FAQ
© 2015 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-47849
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4784/


Motivationsunterschiede in der Inanspruchnahmepopulation einer Drogenambulanz für Jugendliche und junge Erwachsene

Chayeb, Sausan

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (2.889 KB) 


SWD-Schlagwörter: Kind , Jugend , Kinderpsychiatrie , Drogenabhängigkeit , Drogentherapie , Drogenabhängigkeit <Motiv> , Veränderungsmessung , Sucht , Sucht <Motiv>
Freie Schlagwörter (Deutsch): Behandlungsmotivation , Veränderungsmotivation , Drogenambulanz
Basisklassifikation: 44.91 , 77.72
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Thomasius, Rainer (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.09.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 28.09.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund: In einer prospektiven, unizentrischen Beobachtungsstudie wurden Daten von N=115 behandelten weiblichen (n=26) und männlichen (n=89) Substanzkonsumenten mit einer substanzbezogenen Störung (ICD-10-Diagnose „abhängiger“ oder „schädlicher Gebrauch“ einer oder mehrerer psychoaktiver Substanzen) im Alter von 13-33 Jahren erhoben. Untersuchungszeitraum und Datenerhebung waren Februar bis November 2008 in der DAA am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
Methoden: Die Messung der Veränderungsbereitschaft erfolgte mit Hilfe des Fragebogens zur Erfassung der Veränderungsbereitschaft (FEVER), allerdings innovativ über die „Netto-Veränderungsbereitschaft“ (= „Handlungstendez“ minus „Precontemplation“). Soziodemographische Angaben sowie die Substanzaffinität der Patienten wurden durch Interview und Fragebogen erhoben. Alle ICD-10-Diagnosen-Störungen wurden den Polikarten der DAA entnommen. Der RAFFT-Fragebogen wurde als ein Screeningverfahren für riskantem Alkohol- bzw. Drogenkonsum eingesetzt. Zur Erfassung der Selbstwirksamkeitserwartung des Patienten wurde die Skala zur Allgemeinen Selbstwirksamkeit (SWE) und zur Erfassung der psychischen Grundbelastung die Kurzform der Symptom-Checklist (SCL-90-R) verwendet. Statistische Auswertungen erfolgten über Chi2-Teste und über t-Teste.
Ergebnisse: Patienten über 21 Jahre sind signifikant höher veränderungsmotiviert als Patienten unter 21 Jahren. Eher veränderungsbereite Patienten der DAA weisen größtenteils günstigere, nämlich intrinsische („eigen motivierte“) Vorstellungsgründe auf. Die Anzahl psychisch komorbider Störungen steht in Zusammenhang mit der Veränderungsmotivation: Veränderungsbereite Jugendliche und junge Erwachsene weisen eher weniger von solchen Störungen auf.
Limitationen: Die Ergebnisse gelten vermutlich am ehesten für Großstädte und männliche Patienten. Die Interviewdaten gehen nicht sehr in die Tiefe, da die Studie nicht eigens zur Überprüfung der Leidensdruck-Hypothese konzipiert wurde.
Schlussfolgerung: Die beobachteten Indikatoren der Veränderungsmotivation lassen sich mehrheitlich (manchmal aber nur indirekt) vor dem Hintergrund des psychodynamischen Konzepts des Leidensdrucks verstehen.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende