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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-73190
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2015/7319/


Untersuchung des Befallmusters der Riesenzellarteriitis bei oberflächigen Kopfarterien mit Hilfe der Magnetresonanztomographie

Lück, Isabel

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SWD-Schlagwörter: Arterienentzündung , Kernspintomographie , Positronen-Emissions-Tomographie , Ultraschalldiagnostik , Biopsie , Erblindung
Freie Schlagwörter (Deutsch): Arteriitis temporalis Horton , GCA , RZA
Basisklassifikation: 44.64
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Regier, Marc ( PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.04.2015
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 19.05.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Die Arteriitis temporalis ist die häufigste systemische Vaskulitis, und betrifft vornehmlich Frauen ab dem 50. Lebensjahr. Da sie unbehandelt die Gefahr der Erblindung birgt und eine Kortisontherapie begonnen werden muss, ist eine schnelle und genaue Diagnosestellung besonders wichtig. Jedoch ist das Risiko einer falsch negativen Diagnosestellung mittels Ultraschalluntersuchungen und Biospieentnahmen, welche heute noch als Goldstandard gelten, durch den segmentalen Befall der Arterien nicht gering.

Das Ziel dieser Dissertation ist die Darstellung des Befallsmusters, beziehungsweise die Berechnung der Segmentlängen und Wanddicken entzündeter und nicht entzündeter Abschnitte der einzelnen oberflächigen Kopfarterien.
Es wurden bei 34 Patienten bilateral jeweils in 30 MRT Schichtaufnahmen die A. occipitalis superficialis, der R. parietalis und der R. frontalis der A. temporalis superficialis ausgewertet. Für jede Schicht wurde jeweils der Entzündungsstatus der einzelnen Arterien bestimmt, sowie die Wanddicke und Segmentlänge berechnet.
Es stellte sich heraus, dass beim Patientenkollektiv die A. occipitalis superficialis am häufigsten entzündlich befallen war, links bei 94,12 Prozent, rechts bei 90,91 Prozent. Im Vergleich hierzu zeigten sich der R. parietalis und der R. frontalis links bei 74 Prozent, bzw. 79 Prozent, rechts bei 58 Prozent beziehungsweise bei 55 Prozent entzündet. Die Unterschiede zwischen der A. occipitalis und den beiden Ästen R. frontalis und R. parietalis waren mit einem p-Wert von 0,0011 signifikant.

Auch hinsichtlich der Lateralität stellte sich heraus, dass die A. occipitalis superficialis signifikant häufiger bilateral entzündet war (p= 0,0249). Der R. frontalis zeigte sogar bei 21 Prozent der Patienten bilateral kein einziges entzündetes Segment, der R. parietalis bei
18 Prozent.

Bei der Berechnung der Segmentlängen zeigten sich im Mittel zwischen entzündeten und nicht entzündeten Segmenten keine signifikanten Unterschiede (p= 0,9763).
Die Mittelwerte der einzelnen Arterien wiesen eine Spannbreite von 1,87 cm (A. occipitalis superficialis) bis 3,32 cm (R. frontalis) für nicht entzündete Segmente, und 1,56 cm (R. parietalis) bis 3,91 cm (R. frontalis) für entzündete Segmente auf.

Es ist denkbar, dass die Magnetresonanztomographie aufgrund ihrer diagnostischen Genauigkeit, des nicht invasiven Charakters und ihrer untersucherunabhängigen Reproduzierbarkeit den diagnostischen Goldstandard, die Biopsie mit der histologischer Auswertung, in vielen Fällen unnötig werden lässt.

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