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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-37136
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3713/


Risikofaktoren der postmenopausalen Osteoporose: Untersuchung von 143 Fällen und Literaturübersicht

Migge, Christine

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SWD-Schlagwörter: Osteoporose , Risikofaktor , Frau
Freie Schlagwörter (Deutsch): Frakturrisiko, Knochendichte
Basisklassifikation: 44.61
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kruse, Hans-Peter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.06.2008
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 03.07.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Die Osteoporose ist die häufigste systemische Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. Klinisch bedeutsam ist das Auftreten Osteoporose bedingter Frakturen. In den letzten Jahren sind eine Reihe von klinischen Risikofaktoren identifiziert worden, die mit einer niedrigen Knochendichte assoziiert sind oder unabhängig davon das Frakturrisiko beeinflussen.
Ziel der vorliegenden Arbeit war es, Art und Häufigkeit klinischer Risikofaktoren im Patientengut der Osteologischen Ambulanz am UKE zu untersuchen und ihren Einfluss auf die Knochendichte und den Frakturstatus zu überprüfen. Anhand eines standardisierten Fragebogens wurde das Auftreten von 26 Risikofaktoren bei 143 postmenopausalen Frauen ermittelt und die Knochendichte mittels DXA bestimmt. Es wurden Häufigkeiten ermittelt und die einzelnen Risikofaktoren hinsichtlich ihres Einfluss auf die Knochendichte und den Frakturstatus überprüft. Des Weiteren wurde untersucht, inwiefern die Serumkonzentration des 25-Hydroxy-Cholecalciferols (Vitamin D3) und die Konzentration von Calcium im Serum mit der Knochendichte bzw. dem Frakturstatus korrelieren.
Es hat sich gezeigt, dass ein hohes Alter (> 70 Jahre), eine niedrige Körpergröße und ein Größenverlust (> 5cm) mit dem Vorhandensein einer Wirbelkörperfraktur assoziiert waren. Folgende Risikofaktoren korrelierten mit einer niedrigen Knochendichte: Alter > 70 Jahre, Größenverlust > 5cm, Niedriges Körpergewicht, Wirbelkörperfraktur, Periphere Fraktur, Kein Stillen.
Die Faktoren Body Mass Index, Gewichtsverlust, positive Familienanamnese, kein Sport, körperliche Inaktivität, Immobilisation, Stürze, der Verzehr von Milchprodukten, koffeinhaltiger Getränke oder Alkohol, Rauchen, späte Menarche, frühe Menopause, kurze fertile Phase und Medikamenteneinnahme lieferten keine Information zur Knochendichte oder zum Frakturstatus. Die Serumkonzentration des 25-Hydroxy-Cholecalciferols (Vitamin D3) und die Konzentration von Calcium im Serum zeigten ebenfalls keinen Einfluss auf die Knochendichte bzw. auf den Frakturstatus.
Des Weiteren wurde eine Übersicht zu Studien erstellt, die den Einfluss von klinischen Risikofaktoren auf das Frakturrisiko untersucht haben. Zusammenfassend lässt sich darüber sagen, dass ein hohes Lebensalter und prävalente Wirbelkörperfrakturen die stärksten, von der Knochendichte unabhängigen Risikofaktoren für osteoporotische Frakturen sind. Für periphere Frakturen, eine positive Familienanamnese, multiple Stürze, eine eingeschränkte körperliche Aktivität und Rauchen wurde ebenfalls ein von der Knochendichte unabhängiger Einfluss auf das Frakturrisiko nachgewiesen. Ein niedriger Body Mass Index, ein niedriges Körpergewicht sowie eine Gewichtsabnahme sind weitere Risikofaktoren für osteoporotische Frakturen, die jedoch eine starke Abhängigkeit zur Knochendichte aufweisen. Der Einfluss eines vermehrten Alkoholkonsums wird als gering eingeschätzt. Die Erhebung des Kaffeekonsums und der täglichen Milchzufuhr sind zur Beurteilung des Frakturrisikos nicht geeignet. Für andere Faktoren kann aufgrund der uneinheitlichen Studienergebnisse keine Aussage bezüglich ihres Risikopotentials getroffen werden. Als gesichert gilt, dass das Frakturrisiko mit der Anzahl vorhandener Risikofaktoren ansteigt. Bemühungen zur Erstellung eines Risikoscores waren jedoch bislang wenig erfolgreich.

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