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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-41959
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4195/


Sexualdelikte in Hamburg. Forensisch-medizinische und kriminologische Aspekte. Eine Auswertung staatsanwaltschaftlicher Verfahrensakten aus dem Jahr 1997

Seifert, Tina

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SWD-Schlagwörter: Sexualdelikt , Täterprofil , Gewalt , Hamburg / Institut für Rechtsmedizin , Verletzung , Blutalkohol , Strafanzeige , Vergewaltigung
Freie Schlagwörter (Deutsch): Täter-Opfer-Beziehung , Verletzungsfolgen , Sexualstraftat
Basisklassifikation: 44.72
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.06.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 04.08.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Es wurden 81 Strafverfahren im Bereich der Sexualdelikte hinsichtlich forensisch-medizinischer und kriminologischer Aspekte ausgewertet. Die Strafverfahren wurden 1997 in Hamburg staatsanwaltschaftlich verfolgt. Täter und Opfer waren im überwiegenden Teil der Fälle miteinander bekannt. Die Tatsache, dass sich Täter und Opfer kannten, korrelierte mit einer verzögerten Anzeigeerstattung durch die Opfer. In Bezug auf die Gewaltanwendung waren Formen der stumpfen Gewalt am häufigsten vertreten. Die extragenitalen Verletzungen waren ausschlaggebend für die Schwere der Verletzungsfolgen. In etwa der Hälfte der Fälle kam es zu genitaler Gewaltanwendung, nur bei einem Fünftel dieser Fälle waren auch genitale Verletzungsmuster dokumentiert worden; diese waren sämtlich nicht schwerwiegend. Wenn medizinische Einrichtungen von den Opfern in Anspruch genommen wurden, handelte es sich dabei meistens um gynäkologische Ambulanzen aus Krankenhäusern. Die Rechtsmedizin des UKE, Hamburg, wurde nur in 11,1% der Fälle konsultiert. Die Dokumentation der Verletzungen aus nicht-rechtsmedizinischen Fachbereichen war hinsichtlich der extragenitalen Verletzungsmuster häufig inkomplett und aus rechtsmedizinischer Sicht unzureichend. Es ließ sich keine Korrelation zwischen Geständnissen der Täter und der Tatsache, dass sich die Opfer in einer medizinischen Einrichtung vorgestellt hatten, ziehen. Die Ergebnisse der Arbeit lassen sich nur auf Sexualstraftaten beziehen, die zur Anzeige gebracht wurden und staatsanwaltschaftlich verfolgt wurden.

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