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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-58778
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5877/


Expression von LPA-Rezeptoren in humanen metastasierenden und nicht-metastasierenden Tumorzellen in immundefizienten Mäusen

Berliner, Christoph Alexander

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Basisklassifikation: 44.34 , 44.35
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schumacher, Udo (Prof Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.09.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 18.10.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Die Metastasierung von malignen Tumoren führt bei vielen Patienten zu einem Therapieversagen, von daher ist eine intensive Erforschung
der Metastasierungsmechanismen schon lange Fokus der Wissenschaft. LPA-Rezeptoren wurden hier als Schlüsselelement identifiziert. In dieser vergleichenden Untersuchung von humanen, metastasierenden und nicht-metastasierenden Tumorzellen soll die
Rolle von den Rezeptoren LPA1-3 für die Metastasierung gezeigt werden. Gleichzeitig wird eine Übertragbarkeit von Ergebnissen aus der Zellkultur auf den Tierversuch überprüft. Dafür wurden dreizehn verschiedene in SCID-Mäusen herangezüchtete Tumorzellen mit einer humanen Nabelschnurendothelzelle auf die relative Rezeptorexpression von LPA1-3 untersucht und mit der relativen Rezeptorexpression der Zellen in Zellkultur verglichen. Dabei konnte gezeigt werden, dass sich die LPA-Rezeptorexpression von Tumorzelle zu Tumorzelle deutlich unterscheidet und es kein festes Tumorexpressionsmuster für LPA-Rezeptoren gibt. Auch ist eine Übertragbarkeit zwischen Zellkultur und Xenograftversuch nur bedingt möglich. Jedoch stimmen bisher gezeigte Funktionen von LPA-Rezeptoren mit dem Verteilungsmuster im Xenograft überein. Zusammenfassend unterstreichen die durchgeführten Versuche die Signifikanz von LPA in der Pathophysiologie von Tumoren. Sie zeigen aber auch, dass Erkenntnisse die im Zellkulturversuch gewonnen wurden nicht ohne weiteres auf das Tiermodell oder weitergedacht auf den Menschen übertragen werden können. Den Fakt der Übertragbarkeit kann man optimal anhand der Kolonkarzinomzelllinie HT29 aufzeigen. „In vitro“ exprimiert die Zelle die Rezeptoren LPA1 und LPA2 am Rande der Nachweisgrenze, während diese Rezeptorexpression im „in vivo“ Xenotransplantat gravierend ansteigt. Das eine Erhöhung der LPA Rezeptoren im Zusammenspiel mit der
Aktivierung von Her2, EGFR und anderen Signalkaskaden eine wichtige Rolle in der Tumorgenese von gastrointestinalen Tumoren spielt ist bekannt. LPA-Rezeptoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in der Metastasierung. Allerdings scheint mehr das Zusammenspiel der bisher bekannten und eventuell noch unbekannten LPA-Rezeptoren die entscheidende Rolle zu spielen. Der spezielle LPA-Rezeptor für
Metastasierung existiert nicht. Für die weitere Erforschung des Zusammenspiels der LPA-Rezeptoren bietet das Tiermodell wesentlich besser auf den Menschen übertragbare Ergebnisse als Versuche in der Zellkultur.

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