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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-68883
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6888/


Evaluation radiologischer Kriterien zur Differenzierung des Nebennierenrindenkarzinoms von benignen Nebennierenraumforderungen

Richter, Paul-Ajoy

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Basisklassifikation: 44.64 , 44.81 , 44.61
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Beil, Frank-Ulrich (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.07.2014
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 28.07.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel der vorliegenden Promotionsarbeit war es, radiologische Kriterien zu evaluieren, die das NNR-CA von benignen NN-Tumoren unterscheidet. Zusätzlich sollten diese radiologischen Kriterien auf ihre prädiktive Aussagekraft hin überprüft werden.
Hierzu wurden im deutschen NKR retrospektiv Patienten ermittelt, bei denen entweder ein NNR-CA (n=51) oder ein NN-AD (n=25) diagnostiziert worden war. Die Einschlusskriterien für diese Studie waren die histologische Sicherung des jeweiligen Tumors - die Adenome waren zum Teil in ihrem klinischen Verlauf radiologisch gesichert worden - und das Vorhandensein einer prätherapeutischen, abdominellen Nativ- und KM-CT in Form einer CD. Im Fokus standen die Analysen der Tumorgrößen und der gemessenen HEs in der Nativ-CT. Die Auswertung der CT- Bilder erfolgte unabhängig voneinander durch einen erfahrenen Radiologen und durch den Autor.
Die NN-ADs waren im Median 4 cm groß (Spannweite 2-7.5 cm) und stellten sich bei den gemessenen HEs im Nativ-Bild mit einem Median von 5 HEs dar (Spannweite - 13-40 HEs). Die Analyse der Karzinome ergab eine mediane Karzinomgröße von 9 cm (Spannweite 2-20 cm) und eine mediane Karzinomdichte von 34 HEs (Spannweite 14-74 HEs). Im Vergleich beider Gruppen konnte gezeigt werden, dass die NNR-CAs signifikant größer waren als die NN-ADs (p<0.0001). Die Durchführung einer ROC-Analyse, bei der eine Mindestsensitivität von 95% zur Feststellung eines Karzinoms gewählt wurde, ergab für die Tumorgröße einen Grenzwert von 3,9 cm zur Identifizierung eines NNR-CA (Sensitivität 98%, Spezifität 40%, AUC 0,93, p<0.0001). Die Analyse der gemessenen HEs in der Nativ-CT zeigte ebenfalls einen signifikanten Unterschied beider Gruppen zueinander (p<0.0001). Die ROC-Analyse, bei der wieder eine Mindestsensitivität von 95% zur Feststellung eines Karzinoms gewählt worden war, ergab für die gemessenen HEs einen Grenzwert von 21 HEs (Sensitivität 96.1%, Spezifität 80%, AUC 0.89, p<0.0001) zur Identifizierung eines NNR-CA. Bei einer Grenzwertfestlegung von 13.9 HEs stieg die Sensitivität auf 100%, wobei die Spezifität allerdings auf 68% abfiel. Bei dem international festgelegten Grenzwert von 10 HEs fiel die Spezifität sogar auf 58% ab. Gemessene HEs von >39.5 HEs wiesen in hohem Maße auf ein NNR-CA hin (Sensitivität 31.4%, Spezifität 96%). NN-Läsionen, die eine Dichte von <21 HEs im Nativ-Bild haben, sind in den meisten Fällen benigne Tumore, wohingegen Dichtewerte >39.5 HEs ein NNR-CA vermuten lassen. Für Tumore, deren HEs zwischen diesen beiden Werten liegen, kann eine Tumorgröße von >3.9 cm auf ein Karzinom hinweisen. Die native CT sollte unserer Meinung nach bei allen Patienten mit NN-Läsionen unklarer Ätiologie durchgeführt werden.
Kurzfassung auf Englisch: Adrenal incidentalomas are increasingly found with the widespread use of imaging procedures. Threshold of 2-20 HU in unenhanced CT are suggested to identify benign adrenal tumours (BAT). However, these studies included only low numbers of adrenocortical carcinomas (ACC).
Objective: To define thresholds sensitive and specific for ACC in a large cohort. Design: Retrospective comparative analysis of ACC patients diagnosed 2005-2010.
Setting: Referral Centre.
Patients: Fifty-one ACC (21 males, median age 49 years) from the German ACC registry
compared with 25 BAT (12 males, 64 years, defined by histology or follow-up >12 months). Intervention: CT independently evaluated by 2 investigators.
Main outcome measure: Tumour density in HU before any treatment.
Results: Median tumour size was 9 cm (range 2-20) vs. 5 cm (2-7.5) (p<0.0001). All ACC presented with inhomogeneous structure and 45% with unclear demarcation, whereas this was the case in only 44% and 16% of BAT (p<0.0001 and p<0.05, respectively). In ACC, median unenhanced HU value was 34 (range 14-74) in comparison to 5 (-13-40) in BAT (p<0.0001). ROC analysis revealed HU of 21 as threshold with best diagnostic accuracy (Sens 96.1%, Spec 80%, AUC 0.89). However, two ACC with 5 and 6 cm would have been missed. Setting the threshold to 13.9 allowed for 100.0% sensitivity, but lower specificity of 68.0%.
Conclusions: This first large study on ACC confirmed that the vast majority of ACC have unenhanced HU of more than 21. However, to avoid misdiagnosing an ACC as benign a threshold of 13 has to be used.

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