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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-33648
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3364/


Quantitative T2 Messungen in der Magnetresonanztomographie bei hirneigenen Tumoren

Quantitative T2 measurement in magnetic resonance imaging at intracerebral tumors

Licharz, Astrid

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SWD-Schlagwörter: NMR-Tomographie , Hirntumor , Hirntumor <Motiv> , Spin-Spin-Relaxation
Freie Schlagwörter (Deutsch): T2 , Quantitatives T2 , T2-Relaxation , hirneigene Tumoren , Magnetresonanztomographie , Astrozytome , Oligodendrogliome , Mischgliome
Freie Schlagwörter (Englisch): quantitative T2 , T2 measurement , magnetic resonance imaging
Basisklassifikation: 44.90 , 44.64
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Zeumer, Hermann (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.06.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 09.07.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel dieser Arbeit ist durch Nutzung neuer MRT-Techniken (quantitative T2) eine Test-Methode zu entwickeln, mit der mittels quantitativer Parameter eine genauere Einschätzung von hirneigenen Tumoren möglich gemacht werden soll. Hiermit soll eine sinnvolle Ergänzung der bisherigen qualitativen bildmorphologischen Kriterien geschaffen werden, um eine genauere Einschätzung solcher Befunde zu ermöglichen. Der Sinn in der Findung quantitativer Aussagen liegt in dem Ziel einer einfachen und patientenfreundlichen Diagnostik, so dass in bestimmten Fällen zukünftig auf invasive Maßnahmen zur Diagnosenfindung verzichtet werden kann.
In dieser Arbeit wurden 52 Patienten, davon 43 mit histologisch gesicherten Diagnosen hirneigener Tumoren (hochmaligne und niedrigmaligne Astrozytome, Oligodendrogliome und Mischgliome) untersucht. Gemessen wurden T2 Relaxationszeiten anhand von rekonstruierten T2 Bildern. T2-Relaxationszeiten der Patienten wurden mit den Werten von 34 gesunden Probanden verglichen und auf Signifikanz bezüglich der Erkennung von gesundem und krankem Hirngewebe, Unterscheidung zwischen hoch- und niedrigmalignen Tumoren und Unterscheidung zwischen Astrozytomen und Oligodendrogliomen hin untersucht.
Es konnte gezeigt werden, dass die Testmethode zwischen gesundem und krankem Hirngewebe valide unterscheidet (für mean Probanden + Patienten/ Tumorzentrum/ mittl. Schicht/ histol. gesichert: Sensitivität: 97.67 %, Spezifität 100 %, ppW 100 %, npW 97.14 %). Hochmaligne und niedrigmaligne Tumoren konnten nicht sicher getrennt werden (für mean/ Tumorzentrum/ mittl. Schicht/ histol. gesichert: Sensitivität: 96 %, Spezifität 16.67 %, ppW 61.54 %, npW 75 %). Hochmaligne Tumoren wurden mit einer Wahrscheinlichkeit von 96 % als hochmaligne erkannt, niedrigmaligne Tumoren jedoch nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 16.67 % im Verhältnis zu allen niedrigmalignen Tumoren. Bei Betrachtung der Tumorränder konnten Spezifität und Sensitivität nicht signifikant gesteigert werden. Bezüglich der Diagnostik von Astrozytomen und Oligodendrogliomen weist der Test eine geringe Validität auf. Die Sensitivität wird mit 10 %, die Spezifität mit 96.43 % bei einem ppW von 50 % und npW von 65.85 % angegeben (für mean/ Tumorzentrum/ mittlere Schicht/ histol. gesichert).
Das Ergebnis entspricht nicht dem Ziel dieser Arbeit, Gewebetypisierungen (Tumorart, Malignitätsgrad) anhand quantitativer Werte vornehmen zu können, um auf invasive Untersuchungen wie beispielsweise Hirnbiopsien vollständig verzichten zu können. Jedoch könnte eine vorgeschlagene zweistufige Diagnostik 10 % der Patienten eine invasive Untersuchung ersparen, was in weiteren Arbeiten validiert werden sollte. Darüber hinaus leistet diese Arbeit einen Beitrag im Umgang mit neuen MRT-Techniken und den Einzug quantitativer Möglichkeiten in der Diagnostik von Hirntumoren.

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