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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-55256
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5525/


Ist das Screening auf Abdominelle Aortenaneurysmen in Deutschland möglich? Ergebnisse einer repräsentativen Hausarztumfrage

Is The Screening For Adominal Aortic Aneurysm Possible In Germany? A representative survey

Meier, Ute Christel

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SWD-Schlagwörter: Aortenaneurysma , Ultraschall , Screening , Umfrage , Hausarzt
Freie Schlagwörter (Deutsch): Bauchaortenaneurysma, Deutschland
Basisklassifikation: 44.14
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Debus, Sebastian (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.01.2012
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 23.02.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund: Trotz verbesserter operativer und klinischer Versorgung des Bauchaortenaneurysmas (AAA) sind die Mortalitätszahlen der Erkrankung in Deutschland in den letzten Jahren gestiegen. Diese werden nach wie vor durch die spontane Aneurysmaruptur bestimmt, die noch immer überwiegend letal verläuft. Die in internationalen Studien erwiesene, mögliche Absenkung der Mortalitätsraten durch ein Ultraschall-Screening-Programm hat im Gegensatz zu anderen Ländern in Deutschland bisher noch nicht zur Einführung eines solchen Programms geführt, obwohl ein Ultrschallscreening (US-Screening) grundsätzlich sicher und effizient durchführbar ist. Es wurde anhand einer Befragung deutscher Hausärzte die Möglichkeit untersucht, ein entsprechendes Ultraschallscreening in den Hausarztpraxen einzuführen.
Methoden: Mittels einer schriftlichen Befragung von 2.000 repräsentativ ausgewählten Hausärzten aus dem gesamten Bundesgebiet wurde anhand eines hausintern entwickelten Fragenkatalogs die Ausstattung mit Ultraschallgeräten, die Screening-bezogene Fachkenntnis- und der Motivationsstand der Hausärzte festgestellt. Die Repräsentativität der Studienergebnisse wurde durch einen telefonischen Re-Test evaluiert.
Ergebnisse: Wir fanden heraus, dass die rund 60.000 deutschen Hausärzte für ein US-Screening auf AAA im Primärbereich prinzipiell zur Verfügung stehen. Mehr als zwei Drittel verfügen bereits heute über ein Ultraschallgerät. Die meisten besitzen schon jetzt die notwendige Ausbildung und die Fachkenntnis, ein US-Screening der Bauchaorta durchzuführen. Die überwiegende Mehrheit der Ärzte traut sich ein Screening zu, und die Hälfte ist motiviert, Fortbildungen zu dem Thema zu besuchen. Knapp drei Viertel der Befragten können sich die Etablierung eines Ultraschall-Screenings für die Bauchaorta als Bestandteil der hausärztlichen Praxis vorstellen.
Schlussfolgerungen: Der flächendeckenden Etablierung eines US-AAA-Screenings in deutschen Hausarztpraxen steht grundsätzlich nichts im Wege. Selbst im weniger mit Ultraschallgeräten besetzten Osten Deutschlands könnte man eine für jeden Patienten im allernächsten Umkreis erreichbare US-Screeningpraxis etablieren. Voraussetzung wäre neben der Konzipierung einer zielgruppengesteuerten Einführungskampagne die Etablierung einer geeigneten Vergütungsstruktur.


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