| Titel: | Messaging for Deterrence: North Korea’s Nuclear Doctrine of Assured Asymmetric Escalation | Sonstige Titel: | Kommunikation zur Abschreckung: Nordkoreas Nukleardoktrin von Garantierter Asymmetrischer Eskalation | Sprache: | Englisch | Autor*in: | Suh, Elisabeth I-Mi | Schlagwörter: | Signaling; Messaging; Nukleardoktrin; Abschreckungslogik; strategische Kommunikation; Internationale Beziehungen; Verhandlungstaktik; nuclear doctrine; strategic communication; bargaining tactic; nuclear strategy | GND-Schlagwörter: | AtomstrategieGND Nukleare AbschreckungGND VerteidigungGND JucheGND SicherheitspolitikGND |
Erscheinungsdatum: | 2025-05-07 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2025-12-03 | Zusammenfassung: | Informationen spielen eine zentrale Rolle in der internationalen Politik – und das Regime in Pjöngjang nutzt dies aktiv aus. Nordkorea wird typischerweise als verschwiegen beschrieben, obwohl es massiv in öffentliche Kommunikation investiert und auf diesem Weg sogar strategisch relevante Informationen über seine nuklearen Fähigkeiten preisgibt. Natürlich enthält diese Kommunikation viele sich wiederholende, bedeutungslose Botschaften und Propaganda, doch gleichzeitig veröffentlicht Pjöngjang so auch regelmäßig eine Vielzahl an direkten, sachlichen Botschaften über sein Nuklearwaffenprogramm. Um dieses Verhalten besser zu verstehen, mit dieser Art von Primärquellen umzugehen und daraus Informationen zu ziehen, wurde im Rahmen dieser Dissertation Nordkoreas öffentliche nukleare Botschaften in vier Untersuchungszeiträumen zwischen 2001 und 2018 eruiert. Das systematische „Durchsieben“ der umfangreichen staatlichen Kommunikation, die Unterscheidung zwischen „geräuschvollen“ und strategischen Botschaften und dadurch vollzogene Analyse der nuklearen Botschaften Nordkoreas ergeben eine Reihe an Informationen darüber, wie Pjöngjang den Zweck seiner Nuklearstreitkräfte, deren Zusammensetzung, Einsatzbedingungen und Einsatzpläne präsentiert. Diese Präsentation erlaubt wiederum Rückschlüsse darauf, was das Regime in Pjöngjang als seine Nukleardoktrin darstellt – und wie die Kommunikation dieser Doktrin einer garantierten asymmetrischen Eskalation darauf abzielt, Nordkoreas Hauptgegner, die USA, davon zu überzeugen, dass ein Versuch des Regimewechsels in Pjöngjang erwartbar mit nuklearen Schlägen gegen militärische Ziele in der Region beantwortet werden würde – selbst dann, wenn die nordkoreanische Führung ausgeschaltet oder das Nuklearwaffenarsenal getroffen worden sein sollte. Im Gegensatz zur gängigen Wahrnehmung von Nordkorea als verschwiegenen Einsiedlerstaat und im Unterschied zu den meisten anderen nuklear bewaffneten Staaten, die ihre Nukleardoktrin kommunizieren, sind Nordkoreas nukleare Botschaften sehr klar und detailliert – weil das Regime davon überzeugt ist, dass diese Informationen für sein externes Publikum, insbesondere für seine Gegner, von Bedeutung sind und somit Einfluss auf seine Verhandlungsposition gegenüber den USA nehmen können. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12113 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-ediss-133930 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Schröder, Ursula Gartzke, Erik |
| Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
Dateien zu dieser Ressource:
| Datei | Beschreibung | Prüfsumme | Größe | Format | |
|---|---|---|---|---|---|
| eSuh Dissertation.pdf | Dissertation von Elisabeth Suh, inklusive Datum der Disputation | 42b43a838d01149609fef32aac6a7dee | 1.81 MB | Adobe PDF | ![]() Öffnen/Anzeigen |
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