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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-31164
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/3116/


Häufigkeit und Verteilung depressiver Auffälligkeiten bei Kindergartenkindern im Eltern- und Erzieherurteil

Zimmermann, Caroline

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SWD-Schlagwörter: Depression , Vorschulkind , Prävalenz , Epidemiologie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Kindergartenalter , depressive Auffälligkeiten
Basisklassifikation: 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schulte-Markwort, Michael Jürgen (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.10.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 22.11.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Untersuchung sollte einen Beitrag für die Depressionsforschung im Kindergartenalter leisten, um weiteres Wissen über diese Erkrankung, deren Ursachen und Hintergründe in Deutschland zu erarbeiten.
In einer Querschnittsstudie beantworteten sowohl Eltern als auch Erzieher einen Fragebogen über depressive Auffälligkeiten zu 514 Kindergartenkindern in einem Hamburger Stadtteil im Frühjahr 2003. Instrumente zur Erfassung depressiver Auffälligkeiten waren die beiden Symptomskalen der CBCL „Ängstlich/Depressiv“ und „Körperliche Beschwerden“, der SDQ und eine modifizierte Version der DSM-IV-Kriterien nach Luby et al. (2002). Des Weiteren wurde nach Merkmalen aus dem sozialen familiären Umfeld des Kindes gefragt.
Es ergab sich eine Prävalenz depressiver Merkmale aus Sicht der Eltern (in Klammern aus Sicht der Erzieher) bezüglich der CBCL von 5.4% (9.4%) im klinisch auffälligen Bereich und bezüglich der modifizierten DSM-IV-Kriterien von 0.5% (6.7%). Die Überprüfung auf Übereinstimmung zwischen den beiden Urteilern wies maximale Korrelationskoeffizienten von r=.37 beim Gesamtproblemwert und von r=.35 bei den emotionalen Problemen des SDQ-Fragebogens auf. Hinsichtlich depressiver Symptome zeigten sich bei allen drei Instrumenten kleine Korrelationen zwischen den Urteilern. Ein Zusammenhang zwischen depressiven Auffälligkeiten und Merkmalen aus dem sozialen familiären Umfeld konnte nur für die unabhängige Variable „Probleme beim Kindergartenbesuch“ eruiert werden.
Somit existieren depressive Auffälligkeiten bei Kindergartenkindern in einem Hamburger Stadtteil aus Sicht von Eltern und Erziehern. Diese Auffälligkeiten treten in der vorliegenden Studie häufiger als in anderen Untersuchungen auf. Erklärt wird diese Tatsache hauptsächlich durch säkulare Trends und Unterschiede im Studiendesign. Weiterhin zeigte sich nur eine geringe Übereinstimmung zwischen den Beurteilern. Die Erzieher sahen häufiger depressive Symptome bei den Kindern als die Eltern. Dies lässt sich vor allem auf das subjektive Empfinden, verschiedene Bewertungsmaßstäbe und unterschiedliche soziale Bezüge zurückführen. Fehlende Zusammenhänge zwischen depressiven Auffälligkeiten und Merkmalen aus dem familiären Umfeld lassen sich in der vorliegenden Studie am wahrscheinlichsten durch die geringe Fallzahl erklären.
Zukünftige Forschungsbemühungen sollten sich auf die Weiterentwicklung, Verbesserung und Standardisierung von Instrumenten und Methoden zur Erfassung depressiver Auffälligkeiten bei Kindergartenkindern konzentrieren.


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