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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-40308
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4030/


Die Arbeitsbedingungen von Freelancern. Entwicklung und Validierung eines Instruments zur stressbezogenen Analyse der Arbeit von Freelancern.

The working conditions of freelancers. Development and validation of an instrument for the stress-related analysis of freelance work.

Clasen, Julia

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Arbeitspsychologie , Arbeitsanalyse , Stress , Arbeitsflexibilisierung , Psychische Belastung , Arbeitsbelastung , Ressourcen , Anforderung , Entrepre
Freie Schlagwörter (Deutsch): Freelancer , freie Mitarbeiter , Freiberufler , ISTA , komplexe Tätigkeit , geistige Tätigkeit
Freie Schlagwörter (Englisch): freelance , freelance work , mental work , complex job
Basisklassifikation: 77.93
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Bamberg, Eva (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.12.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 27.02.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Seit Mitte der Neunziger Jahre wächst in Deutschland die Zahl der Freelancer stetig an. Trotz
ihrer zunehmenden Bedeutung für den Arbeitsmarkt liegen für diese Personengruppe bisher
kaum Erkenntnisse bezüglich Arbeitsbedingungen und deren Auswirkungen vor. Dies ist u.a.
auf einen Mangel an geeigneten Analyseinstrumenten für diese Art von Tätigkeiten
zurückzuführen.
Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein bedingungsbezogenes, standardisiertes, reliables und
valides Verfahren entwickelt, mit dem die für Freelance-Tätigkeiten typischen,
stressrelevanten Tätigkeitsmerkmale auf ökonomische Art und Weise analysiert werden
können. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die erhöhte Variabilität und
Unregelmäßigkeit der Arbeitstätigkeiten und -bedingungen von Freelancern dar.
Den theoretischen Hintergrund des Instruments bilden das handlungstheoretische
Anforderungs-, Belastungs- und Ressourcen-Modell (Greif, Bamberg & Semmer, 1991)
sowie die Konstrukte des auf demselben Modell basierenden Instruments zur stressbezogenen
Tätigkeitsanalyse (ISTA) (Semmer, Zapf & Dunckel, 1999). Die Instrumententwicklung
stützt sich auf eine Literaturanalyse zum Thema, eine vertiefende Interviewstudie mit
Freelancern (N=4) sowie Experteninterviews (N=10). Die empirische Erprobung des neu
entwickelten Verfahrens erfolgte mittels Online-Fragebogen an zwei Freelancer-Stichproben
(N=147; N=263).
Die Ergebnisse der Reliabilitätsanalysen zeigen, dass ein Großteil der entwickelten Analyseskalen
konsistent ist und sich auch im Re-Test als reliabel erweist. Auch die Analyse der
Interrater-Übereinstimmungen lieferte vielversprechende Ergebnisse. Mit dem entwickelten
Fragebogen werden also nicht nur subjektive Urteile, sondern zu einem guten Teil auch
substanzielle Varianz der Arbeitsbedingungen erfasst.
Die Validitätsanalysen führten ebenfalls zu zufriedenstellenden Ergebnissen.
Konfirmatorische Faktorenanalysen zeigen, dass die auf Basis theoretischer Überlegungen
entwickelte Faktorstruktur der Skalen eine zufriedenstellende Passung an die empirischen
Daten aufweist.
Konstruktvalidität und Kriteriumsvalidität der Skalen können als überwiegend
zufriedenstellend bezeichnet werden. Bivariate Korrelationen sowie multiple Regressionsanalysen
liefern überwiegend hypothesenkonforme Ergebnisse.
Mit dem entwickelten Verfahren wird ein Instrument vorgestellt, mit dem die für Freelance-
Tätigkeiten typischen, stressrelevanten Tätigkeitsmerkmale auf ökonomische Art und Weise
analysiert werden können. Es kann zum Screening des Gefährdungspotenzials von Freelance-
Tätigkeiten und als Grundlage für die Entwicklung für Qualifizierungs- und
Präventionsmaßnahmen genutzt werden. Es eignet sich darüber hinaus aber auch zur
detaillierten Selbstreflektion von Freelancern.
Kurzfassung auf Englisch: Due to economic, technological and societal developments, freelance work has become an increasingly important category in the labour market of many developed countries. Despite the growing significance of this group of workers, little effort has been made to understand the specific problems and advantages freelance workers are facing.
A standardized self-report instrument for the stress-related analysis of freelance work was developed in order to improve the current scarcity of knowledge regarding the nature of this type of work.
Being based on both, action regulation theory and the transactional stress-model, the instrument contained validated and newly developed scales regarding freelance-specific stressors, job demands, and resources (e.g., income uncertainty, task-related uncertainty, and control with regard to time, task and work-organisation). Measures of self-efficacy, work-enjoyment, psychosomatic complaints, and irritation / strain served as indicators of well-being and impaired well-being, respectively.
Reliability and construct-validity were analysed in 2 consecutive studies with German freelancers (N=147, N=226). The majority of measures were found to be satisfactorily valid, consistent and stable. Rating scores from freelancers with comparable working-conditions accorded to a promising degree; a finding which suggests a degree of objectivity in the measures used. Major challenges with regard to the analysis of complex work-activities (e.g. analyzing intellectual work, variability of conditions) are discussed.

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