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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-30808
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/3080/


Einfluss der Mutterschaft auf die Lebensumstände opiatabhängiger Frauen mit Anschluss an das Drogenhilfssystem

Voss, Klaas Lennert

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SWD-Schlagwörter: Mutterschaft , Drogenabhängigkeit , Opiate
Freie Schlagwörter (Deutsch): Opiatabhängigkeit
Basisklassifikation: 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Krausz, Michael (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.09.2006
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 01.11.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Obwohl die große Mehrheit der opiatabhängigen Frauen im gebärfähigen Alter ist, und viele von ihnen folglich auch Mütter sind - in dieser Studie mehr als die Hälfte der Frauen-, wird dieses Thema, sei es in der Literatur oder in den Drogenhilfesystemen, vernachlässigt.
Wie von verschiedenen Autorinnen und Autoren bestätigt, wissen wir sehr wenig über diese Mütter und die Beziehungen zu ihren Kindern sowie über ihre Anstrengungen, mit der Drogenabhängigkeit umzugehen. Die vorliegende Studie ist auch als Versuch zu verstehen, auf diese Klientel und ihre Problematik hinzuweisen.
Die Arbeit zeigt einerseits, dass die Mutterschaft als echte Chance zu begreifen ist, einen Weg aus dem Drogenkontext zu finden, aber andererseits auch, dass ein Teil dieser Frauen mit ihrer Situation überfordert ist. Beide Fälle stellen eine Aufforderung an die Drogenhilfesysteme dar, die Möglichkeiten, abhängigen Müttern zu helfen, zu erweitern. Dies gilt sowohl für die Mütter, die mit ihrem Kind zusammenleben und es erziehen, als auch für die Frauen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr für ihr Kind sorgen. Gerade die vorliegende Untersuchung hat gezeigt, wie dramatisch sich vor allem die Lebenssituation bei vielen der Teilnehmerinnen letztgenannter Gruppe darstellt, auch bei Kontakt zu Therapieeinrichtungen.
Nach den Erkenntnissen dieser Arbeit sollte mehr Beachtung darauf gelegt werden, den Müttern bei der Erziehung und Pflege ihrer Kinder sowie in anderen Bereichen des Alltags Hilfe anzubieten, auch um einem Verlust des Sorgerechts mit all den beschriebenen negativen Auswirkungen zuvorzukommen. Dabei sollte natürlich das Wohl des Kindes im Vordergrund stehen. Sicherlich könnten die Mütter jedoch bei mehr und differenzierterer Kenntnis über ihre Lebensumstände eine effizientere und mehr auf ihre Bedürfnisse und Probleme abgestimmte Unterstützung erfahren. Somit wäre ein wichtiger Schritt getan, die Chance, die sich drogenabhängigen Müttern bietet, umzusetzen und ihnen und ihren Kindern eine hoffnungsvollere und positivere, gemeinsame Zukunft zu ermöglichen.

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