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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-29143
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/2914/


Einstellung schizophrener Patienten zu psychiatrischer Forschung

Gschwend, Christine

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Schizophrenie , Einstellung , Motivation , Teilnahme , Patient
Freie Schlagwörter (Deutsch): psychiatrische Forschung
Freie Schlagwörter (Englisch): attitude , schizophrenia , psychiatric research , participation
Basisklassifikation: 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Naber, Dieter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.04.2006
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 24.05.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Auf der Grundlage bisheriger Forschung zu Einstellung von an Schizophrenie erkrankten Patienten zu psychiatrischer Forschung wurde auf der psychiatrischen Station des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf eine Befragung mit Hilfe eines Fragebogens an 83 Patienten im Herbst 2002 durchgeführt.
Der Fragebogen beinhaltete überwiegend geschlossene Fragen, zu einzelnen Themenkomplexen wurden qualitative Bestandteile integriert. Es handelte sich um eine Querschnittsstudie. Die befragten Patienten zeigten unterschiedliche Schweregrade der schizophrenen Erkrankung. Als wichtiges Einschlusskriterium der Befragung wurde die stationäre Aufnahme der Patienten definiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Motivation zur Teilnahme einerseits auf altruistisches Verhalten („ich helfe dem Forscher oder zukünftigen Patienten“) und andererseits auf eigennütziges Verhalten („ich erhoffe mir persönlichen Nutzen durch die Teilnahme“) zurück zu führen war. Einem finanziellen Anreiz wurde nur untergeordnete Bedeutung beigemessen, wichtig hingegen war es den Patienten Informationen vor und Ergebnisse nach der Untersuchung zu erhalten. Die Hälfte der befragten Patienten war der Meinung, dass auch akut an Schizophrenie erkrankte Menschen an Forschung teilnehmen sollten, deutlich mehr als die Hälfte der Befragten befürwortete die Teilnahme von weniger schwer erkrankten Patienten an Forschung. Zu verschiedenen Bereichen psychiatrischer Forschung befragt, zogen die Probanden sozialpsychiatrische Inhalte biologischen vor. Der Grad der Zustimmung zu einer Untersuchungsmethode nahm mit dem Grad der Invasivität derselben ab.
Als Fazit kann festgestellt werden, dass die befragten Patienten der psychiatrischen Forschung sehr positiv gegenüber eingestellt waren, anders als dies z. T. in älteren Befragungen von Psychiatern angenommen wurde. Die Antworten der befragten Patienten waren durchaus differenziert und lassen den Schluss zu, dass die Betroffenen selbst die zukünftige psychiatrische Forschung unterstützen werden.

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