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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-37481
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3748/


Wertigkeit des ICSmaleSF Fragebogens und des I-QoL Fragebogens in der Diagnostik der Harninkontinenz und Blasenentleerungsstörung der Frau

Plösch, Ulrike

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SWD-Schlagwörter: Harninkontinenz , Urodynamik , AKV , SEL <Test>
Freie Schlagwörter (Deutsch): Symptomfragebogen
Freie Schlagwörter (Englisch): Urinary Incontinence , Quality of Life , Lower Urinary Tract Symptoms , Symptom Score
Basisklassifikation: 44.88
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Graefen, Markus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.07.2008
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 07.08.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Dissertation zeigt die Auswertung einer Studie mit 122 Patienten, die sich
mit den Einweisungsdiagnosen Belastungsharninkontinenz, Urgeharninkontinenz, Blasenüberaktivität
oder Blasenentleerungsstörung im Zeitraum von Februar 2002 bis Oktober
2005 in der Urologischen Poliklinik des Universitätskrankenhaus Eppendorf vorstellten.
Alle Patienten füllten den ICSmaleSF Fragebogen und den I-QoL Fragebogen aus und
unterzogen sich danach einer urodynamischen Untersuchung, in der die jeweilige Diagnose
verifiziert wurde. Ziel der Arbeit war es, herauszufinden, ob die urodynamisch
ermittelte Diagnose der Patienten durch die Scores des ICSmaleSF Fragebogens vorhergesagt
werden konnte. Außerdem wurde untersucht, ob zwischen den vier
Diagnosegruppen ein Unterschied in der Lebensqualitätsbeeinträchtigung besteht und ob
die Lebensqualitätsfrage des ICSmaleSF Fragebogens eine gute Übereinstimmung mit
den 21 Items des I-QoL Lebensqualitätsfragebogens aufwies. Dazu wurden verschiedene
statistische Tests angewandt.
Es zeigte sich, dass die urodynamisch ermittelte Belastungsharninkontinenz bei Frauen
wie bei Männern mit einer hohen Spezifität und Sensitivität durch den ICSmaleSF Fragebogen
vorhergesagt werden konnte. Eine Voraussage der urodynamisch gesicherten
Diagnose einer Urgeharninkontinenz durch den ICSmaleSF Fragebogen gelang bei beiden
Geschlechtern nur mit moderater Genauigkeit. Dagegen konnte der ICSmaleSF
Fragebogen bei Frauen eine urodynamisch ermittelte Blasenentleerungsstörung mit einer
guten Spezifität und Sensitivität vorhersagen.
Hinsichtlich der Untersuchung der Lebensqualitätsbeeinträchtigung konnte nur bei Männern
ein Unterschied in den I-QoL Fragebogenscores zwischen den Diagnosen gefunden
werden. So konnte bei Männern mit einer Blasenentleerungsstörung eine signifikant bessere
Lebensqualität als bei Patienten mit einer Belastungsharninkontinenz oder
Urgeharninkontinenz nachgewiesen werden. Weiterhin ergab sich im Gesamtkollektiv
zwischen der ICSmaleSF Lebensqualitätsfrage und den Items des I-QoL Fragebogens
eine hohe Korrelation von 75,5%, wobei diese Korrelation bei der geschlechtergetrennten
Betrachtung bei Männern größer als bei Frauen war.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der ICSmaleSF Fragebogen, wenn er im
Zusammenhang mit anderen urologischen Basisuntersuchungen gesehen wird, bei beiden
Geschlechtern gut zur Diagnostik von Dysfunktionen des unteren Harntrakts und der
Beurteilung der Lebensqualitätsbeeinträchtigung der Patienten eignet.

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