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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-40913
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4091/


Konfliktmanagement und Prävention von Mobbing in Krankenhäusern - eine Evaluationsstudie

Conflict management and prevention of bullying in hospitals - an evaluation study

Roscher, Susanne

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Mobbing , Sozialer Stress , Evaluation , Intervention , Organisationspsychologie , Arbeitspsychologie , Prävention
Freie Schlagwörter (Deutsch): Mobbingprävention , Mobbingintervention
Freie Schlagwörter (Englisch): bullying , bullying prevention , bullying intervention
Basisklassifikation: 77.93
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Bamberg, Eva (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.10.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 08.04.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Das Phänomen Mobbing am Arbeitsplatz ist ein Thema von großer Bedeutung. Es zeigen sich eine Vielzahl von negativen Folgen sowohl für das individuelle Mobbingopfer, wie auch für die Organisationen und die Gesellschaft.
Forschungsergebnisse zeigen, dass Mobbing im Gesundheitswesen häufiger anzutreffen ist
als in anderen Branchen. Deshalb wurde von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) in Kooperation mit der Ärztekammer
Nordrhein ein Pilotprojekt in drei Krankenhäusern aufgelegt, um Möglichkeiten zur Prävention von Mobbing zu erproben. Das Präventionsprogramm gegen Mobbing umfasste
folgende Maßnahmen: Unterstützung einer Projektgruppe, Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Mobbing, Abschluss einer Betriebsvereinbarung, Schulungen der Führungskräfte in
Konfliktmanagement und Mobbingprävention, Aufbau von internen Konfliktberatungsstellen bzw. Schulung von Konfliktlotsen als Ansprechpartner bei Arbeitsplatzkonflikten sowie Mediation bei hoch eskalierten Arbeitsplatzkonflikten. Um die Effektivität des Projekts zu bestimmen, wurde sowohl eine summative Evaluation als
auch eine systematische Prozessevaluation durchgeführt. Befragt wurden berufsgruppenübergreifend alle Mitarbeiter/innen (n = 267) der drei teilnehmenden
Krankenhäuser vor und nach der Intervention. Der Fragebogen setzte sich aus verschiedenen erprobten Instrumenten zusammen. Erfasst wurden arbeitspsychologische
Konstrukte aus den Bereichen „Arbeitsbedingungen/Arbeitsorganisation“, „soziales Umfeld“,
„Konfliktverhalten der Mitarbeiter“ und „Beanspruchung der Mitarbeiter“. Im Rahmen der Prozessevaluation wurden die Durchführung und die Zielgruppenerreichung überprüft sowie
verschiedenste Rahmenbedingungen der Intervention erfasst.
Die Ergebnisse der summativen Evaluation zeigen nur geringfügige Veränderungen auf. In einem der drei Krankenhäuser sanken die Beanspruchungswerte der Mitarbeiter. In der Prozessevaluation zeigte sich, dass es vielfältige Probleme in der Durchführung der
Intervention und in der Zielgruppenerreichung gab sowie schlechte äußere Rahmenbedingungen, die einer Wirkung der Präventionsmaßnahmen entgegenstanden und große Effekte in der Evaluation unplausibel machten. Es wurde festgestellt, dass das Krankenhaus, in dem ein Effekt der Intervention
nachgewiesen werden konnte, das Krankenhaus war, in dem die geringsten Probleme bezüglich Zielgruppenerreichung auftraten und das Mobbingpräventionsprogramm am präzisesten umgesetzt wurde. Das spricht dafür, dass die Maßnahmen, wenn sie richtig umgesetzt werden, auch effektiv sein können. Aus den Ergebnissen der Prozessevaluation lassen sich die Faktoren ableiten, von denen ein Erfolg bzw. Misserfolg einer präventiven Mobbingintervention abhängt. Hieraus werden Empfehlungen für die Durchführung zukünftige Projekte abgeleitet.

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