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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-32573
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3257/


Ablation von ventrikulären Tachykardien mit dem dreidimensionalen elektroanatomischen Mappingsystem CARTO TM : Welche Mapping-Parameter bestimmen den Therapie-Erfolg?

Berodt, Katarzyna

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Basisklassifikation: 44.85
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Antz, Matthias (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.02.2007
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 27.03.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Die hier vorgelegte Arbeit untersucht das Mapping des linken Ventrikels und die Ablation von ventrikulären Tachykardien mit Hilfe des elektroanatomischen Mappingsystems CARTO™ bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung und einem Myokardinfarkt in der Anamnese. Evaluiert werden sollte der Einfluss der Mapping- und Ablationsparameter auf den Ablationserfolg.
Insgesamt wurden 69 Patienten in die Studie eingeschlossen. Die Patienten wurden in 2 Gruppen aufgeteilt: VT-Gruppe, in der das Mapping während der ventrikulären Tachykardie erfolgte und Substrat-Gruppe, die im Sinusrhythmus oder während Stimulation untersucht wurde.
Das Ergebnis zeigt, dass Induktion und Mapping der Ziel-VT während der elektrophysiologischen Untersuchung keinen besseren Ablationserfolg sicherte im Vergleich zur Substratmodifikation. Hinzu kommt eine längere durchschnittliche Untersuchungsdauer der VT-Gruppe bedingt durch Mapping sowohl während Sinusrhythmus als auch während der induzierten VT.
In beiden Gruppen wurden sowohl lineare Läsionen als auch fokale Ablationen durchgeführt. Der Akuterfolg und Langzeiterfolg in Abhängigkeit von der Art der Ablation nach einem erstellten CARTO-Mapping war im Trend besser, wenn die Zone der langsamen Erregungsleitung sicher identifiziert werden konnte.

Diese Arbeit zeigt weiterhin, dass die Lokalisation und die Größe des arrhythmogenen Substrates einen bedeutenden Einfluss auf den Ablationserfolg hatten:
So konnten bei Patienten mit kleinen Substraten nach der Ablation nur noch selten VT induziert werden. Diese Substrate waren am häufigsten im Bereich der Hinterwand lokalisiert. Auch im Follow up traten bei den meisten dieser Patienten keine ventrikulären Tachykardien oder Kammerflimmern mehr auf. Dem zu Folge scheinen sich kleine arrhythmogene Substrate besser für eine Katheterablation zu eignen als große Substrate.
Mit Hilfe des detaillierten elektroanatomischen Mappings ließen sich bei Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit und stattgehabtem Myokardinfarkt präzise die für die ventrikulären Tachykardien kritischen pathologischen Narbenareale rekonstruieren. Darüber hinaus ließen sich mit dem CARTO™-System anatomische Relationen zu den benachbarten Strukturen feststellen um dann eine individuell angepasste Ablationsart zu wählen, die nach den vorliegenden Daten eine sichere und effektive therapeutische Methode darstellte und deren Erfolgsrate wesentlich höher lag als nach der Anwendung konventioneller Mappingtechniken.
Insbesondere für Patienten mit nicht auslösbaren und hämodynamisch nicht tolerierbaren oder blockierten VT bedeutet dieses Verfahren eine Erweiterung der zur Verfügung stehenden Therapieoptionen.

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