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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-75055
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2015/7505/


From ‘programme transplants’ to ‘local approaches’ : the prevention of domestic violence against women in Tajikistan

Von "Exportmodellen" zu "lokalen Ansätzen" : die Prävention häuslicher Gewalt gegen Frauen in Tadschikistan

Erich, Alexander

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Tadschikistan , Entwicklungszusammenarbeit , Gewalt , Prävention , Gleichberechtigung , Frauenförderung
Freie Schlagwörter (Deutsch): häusliche Gewalt
Freie Schlagwörter (Englisch): Tajikistan , development cooperation , violence , prevention , gender equality
Basisklassifikation: 73.07
Institut: Kulturgeschichte und Kulturkunde
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Bliss, Frank (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.07.2015
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 27.08.2015
Kurzfassung auf Englisch: The use of locally suitable approaches is considered good practice in violence prevention programming. There is, however, little theoretical grounding as well as a lack of evaluative evidence and programmatic guidance on the design and implementation of local prevention approaches. By analysing the project ‘Prevention of Domestic Violence’ (PDV) project as a specific case, the study aims to provide scientific evidence on what worked in domestic violence prevention in Tajikistan and a concrete framework for designing local approaches. The study demonstrates that domestic violence prevention in Khatlon region in Tajikistan needs to take into account the current discourse on Tajik identity, gender relations and Islam; the socio-economic conditions that are characterised by poverty and lack of women’s agency; the informality of local governance and the weaknesses of public institutions; the high prevalence and acceptability of domestic violence and the role of extended family members. The study finds that the local approaches used by PDV contributed to a reduction in the cultural acceptability of domestic violence. However, it also shows that the project succeeded in mobilising various stakeholders for a ‘Tajik’ response to domestic violence at the expense of promoting a broader gender equality agenda.
Kurzfassung auf Deutsch: Die Verwendung lokal angepasster Ansätze gilt in der internationalen Diskussion zur Gewaltprävention als "good practice". Jedoch mangelt es an theoretischer Fundierung, evaluatorischer Evidenz und konzeptioneller Orientierung für die Entwicklung lokal angepasster Präventionsansätze. Eine Analyse des Projektes „Prevention of Domestic Violence“ (PDV) als konkretes Fallbeispiel dient der Studie als Grundlage mit dem Ziel, wissenschaftliche Evidenz zur Effektivität lokal angepasster Ansätze zu generieren und einen Handlungsrahmen für deren Gestaltung bereitzustellen. Die Studie zeigt, dass Präventionsarbeit in der Region Khatlon in Tadschikistan folgende Faktoren berücksichtigen muss: den aktuellen Gesellschaftsdiskurs zum Verhältnis von tadschikischer Identität, Geschlechterbeziehungen und Islam; die Armutssituation und die mangelnde Gleichberechtigung von Frauen; den informellen Charakter lokaler Regierungsführung und die Schwäche öffentlicher Institutionen; die hohe Prävalenz und Akzeptanz häuslicher Gewalt, die Rollen verschiedener Familienmitglieder und den Einfluss von Risikofaktoren. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass PDV ein gesellschaftliches Klima gegen häusliche Gewalt förderte. Die Analyse zeigt überdies, dass die lokalen Partner in der Entwicklung ihrer Ansätze das Thema der Gleichberechtigung der Geschlechter umgehen. Dabei ist ein wiederkehrendes Muster das Bestreben Frauen zwar vor körperlicher Gewalt zu schützen, nicht aber sie von patriarchaler Unterdrückung insgesamt zu befreien. Diese Erkenntnis weist auf einen praktischen Zielkonflikt bei der Konzeption und Umsetzung von Präventionsansätzen hin, nämlich zwischen dem Anspruch Ansätze am globalen Ziel der Geschlechtergerechtigkeit auszurichten und diese zugleich an lokale Bedingungen anzupassen. In dem das PDV-Projekt das Thema Gleichberechtigung ausklammert konnte es lokale Akteure für einen „tadschikischen Ansatz“ zur Prävention häuslicher Gewalt gewinnen, jedoch unter Inkaufnahme von Abstrichen hinsichtlich einer umfassenderen Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter.

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