten. Gerade für die Zeit der Auseinandersetzungen mit Assyrien ist die Existenz von gemeinsamen phrygisch-luwischen diplomatischen Missionen bezeugt.[26] Es ist daher naheliegend, die Beigaben als diplomatische Geschenke anzusehen, wie sie in dieser Zeit (und bis in die jüngere Geschichte hinein) alle Arten von „internationalen“ Kontakten begleiteten und das kleine und wenig sorgfältige Grab einem einheimischen Würdenträger zuzuschreiben.[27]

 

Interpretatorische Schwierigkeiten bereitet auch eine Gruppe von Tumuli in der nordlykischen Elmali-Ebene, die hier unter dem Namen ihres Fundortes Bayindir besprochen werden soll. Im Rahmen eines Surveys waren Archäologen des Museums von Antalya auf eine Gruppe flacher Steinhaufen aufmerksam geworden und hatten 1986 eine erste Grabungskampagne begonnen. Die Ergebnisse ihrer Forschungen sind bisher in kurzen Zeitschriftenartikeln und dem neuen Katalog des Museums von Antalya bekannt gemacht worden.[28] Eine vollständige Publikation der Anlagen steht noch aus.

Die Gruppe besteht aus fünf Tumuli (A-E), von denen C und D bisher näher untersucht worden sind. Eine zugehörige Siedlung konnte nicht festgestellt werden. Auch stratigraphische Befunde sind nicht veröffentlicht worden, so daß nicht zu entscheiden ist, ob die Steinhügel ursprünglich noch von einer Erdschicht bedeckt waren, die inzwischen abgeschwemmt worden ist.

Bayindir C enthielt eine primäre Brandbestattung, D war ein Körpergrab in einer Holzkammer. Eine anthropologische Untersuchung des Skeletts ergab, daß es sich bei D um ein Frauengrab handelte.[29] Beide Gräber fallen durch umfangreiche Metallbeigaben auf. Das Gewicht des durch das Feuer zu einem Klumpen zusammengeschmolzenen Edelmetalls (Gold, Silber, Elektron) betrug in Bayindir C 218 g. Berücksichtigt man die Tatsache, daß einige erhaltene Stücke von außerordentlicher Qualität nur wenige Gramm schwer sind, so wurde der bestatteten Person offenbar eine ganze Reihe von Preziosen beigegeben.

Während die Beigaben in Bayindir C (Waffen, Teile von Pferdegeschirr, Omphalosschalen, Bronzeprotomen, zwei Standarten und Goldschmuck) eher zu den Inventaren der jüngeren gordischen Gräber und den beiden „Kriegergräbern“ Anittepe I und II passen, entspricht Bayindir D mehr den älteren gordischen Tumuli: Die Tote in D war, ähnlich dem Befund in MM, auf einem Totenbett im Norden der Kammer parallel zur Wand aufgebahrt worden und trug einen silbernen Gürtel. In Kopfhöhe lagen zehn Bronze- und neun Silberfibeln, am Fußende standen zwei Kessel[30] mit Stier- und Greifenprotomen. Auf dem Boden der Holzkammer waren Pferdegeschirrteile, Gebißstücke, silberne Beschläge, weitere silberne und bronzene Gefäße (Schalen mit und ohne Omphalos, Eimer und Kessel), Kellen und ein weiterer Gürtel verteilt. Einen singulären Fund stellen ein Silber- und ein Elfenbeinfigürchen[31] dar.

Neben der Brandbestattung konnte in Bayindir C ein zweiter Brandplatz festgestellt werden, der als Überrest eines Totenmahls gedeutet wird. Es ließen sich hier neben fragmentierter Keramik auch Feigen, Mandeln, Oliven und verbrannte Früchte nachweisen.

Der Ausgräber datiert die konstruktiv in Lykien singulären Tumuli nach den Beigaben phrygischen Charakters ins 8./7. Jahrhundert v. Chr. Dies ist jedoch zu hoch gegriffen, zumal die Fundvergesellschaftung von phrygischen und nichtphrygischen Stücken eine differenziertere Bewertung erfordert. Zuerst soll es hier um die „phrygischen“ Elemente der beiden Bestattungen gehen. So gibt es primäre Brandgräber in Gordion erst ab dem 6. Jahrhundert v. Chr.; auch Goldschmuck, wie in Bayindir C, tritt dort erst später, im fortgeschrittenen 7. Jahrhundert v. Chr., auf.[32] Waffenfunde sind durch die beiden Gräber vom Anittepe bereits im frühen 7. Jahrhundert belegt, dort aber im Zusammenhang mit Urnenbestattungen in Holzkammergräbern.[33]

Die zeitlich und konstruktionstechnisch beste Parallele für die Pfostenbauweise des Holzkammergrabes in D ist der geplünderte gordische Tumulus Z, der aufgrund eines schwarzen, waagerecht kannelierten Kännchens zwischen 670 und 625/20 v. Chr. datiert wird.[34] Erheblich jünger sind die Kurgane im sibirischen Pazyryk, deren älteste Exemplare aus dem ausgehenden 5. Jahrhundert v. Chr. stammen.[35] All diese Gräber zeichnet ein hölzerner Käfig aus, der die Grabkammer umschließt und zusätzlich vor dem Gewicht der Aufschüttung schützt. Auch die Kurgane in Pazyryk wurden nur von einer Steinaufschüttung bedeckt.

Die Provenienz des Schmucks aus den lykischen Tumuli ist ungeklärt. Goldschmuck dieser Güte wird meist mit lydischen oder ostgriechischen Handwerkern in Verbindung gebracht.[36] So ist ein Stück aus dem ephesischen Artemision die beste Entsprechung zu einer mit linearer Granulation verzierten Löwenprotome.[37] Auch für die bronzene Greifenprotome bieten sich Parallelen in griechischen Heiligtümern. Die Greifenprotomen der mittleren Gruppe aus Olympia, Herrmann datiert sie in das Jahrzehnt zwischen 690 und 680 v. Chr., bieten überzeugende stilistische Entsprechungen.[38]

Nähert man sich mit diesen Vergleichen schon deutlich dem mittleren 7. Jahrhundert v. Chr., so ist auch die Elfenbeinstatuette einer Frau mit zwei Kindern nicht mit einem zeitlichen Ansatz um 700 v. Chr. zu verbinden.[39] In Proportion, Technik und Stil ist hier ebenfalls ein Gegenstück aus dem Artemision von Ephesos heranzuziehen. Der „Megabyzos“ entstammt dem sogenannten „Basisfund“, der wahrscheinlich vor dem Neubau des Tempels durch Kroisos, um 560 v. Chr., angelegt worden ist.[40] Die Datierung der Einzelobjekte in ihrer relativen Chronologie schwankt dabei ganz beträchtlich. Gewöhnlich setzt man die Entstehung des „Megabyzos“ um 600 v. Chr. an.[41] Was die Deutung der Figur betrifft, so wird sie nach einer Stelle bei Strabon (14, 641) mit der Person des Eunuchenpriesters der Artemis in Verbindung gebracht.[42]

Zusammenfassend ergibt sich für die Tumuli Bayindir C und D eine Datierung in die zweite Hälfte des 7. Jahrhunderts v. Chr. Die Bestimmung der relativen Abfolge der beiden Gräber ist dabei erst nach einer vollständigen Vorlage der Inventare zu leisten.

Durch die inhomogene Natur der Beigaben der Gräber, die aus phrygischen Objekten des frühen 7. Jahrhunderts und ostgriechischen Stücken des späteren 7. Jahrhunderts v. Chr. zusammengesetzt sind, wird die Interpretation der kleinen Nekropole erschwert. Dörtlük nennt die Grabinhaber „phrygische Fürsten“[43] ohne auf die näheren Umstände, die zu einem solchen Außenposten der phrygischen Welt in Nordlykien geführt hätten, einzugehen.

Schließt man sich der hier gegebenen Datierung der Bestattungen in der 2. Hälfte des 7. Jahrhunderts an, bleibt die Frage zu klären, auf welche Art sich in Nordlykien ein Satz phrygisch anmutender Edelmetallgegenstände erhalten haben könnte, der im Ursprungsland in dieser Zusammenstellung bereits längere Zeit (Gordion, Tumulus S1) nicht mehr in die Gräber gelangt ist. Die gängige Erklärung ist hier die des Erbstücks, das über Generationen vererbt wird, um schließlich im Grab niedergelegt zu werden. Es ist jedoch nicht nur ein altes Gefäß, sondern eine ganze Reihe von Beigaben, die einen „phrygischen“ Charakter haben. Darüber hinaus trägt die Tote auf dem an einer Seite der Grabkammer aufgestellten Totenlager - auch dies eine Bestattungssitte, die in Gordion und Ankara seit dem frühen 7. Jahrhundert v. Chr. nicht mehr zu fassen ist - einen silbernen Gürtel, dessen Haken eine Grundform hat, die ihn mit Gürteln aus Gordion, dem kappadokischen Kaynarca und dem ostlydischen Afyon/Dinar verbindet.[44]

In diese Überlegungen muß die politische Situation einbezogen werden, in der sich Lykien in dieser Zeit befand: Das ganze 7. Jahrhundert v. Chr. ist in Kleinasien durch den Einfall der Kimmerier gekennzeichnet. Im Jahr 675/4 v. Chr. wird die phrygische Hauptstadt Gordion zerstört, um das Jahr 650 v. Chr. fällt Gyges, der König von Lydien, im Kampf gegen die Reiternomaden. Es folgt der Überfall auf die kleinasiatischen Griechenstädte und die Zerstörung und Plünderung von Heiligtümern. Endlich gelingt es im ausgehenden 7. Jahrhundert dem lydischen König Alyattes die Kimmerier zurückzuschlagen.[45] In der Folgezeit wird Lydien zur Hegemonialmacht in Kleinasien, das bis zum Fluß Halys mit Ausnahme von Lykien und Kilikien lydisch wird.[46]

Der positive Nachweis der Kimmerier fällt außerordentlich schwer. Hauptsächlich durch Zerstörungsschichten in Phrygien und an der kleinasiatischen Westküste läßt sich ihre Gegenwart belegen, doch vereinzelt wurden auch Grabanlagen für sie in Anspruch genommen.[47] Bei der Einordnung werden Pferdebestattungen mit reicher Zäumung, Schmuckobjekte mit Tierstilverzierungen und Waffenbeigaben herangezogen.

Es soll hier daher vorgeschlagen werden, in den lykischen Tumuli von Bayindir ebenfalls Gräber von Reiternomaden zu sehen. Ihre im Umfeld singuläre Anlage, der Fund von Pferdegeschirrteilen in beiden Gräbern, die Datierung in die zweite Hälfte des 7. Jahrhunderts und das kostbare Mischinventar, das sich vielleicht aus Beutestücke zusammensetzt, die nach Phrygien und an die kleinasiatische Westküste verweisen, mithin gerade auf die Bereiche hindeuten, für die nach Ausweis der Quellen kimmerische Präsenz belegt ist, machen diese Deutung plausibel.

Nach Lykien könnte sich ein Teil der kimmerischen Scharen zurückgezogen haben und hier Elitegrabsitten praktiziert haben, die sie auf ihrem Zug beobachtet hatten und die ihnen eindrucksvoll erschienen. Auch ist bei Nomaden noch am ehesten davon auszugehen, daß sie auch im „Ausland“ über die logistischen Fähigkeiten verfügten, prunkvolle Leichenbegängnisse für die gesellschaftlich angesehensten Mitglieder ihrer Gemeinschaft zu veranstalten.

 

Eine ganz ähnliche Fundvergesellschaftung wie Bayindir D konnte auch nordöstlich von Lykien bei Cavus Kasaba beobachtet werden: Ein Bronzehort enthielt drei Omphalosschalen, einen kleinen Kessel, zwei Schöpfkellen, eine Speerspitzen und die Appliken eines Pferdegeschirrs.[48]

 

Der Gruppe der Tumulusgräber, die in Anlage und Inventar nicht eindeutig einer bestimmten Kultur zuzuordnen sind, gehört auch das letzte hier ausführlich vorgestellte Beispiel an. Es befindet sich in Tatarli, bei Dinar, im phrygisch-lydischen Grenzland. Die Notgrabung führten Mitarbeiter des Museums von Afyon durch.[49] Der hier aufgenommene Grabhügel ist jedoch kein Einzelfall. Bereits 1967 war der Fund eines phrygischen Bronzegürtels in durchbrochener Technik und mit einer Schnalle in Form einer Bogenfibel bekannt geworden. Der Gürtel wurde durch das Museum in Istanbul angekauft.[50] Als Provenienz wurde ein kleiner Tumulus in der Nähe von Dinar genannt.

Der 1972 in Tatarli ausgegrabene Tumulus war weitgehend ausgeraubt und in seiner Anlage mehrfach verändert (Taf. 31). Der Ausgräber nimmt an, daß es sich um ein phrygisches Holzkammergrab handelt, das in römischer Zeit umgebaut und wiederbenutzt worden war. Im Zuge dieser Umbaumaßnahmen ergab sich eine eigentümliche Mischarchitektur aus einer allseits geschlossenen Holzkammer mit Giebeldach, die in ein lydisches Steinkammergrab mit tonnengewölbten Dromos eingepaßt worden war. Als besonders aufsehenerregend sind bei diesem Grab Malereien auf dem Holz der Eingangsfront zu werten, die Friese von heraldisch sitzenden Raubtieren, kämpfenden Fußsoldaten, einer Wagenkavalkade, geflügelten Stieren und Raubvögeln abbilden.[51] Mellink datiert die Wandmalereien ins 6. Jahrhundert v. Chr.[52] Obwohl es für die konstruktiven Details der Holzkammer Parallelen unter den Tumuli in Gordion gibt, reicht dieses Indiz allein für eine Zuweisung des Grabes zum phrygischen Kulturkreis nicht aus. Jedoch deutet der Fund eines phrygischen Gürtels in einem Grab in der Nähe gleichfalls auf die Mischung lydischer, phrygischer und griechischer Kulturelemente in diesem Grenzgebiet hin.[53] 

Zusammenfassend läßt sich über die phrygischen Tumuli sagen, daß ihre Blütezeit in das ausgehende 8. und frühe 7. Jahrhundert v. Chr. fällt. Sowohl in Gordion als auch in Ankara entstehen in diesem Zeitraum die größten Gräber mit aufwenig gestalteten Holzkammern. Nach Auskunft der historischen Quellen entwickelte Phrygien sich in dieser Zeit zu einer Monarchie von internationaler Bedeutung. Kontakte mit Assyrien und den Nachbarkönigreichen sind sicher durch zeitgenössische Texte zu belegen, jüngere griechische Nachrichten bezeugen auch einen Kulturaustausch mit Griechenland. Archäologisch ist diese Phase auch durch Funde phrygischer Gegenstände in Gräbern nachzuweisen, die außerhalb des phrygischen Kernlandes liegen.

Der Aufstieg Phrygiens verknüpft sich mit der Gestalt des Königs Midas, dessen Grab wir im Tumulus MM aller Wahrscheinlichkeit nach vor uns haben. Dessen außenpolitische Aktivitäten spiegeln sich auch in den Inventaren der phrygischen Einzelbestattungen. Importe entstammen vornehmlich dem nordsyrisch-hethitischen Raum und verweisen auf die deutliche Südorientierung der phrygischen Interessen.

Der König wird im Grab auf seine repräsentativen Funktionen beschränkt. Sei es, daß er selbst Teilnehmer/Gastgeber eines Banketts war oder ein Symposion ihm zu Ehren stattfand; die Menge der bronzenen Gerätschaften, die dem Zweck des gemeinschaftlichen Trinkens dienten, bezeugt die große Bedeutung, die derartigen gesellschaftlichen Ereignissen zukam. Wider Erwarten wird die „harte“ Leistungskomponete im Grab nicht dargestellt: Midas fehlen Waffen und Streitwagen, die seine kriegerischen Tugenden betonten. Auch auf persönliche Bedienstete, die seinen hohen sozialen Rang und seine Ansprüche herausstreichen könnten, wurde verzichtet.

Stattdessen spielte Kleidung offenbar eine sehr große Rolle: Man gab ihm eine Vielzahl von Fibeln und einige Bronzeappliken bei, die als Gürtelbeschläge gedeutet werden.[54] Hierin und in den aufwendig verarbeiteten Holzmöbeln findet sich der spezifische Charakter dieses Königtums wieder. Eine Betonung der gesellschaftlichen Verpflichtungen durch Kleidung und Bronzeservice weisen auch die übrigen zeitgleichen Gräber auf, wobei die genaue soziale Stellung dieser Bestatteten innerhalb der phrygischen Oberschicht nicht bekannt ist.

Der Fund des Kindergrabes P, das ebenfalls alle gesellschaftlich relevanten Attribute eines Würdenträgers enthält, läßt auf die Vererbbarkeit von Status schließen, wie er für Dynastien kennzeichnend ist.

MM ist in Gordion der mit Abstand größte Tumulus, aber nicht der älteste. Betrachtet man die unterschiedlichen Volumina der Aufschüttungen, so wird deutlich, daß die konstituierende Phase des phrygischen Reiches, die nach der literarischen Überlieferung in der Generation vor Midas mit der Person des legendären Königs Gordios zu verbinden ist, tatsächlich von aufwendigen Bestattungen gekennzeichnet wird. Der älteste Tumulus W ist immerhin der zweithöchste Hügel der gordischen Nekropole. Für Phrygien kann die eingangs gestellte Frage nach einem gesellschaftlichen Umbruch, der für die Errichtung von monumentaler Architektur den Hintergrund bildet, also bejaht werden. Sowohl die konstituierende Phase als auch der Machthöhepunkt wird von ausgesprochen aufwendiger Architektur markiert.

Den jüngeren Tumuli fehlen die Würdezeichen Trinkservice und Fibel bzw. Gürtel und das Holzkammergrab mit Körperbestattung wird sukzessive vom Brandgrab abgelöst. Neben fremden Einflüssen, die von den Ausgräbern auf den Einbruch der Kimmerier zurückgeführt werden, wird die Ausstattung der Gräber nun durch persönliche Gegenstände auf einem, im Vergleich zu den älteren Inventaren, viel geringeren Niveau bestimmt. Die Tradition des Tumulusbaus führte man in Phrygien sowohl unter den Lydern als auch unter persischer Oberhoheit fort.

Nach Auskunft der bislang vorgelegten Gräber hatte Gordion als kulturelles und administratives Zentrum Vorbildfunktion für Phrygien. Die Bestattungen in Ankara weisen große Ähnlichkeiten mit den gordischen Holzkammergräbern auf, behalten aber ihre Eigenart, indem sie die Grabform mit Urnenbestattungen und Waffenbeigaben verbinden. Die Diskrepanz des archäologischen Befundes zwischen den beiden benachbarten phrygischen Siedlungen Gordion und Ankara deutet darauf hin, daß es den phrygischen Tumulus nicht gab. Und auch bei der sozialen Einordnung der Grabinhaber helfen kategorische Urteile nicht weiter. Wie es die Beispiele Bayindir und Kaynarca deutlich machen, gibt es eine Vielfalt von Deutungsmöglichkeiten, die die Verbreitung „phrygischer“ Bronzeobjekte im Verlauf des 8. bis 6. Jahrhunderts v. Chr. schlüssiger erklären, als der Hinweis auf phrygische Fürsten im „Ausland“.

Darüber hinaus scheinen phrygische Bronzen ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. auch als Handelsobjekt geschätzt gewesen zu sein, wie ihr Auftauchen in Mischinventaren der Zeit der lydischen und persischen Hegemonie nahelegt.


 


[1] E. Caner, Fibeln in Anatolien, PBF 14, 8 (1983) 15.

[2] T. Özgüc-M. Akok, Die Ausgrabungen an zwei Tumuli auf dem Mausoleumshügel bei Ankara, Belleten 11, 1947, 68 Abb. 23-26; E.L. Kohler, The Lesser Phrygian Tumuli I: The Inhumations (1995) 127, S1 15; ähnliche Fragmente fanden sich auch in METU II, s. S. Buluc, Ankara frig nekropolünden üc tümülüs buluntulari (1979) 62 Taf. 14 Abb. 3; eine weitere Parallele zwischen Anittepe I und S1 besteht in dem Fund einiger Fragmente einer außen waagerecht kannelierten Bronzeschale. T. Özgüc-M. Akok, Die Ausgrabungen an zwei Tumuli auf dem Mausoleumshügel bei Ankara, Belleten 11, 1947, 66, Abb. 19; E.L. Kohler, The Lesser Phrygian Tumuli I: The Inhumations (1995) 124 S1-6.

[3] T. Özgüc-M. Akok, Die Ausgrabungen an zwei Tumuli auf dem Mausoleumshügel bei Ankara, Belleten 11, 1947, 59-69 Abb. 5; E.L. Kohler, The Lesser Phrygian Tumuli I: The Inhumations (1995) 59; ein ähnliches „Kriegergrab“ war auch der Tumulus aus dem Fidanlik. Vgl. die Beschreibung des Grabes bei E. Caner, Fibeln in Anatolien, PBF 14, 8 (1983) 14; H. Zübeyr (Kosay), Ankara Gazi Orman Fidanliginda bulunan eserler, Türk Tarih, Arkeologya ve Etnografya Dergisi 1, 1933, 17 Abb.13-17.

[4] E. Akurgal, Phrygische Kunst (1955) 83 ff.; E.L. Kohler, The Lesser Phrygian Tumuli I: The Inhumations (1995) 17 vergleicht eine schwarzpolierte Schulterhenkelamphora aus Anittepe II, T. Özgüc-M. Akok, Die Ausgrabungen an zwei Tumuli auf dem Mausoleumshügel bei Ankara, Belleten 11, 1947, 73 Taf. 19 Abb. 37 mit der Amphora B 5 aus dem Grabhügel B des 6. Jahrhunderts v. Chr. Mir erscheinen die schwarzpolierten Schulterhenkelamphoren aus MM mit den Nummern 372-374 ebensogutes Vergleichsmaterial abzugeben.

[5] T. Özgüc-M. Akok, Die Ausgrabungen an zwei Tumuli auf dem Mausoleumshügel bei Ankara, Belleten 11, 1947, Taf. 20, Abb. 40 Fragmente von Bronzeschalen zu S1 7-9; Abb. 41 Bronzeknöpfe zu S1 89; Abb. 43 Rotellenhenkel zu MM 61.

[6] S. Buluc, Ankara frig nekropolünden üc tümülüs buluntulari (1979) 62 Taf. 14 Abb. 3 zu S1 15.

[7] T. Özgüc, Untersuchungen über archäologische Funde aus Anatolien, Belleten 10, 1946, 619.

[8] Die Knochensplitter sind meines Wissens keiner anthropologischen Untersuchung unterzogen worden.

[9] T. Özgüc, Untersuchungen über archäologische Funde aus Anatolien, Belleten 10, 1946, 621.

[10] T. Özgüc, Untersuchungen über archäologische Funde aus Anatolien, Belleten 10, 1946, 621f.

[11] E. Caner, Fibeln in Anatolien, PBF 14, 8 (1983) 172. mit Verweis auf R.M. Boehmer, Die Kleinfunde von Bogazköy (1972) 53.

[12] E. Caner, Fibeln in Anatolien, PBF 14, 8 (1983) 14. 17 f. 173.

[13] Die Siedlung „Midasstadt“ wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. gegründet. Die zwischen 1936 und 1951 durchgeführten Grabungen von Haspels und Gabriel brachten an einer Stelle jedoch auch ältere Scherbenfunde zutage. Auch die Belegung der wahrscheinlich zugehörige Nekropole beim türkischen Dorf Yazilikaya begann bereits im späten 8. Jahrhundert v. Chr. C.H.E. Haspels, Phrygie III. La Cité de Midas, Céramique et Trouvailles diverses (1951) 5 f.; zusammenfassend C.H.E. Haspels, The Highlands of Phrygia (1971) 141 ff.; E. Caner, Fibeln in Anatolien, PBF 14, 8 (1983) 17.

[14] S. Buluc, Ankara frig nekropolünden üc tümülüs buluntulari (1979) 19. Die Untersuchung wurde von Dr. Ciner durchgeführt.

[15] Mindestens 1 Omphalosschale in Anittepe I, T. Özgüc-M. Akok, Die Ausgrabungen an zwei Tumuli auf dem Mausoleumshügel bei Ankara, Belleten 11, 1947, 64 f. und Taf. 10 Abb. 18; Makridi II „Gefäßbruchstücke aus vergoldeter Bronze“ T. Özgüc, Untersuchungen über archäologische Funde aus Anatolien, Belleten 10, 1946, 617; Fidanlik, Özgüc 1946 a. O.; Özgüc-Akok a. O. 65 verweisen im Zusammenhang mit vergoldeten Bronzegefäßen auf das Inventar von KIII. G. Koerte-A. Koerte, Gordion, 5. Ergh. JdI (1904) 73 sprechen jedoch nur von „hellem Metallglanz“. Meines Wissens sind die Schalen aus Ankara keiner chemischen Analyse unterzogen worden, um die Natur dieser „Vergoldung“ zu klären.

[16] Notiz von Martin Schede in: AA 1930, 481.

[17] AJA 93, 1989, 119; a. O. 94, 1990, 140. Die Notgrabung wurde von Prof. Dr. Sevim Buluc durchgeführt. Eine sichere Identifikation des Tumulus ist mir nicht gelungen. Da Buluc angibt, daß es sich um ein Grab handelt, das bereits von Makridi in den 20er Jahren ausgegraben worden ist, kann eigentlich nur B.T. gemeint sein.

[18] T. Saatci-A. Kopar, Gordion Kizlarkayasi Kazisi - 1989, I. Müze kurtarma kazilari semineri 1990 (1991) 151-161.

[19] Die Balken haben eine Dicke von 0.16 m. Zum Vergleich die Maße des Holzrahmens in Anittepe I (T. Özgüc-M. Akok, Die Ausgrabungen an zwei Tumuli auf dem Mausoleumshügel bei Ankara, Belleten 11, 1947, 60 und Taf. 4 Abb. 5 mit Detail der Eckverzahnung) : Länge 3.5 m; Breite 2.5 m; Höhe 1 m.

[20] Gute Beispiele für diesen Typ der Verzahnung zwischen Lang- und Kurzseiten sind in Gordion die Tumuli KY (E.L. Kohler, The Lesser Phrygian Tumuli I: The Inhumations (1995) Abb. 29 B), Y (a. O. Abb. 44 B) und S2 (a. O. Abb. 58 B, 59 B).

[21] Die Grabung im Jahr 1984 leitete Mustafa Akkaya vom Museum in Nigde. Der Ausgräber hat die Bronzefunde und eine summarische Beschreibung im Kongreßbericht von B. Le Guen-Pollet-O. Pelon (Hgg.), La Cappadoce méridionale jusqu’à la fin de l’époque romaine, KB Istanbul 1987 (1991) 25 ff. publiziert.

[22] M. Akkaya in: B. Le Guen-Pollet-O. Pelon (Hgg.), La Cappadoce méridionale jusqu’à la fin de l’époque romaine, KB Istanbul 1987 (1991) 25 f.

[23] Warpalawas trägt nicht nur eine „phrygische“ Bogenfibel, sondern auch einen Gürtel, der mit einem Muster verziert ist, das sich auf Beigaben phrygischer Gräber findet. N. Firatli, Finds from the Phrygian Necropolis  of Ankara, Belleten 23, 1959, 206 ff. stellt eine Reihe von Bronzefragmenten vor, die im Magazin des Archäologischen Museums von Istanbul aufbewahrt werden. Die Objekte stammen aus der Nekropole im Südwesten der Stadt und ein Teil zeigt ein geometrisches Buckelmuster, wie es der Gürtel auf dem Relief in Ivriz aufweist.

[24] Die entsprechenden Zeugnisse sind von M. Mellink für ihren Beitrag „Midas in Tyana“, in: Florilegium Anatolicum, FS E. Laroche (1979) 249-257 zusammengestellt worden.

[25] Diese Angaben verdanke ich Privatdozent Dietrich Berges, Hamburg.

[26] J.N. Postgate, Assyrian Texts and Fragments, Iraq 35, 1973, 21 ff. gibt die Übersetzung eines Briefes Sargons an den assyrischen Gouverneur von Kilikien aus Nimrud (Nr. 39 § E) wieder. Sargon zitiert seinen Gouverneur mit den Worten: „A messenger of Urbal’a (Tyana) came to me for an audience, with the Phrygian messenger“.

Wobei die größere Ehrung des Gastes sicher darin bestünde, ihn auf landestypische Weise zu bestatten. Die Ausstattung ist für einen phrygischen Würdenträger im Vergleich mit den Funden in W, P, KIII und MM jedoch lückenhaft. Es sind ausschließlich Teile der Tracht, wobei die charakteristischen Fibeln fehlen und ein unvollständiges Trinkservice beobachtet wurde. Auch die Niederlegung zwischen zwei Steinplatten findet keine Parallele in einem Grab des phrygischen Kernlandes.

[27] Beide Möglichkeiten schließen sich auch durchaus nicht aus. Kostbare Importwaren haben bisher vor allem in der prähistorischen Forschung im Zusammenhang mit dem sogenannten Südimport in spät-hallstatt- und früh-latènezeitlichen Kontexten eine Rolle gespielt. Einen grundlegenden Aufsatz hat F. Fischer hierzu veröffentlicht: KEIMHLIA. Bemerkungen zur kulturgeschichtlichen Interpretation des sogenannten Südimports in der späten Hallstatt- und frühen Latène-Kultur des westlichen Mitteleuropa, Germania 51, 1973, 436 ff.; ders. Vom Oxus zum Istros. Ein Beitrag zur Interpretation kultureller Beziehungen, IstMitt 43, 1993, 319 ff. bes. 324 f. „Tatsächlich kam dem Austausch von Geschenken im Verkehr aller Mächtigen ihrer Zeit untereinander geradezu protokollarische Bedeutung zu, denn die im griechischen Epos, aber auch später noch viel zitierte xenía war [...] von Anfang an eine Abmachung, die sich bis zum förmlichen Vertrag steigern konnte und eben im Austausch von Geschenken ihre dinglich sichtbare ‘Ratifizierung’ erfuhr.“; zum Geschenkwesen im Alten Orient C. Zaccagnini, Lo scambio dei doni nel Vicino Oriente durante i secoli XV-XIII. Orientis Antiqui Collectio XI (1973).

[28] E. Özgen-I. Özgen (Hgg.), Antalya Museum (1988) 32 ff; K. Dörtlük, Archeo 65, 1990, 40 ff.; ders., Anadolu Yili 1994 (1995) 97-109.

[29] Die Untersuchung wurde von Prof. Berna Alpagut durchgeführt, AJA 94, 1990, 140.

[30] E. Özgen-I. Özgen (Hgg.), Antalya Museum (1988) 32. Ein Kessel und eine Kelle waren aus Silber und trugen eine phrygische Inschrift.

[31] Mellink spricht in der kurzen Notiz über diesen Fund im AJA 94, 1990, 140 von drei Elfenbein- und einer Silberfigur.

[32] Tumulus B (um 630 v. Chr.), I und A (beide Ende 6. Jahrhundert v. Chr.).

[33] Weitere Waffenfunde lieferte in Gordion Tumulus J, in dem sich zwei gebogene Messer und Pfeilspitzen fanden. Das Grab wird von E.L. Kohler, The Lesser Phrygian Tumuli I: The Inhumations (1995) 59 zwischen 620 und 600 gesetzt und als Grab eines „Ausländers“, möglicherweise eines Kimmeriers bezeichnet.

[34] Tum Z H: 9, 33 m; Æ: 60 m; Kammergröße: 4, 55 m x 3, 75 m, vgl. E.L. Kohler, The Lesser Phrygian Tumuli I: The Inhumations (1995) 152.156, ähnliche Kännchen fanden sich in KII, H und J, wobei KII sogar ins 6. Jahrhundert zu datieren ist.

[35] Dies., The Lesser Phrygian Tumuli I: The Inhumations (1995) 177 A 68; Pazyryk/Kurgan 2 Kammergröße: 3, 65 m x 4, 92 m x 1, 53 m, vgl. S.I. Rudenko, Frozen Tombs of Siberia (1970) 18.

[36] Die chronologische Einordnung von Goldschmuck macht einige Mühe, da nur ein annähernd fest datierter Fundkomplex zu verzeichnen ist. Der sogenannte „Basisfund“ von Ephesos lieferte eine Gruppe von circa 600 Objekten (Münzen, Elfenbeinschnitzereien, Holz und Edelmetallarbeiten), die vor dem Neubau des Artemisions durch Kroisos, um 560 v. Chr., innerhalb der Basis für den neuen Tempel niedergelegt worden sind. Vgl. hierzu B. Deppert-Lippitz, Griechischer Goldschmuck (1985) 92 ff.

[37] E. Özgen-I. Özgen (Hgg.), Antalya Museum (1988) 40 Kat. Nr. 43 Nadelkopf aus Elektron; H: 1.8 cm, D.G. Hogarth, Excavations at Ephesus. The Archaic Artemision (1908) Taf. 3, 7 der Kopf ist hier noch kompakter als bei dem lykischen Exemplar. Maul, Stirn und Nase sind mit Perldraht akzentuiert. Hogarth a. O. 107 bezeichnet den Typus des Löwenkopfes als „hethitisch“.

[38] E. Özgen-I. Özgen (Hgg.), Antalya Museum (1988) 34 Kat. Nr. 29. 30 (formidentische Stücke), H.-V. Herrmann, Die Kessel der orientalisierenden Zeit II, OF 11 (1979) Kat. Nr. G 14, G 25, G 28. Die olympischen Stücke sind getrieben, die Protome aus Antalya ist gegossen (?). 

[39] E. Özgen-I. Özgen (Hgg.), Antalya Museum (1988) 39 Kat. Nr. 42 Obwohl hier (a. O. 33) bereits auf die enge Verwandtschaft zwischen dem lykischen Exemplar und den Funden aus dem ostgriechischen Artemision verwiesen wird, wird im Anhang (a. O. 190) eine Datierung „late 8th-7th centuries B.C.“ aufrechterhalten. Ebenso E. Akurgal, IstMitt 43, 1993, der die Figur in das erste Viertel des 7. Jahrhunderts v. Chr. setzt.

Die beste Abbildung der Vorder- und Rückseite des Stücks ist der Umschlag des Museumskatalogs aus Antalya.

[40] Eine gute Vorderansicht bei E. Akurgal, Griechische und römische Kunst in der Türkei (1987) Taf.69b Datierung a.O. 28 f. „1. Viertel des 6. Jahrhunderts v. Chr.“

[41] N. Asgari (Hrsg.), The Anatolian Civilisations II (1983) Kat. Nr. B.32: frühes 6. Jahrhundert v. Chr.; J. Burr Carter, Greek Ivory-Carving in the Orientalizing and Archaic Periods (1985) 248: Ende 7. Jahrhundert v. Chr.

[42] D.G. Hogarth, Excavations at Ephesus. The Archaic Artemision (1908) 172 ff.; contra: mit guten Argumenten U. Muss, Studien zur Bauplastik des archaischen Artemisions von Ephesos, Dissertation Bonn 1982 (1983) 102, die in der Statuette ein Kybelebild vermutet. Ausschlaggebend ist eine Kultstatue aus Karkemisch (London, BM 125007), die das gleiche mantelartige Gewand und die gleiche Kette trägt und die nach einer Aufschrift auf dem Rücken als Kubaba bezeichnet wird. L. Woolley, Carchemish III (1952) Taf. B 62 a; ein Neufund, der im Gebiet der Nordseite des Kroisostempels bei der Grabungskampagne 1984 zutage kam, kann nun auch die Funktion solcher Statuetten erklären. Die Figur, die dem „Megabyzos“ in jeder Hinsicht gleicht, ist als Griff eines Doppelgefäßes anzusprechen, AJA 89, 1985, 563; Abbildung in AnatSt 35, 1985, 103-108.

[43] Ders., Archeo 65, 1990, 41.

[44] Das Endstück des Gürtels ist mit zwei übereinanderstehenden Kreisen geschmückt und läuft in drei abgeschnittene Spitzen aus, von denen die mittlere verlängert ist und den Haken bildet. Sowohl die Kreise als auch der Rand des Gürtels sind mit parallelen Ritzlinien verziert. R.S. Young, Three Great Early Tumuli (1981) Taf. 11 B, P 35, M. Akkaya in: B. Le Guen-Pollet-O. Pelon (Hgg.), La Cappadoce méridionale jusqu’à la fin de l’époque romaine, KB Istanbul 1987 (1991) Taf. III, Abb. 10, E. Caner, Fibeln in Anatolien, PBF 14, 8 (1983) G 22 a-d mit unsicherer Provenienz.

[45] V.Ju.  Murzin, Kimmerier und Skythen, in: R. Rolle et al. (Hgg.), Gold der Steppe. Archäologie der Ukraine, Ausstellungskatalog Schleswig (1991) 57 ff.

[46] Hdt. 1, 28.

[47] V. Ünan, Zwei Gräber eurasischer Reiternomaden im nördlichen Zentralanatolien, in: Beiträge zur allgemeinen und vergleichenden Archäologie 4, 1982, 65 ff.; H. Hauptmann, Neue Funde eurasischer Steppennomaden in Kleinasien, in: R.M. Boehmer-H. Hauptmann (Hgg.), FS K. Bittel (1983) 251 ff.

[48] Der Fundort cavus Kasaba liegt 35 km nordwestlich der Provinzhauptstadt Beysehir, AJA 96, 1992, 138; S. Özkan, Belleten 54, 1990, 583-590.

[49] AJA 76, 1972, 178.

[50] AJA 71, 1967, 166; vgl. AJA 61, 1957, 327 (Gordion); Belleten 11, 1947, 68-69 Taf. 12 f. (Ankara).

[51] Das Grab mit den Malereien ist bei H. T. Ucankus, Afyon’un Tatarli kasabasinda bulunan phryg tümülüsü kazisi, VIII. Türk Tarih Kongresi, Ankara 1976 (1979) 305 ff. abgebildet.

[52] RA 1976, 26.

[53] Ein weiterer Tumulus aus dem lydisch-phrygischen Grenzland mit einem gemischten Inventar wurde bei Güre, im Hermostal, entdeckt. Da der „Basmacitepe“ ein Steinkammergrab mit Dromos aus der 1. Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr. birgt, wird dieses Grab zu den lydischen Tumuli gezählt und daher in Kapitel 3.1.2. behandelt, obwohl Beigaben geborgen werden konnten, die als charakteristisch für den phrygischen Kulturkreis gelten. s. K. Akbiyikoglu, Güre Basmaci tümülüsü kurtarma kazisi, I. Müze kurtarma kazilari semineri 1990 (1991) 1 ff.; auch der Tumulus von Tatarli war kein Einzelmonument: Der Ausgräber von Tatarli, Dr. Hasan Ucankus, kündigte 1972 weitere Grabungen an, die leider bisher nicht publiziert sind, AJA 76, 1972, 178; der Zeit der lydischen Hegemonie über Phrygien möchte man auch zwei Tumulusgräber in Kiranharman, einem Ort zwischen Gordion und Polatli, zuweisen. Der Ausgräber Yagci förderte eine Körperbestattung, ein keramisches Vorratsgefäß und mehrerer steinerne Alabastra zutage, R. Yagci, Polatli-Gordion Kiranharman köyü acikiri mevkii kurtarma kazisi, II. Müze kurtarma kazilari semineri 1991 (1992) 265-283. 

[54] Buckelverzierungen und Scheiben weisen auch die Schwertbänder einiger assyrischer Würdenträger auf den Wandreliefs von Sargons Palast in Khorsabad auf, P. Albenda, The Palace of Sargon, King of Assyria (1982) Taf. 18.46.49.77.78.82.