Titel: Veränderungen der links- und rechtsventrikulären hämodynamischen Funktion nach Katheter-gestütztem Mitralklappenersatz
Sprache: mehrsprachig
Autor*in: Strotmann, Lena Sophie
Schlagwörter: Linksventrikuläre Funktion; Rechtsventrikuläre Funktion; Druck-Volumen-Kurven; Nicht-invasive Diagnostik; Transkatheter Mitralklappenintervention
GND-Schlagwörter: MitralinsuffizienzGND
KardiologieGND
MitralklappenersatzGND
MitralklappenersatzGND
HämodynamikGND
Frank-Starling-GesetzGND
Erscheinungsdatum: 2024
Tag der mündlichen Prüfung: 2026-01-16
Zusammenfassung: 
Der Katheter-basierte Mitralklappenersatz (TMVR) stellt eine neue Behandlungsoption für chirurgische Hochrisikopatienten mit Mitralklappeninsuffizienz (MI) dar. Obwohl bei den meisten Patienten, die sich einer TMVR unterziehen, eine vollständige Eliminierung der MI erreicht wird, sind die hämodynamischen Folgen der Intervention noch weitestgehend unverstanden. Mit der vorliegenden Arbeit wurden die hämodynamischen Auswirkungen der TMVR-Prozedur auf die links- und rechtsventrikuläre Funktion mit Hilfe nicht-invasiver Druck-Volumen-Kurven untersucht.

Alle Patienten mit hochgradiger MI, die sich zwischen Mai 2016 und August 2022 einer TMVR-Prozedur unterzogen, wurden in das lokale HERMES Register aufgenommen. Die enddiastolischen und endsystolischen Druck-Volumen-Beziehungen (EDPVR und ESPVR) wurden anhand echokardiografischer single-beat Messungen bei 26 Patienten zum Baseline-Zeitpunkt und nach TMVR zum Zeitpunkt der Entlassung sowie nach einem 1-Jahres-Follow-up abgeleitet. Die Funktion des rechten Ventrikels (RV) wurde anhand des systolischen Drucks in der Lungenarterie (sPAP), der systolischen Exkursion der Trikuspidalebene (TAPSE), der Kopplung zwischen RV und Lungenarterie (PA) sowie des rechtsventrikulären fractional area changes (RVFAC) bestimmt.
Insgesamt wurden 26 Patienten (77,0 Jahre [IQR 73,9-80,1], N=17 [65,4%] männlich) mit erfolgreich durchgeführter TMVR-Prozedur eingeschlossen (sekundäre MI [N=21, 80,8%]; die mediane LV-Ejektionsfraktion lag bei 37,0% [IQR 30,7-50,7]). Hinsichtlich der LV-Funktion wurde nach TMVR zum Zeitpunkt der Entlassung eine Reduktion von VPed20 (p<0.001) beobachtet, die auf eine Linksverschiebung der EDPVR-Kurve hinweist sowie eine Zunahme der end-systolischen Elastizität (Ees) (p=0.007). Zum 1-Jahres-Follow-up zeigten sich die LV-Kontraktilität sowie das RV-PA-Coupling ohne signifikante Veränderung im Vergleich zur Entlassung. Die Reduktion von VPed20 zum Zeitpunkt der Entlassung war signifikant assoziiert mit der dem kombinierten Endpunkt aus Tod oder Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz nach einem Jahr (HR 0.16, 95% CI 0.04-0.71, p=0.016).

Die nicht-invasive Beurteilung von Druck-Volumen-Kurven zeigte ein frühes LV-Reverse Remodeling und eine verbesserte LV-Kontraktilität, während die RV-Leistung erhalten blieb. Diese Ergebnisse zeigen die potenziell positiven prognostischen Auswirkungen einer vollständigen MI-Eliminierung nach TMVR auf die LV- und RV-Funktion.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12138
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-134197
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Kalbacher, Daniel
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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